Personal

Führungstechnik: Management by Delegation

Definition und Grundlagen

Man spricht von Management by Delegation, wenn eine Führungskraft Aufgaben und Entscheidungen aus ihrem Funktionsbereich auf einen Mitarbeiter überträgt.
Delegiert werden dabei sowohl Routinearbeiten als auch schwierige Aufgaben und Entscheidungen. Delegation bedeutet weiterhin die Vergabe von Weisungsrechten und Vertretungsbefugnissen.

Mit den Arbeitsaufgaben werden gleichzeitig auch die notwendigen Kompetenzen für die Aufgabenerfüllung übertragen. Der Vorgesetzte trägt jedoch weiter die Verantwortung für sein Führungsverhalten, dieses ist nicht delegierbar.

Die Absicht hinter der Delegation ist nicht, sich teilweise aus dem Geschäft zurückzuziehen, sondern das Konzept einer sinnvollen Aufgabenverteilung zwischen der Geschäftsführung und dem Mitarbeiter zu gewährleisten.

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Der Delegation muss eine systematische und auf Dauer angelegte Regelung zugrunde liegen. Delegation setzt voraus, dass bei einer Führungskraft einerseits der Wille und die Fähigkeit vorhanden sind, Aufgaben aus dem eigenen Verantwortungsbereich überhaupt an einen Mitarbeiter übertragen zu können. Außerdem muss der Vorgesetzte genügend Fachwissen besitzen, um dem Mitarbeiter die Aufgaben auch präzise erklären zu können.

Andererseits sollte eine Führungskraft immer entsprechend der Fähigkeiten und Kapazitäten ihrer Mitarbeiter delegieren. Der Mitarbeiter muss die geeignete Qualifikation, genug Zeit und den Willen besitzen, um die ihm übertragenen Aufgaben lösen zu können. Auch die persönlichen Eigenschaften der Mitarbeiter sollte man dabei berücksichtigen.

Es gibt verschiedene Kriterien, die für erfolgreiches Delegieren maßgebend sind:

  1. Planung
  2. Ganzheitlichkeit der Aufgaben
  3. Aufgabenerklärung
  4. Unterstützung/ Hilfestellung
  5. Zwischenkontrolle
  6. Ergebniskontrolle
  7. Anerkennung/ Kritik

Risiken und Gefahren von Management by Delegation

Management by Delegation birgt dann eine Gefahr, wenn man den Mitarbeiter, dem man die Aufgaben überträgt, unterfordert, überlastet oder nicht ausreichend informiert. Die größte Gefahr, die das Führungsinstrument Delegation beinhaltet, sind jedoch die Widerstände der Führungskräfte selbst gegen Delegation. Viele Vorgesetzte delegieren mit Widerwillen oder in unzureichendem Maße.

Sie können als Führungskraft nicht alle Aufgaben im Alleingang erledigen. Sie sind auf gute und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Deshalb sollten Sie sich immer einen Grundsatz vor Augen halten: Zur Erfüllung zentraler Führungsaufgaben ist die Delegation anderer Aufgaben absolut notwendig!

Quelle: Henry Walter – Handbuch Führung ISBN-10: 3593377608


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