E-BusinessUnternehmen fehlen Geld und Fachkräfte für Investitionen in Digitalisierung

Deutsche Unternehmen (ab zehn Millionen Euro Umsatz) werden in diesem Jahr zwar voraussichtlich insgesamt 41 Milliarden Euro in die Digitalisierung ihres Geschäfts investieren – es könnten aber noch bedeutend mehr sein. Denn jedes zweite Unternehmen gibt an, mehr investieren zu wollen, jedoch verhindern das vor allem die fehlenden finanziellen Möglichkeiten und mangelndes Know-how. Damit hinken die Investitionen in Deutschland deutlich denen im internationalen Vergleich hinterher, obwohl gerade deutsche Unternehmen mehr als andere von der digitalen Revolution verändert werden.

Geschäftsmodelle müssen angepasst werden

Weltweit und in Deutschland musste mehr als jedes zweite Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren deutliche Änderungen am eigenen Geschäftsmodell vornehmen. Grund sind in erster Linie neue Technologien, die das Kundenverhalten ändern und neue Wettbewerber auf den Plan treten lassen. Bislang besonders betroffen: Telekommunikations- und Medienbranche sowie Automobilunternehmen. Und die digitale Revolution erfasst immer mehr Branchen und zwingt in Zukunft immer mehr Unternehmen, sich zunehmend neu zu erfinden – vor allem deutsche Betriebe: Fast jeder zweite richtet sich darauf ein, dass neue Technologien künftig das eigene Geschäftsmodell infrage stellen werden – mehr als in allen anderen untersuchten Ländern. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 39 Prozent.

Deutsche Unternehmen mischen bislang bei Digitalisierung ganz vorn mit
Die Digitalisierung der Wirtschaft steht nicht erst bevor – sie ist bereits in vollem Gange: Bereits bei fast jedem dritten Unternehmen weltweit spielen digitale Technologien eine sehr große Rolle für das eigene Geschäftsmodell, bei weiteren 40 Prozent eine mittelgroße. Dabei geht Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern vorweg; nur das Nachbarland Schweiz ist in Sachen Digitalisierung noch deutlich weiter. Von den befragten Schweizer Unternehmen geben 41 Prozent an, digitale Technologien spielten für sie bereits eine sehr große Rolle, in Deutschland liegt der Anteil bei 36 Prozent.

 


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