VideomarketingAuswirkungen von Product-Placement in Youtube-Videos

Dies ist das Ergebnis einer Studie zum Thema „Product-Placement in YouTuber-Videos“ durch das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov. Hierfür bewerteten über 400 repräsentativ ausgewählte Personen zwischen 14 und 34 Jahren jeweils ein Video der bekannten YouTuber Y-Titty (über 3 Millionen Abonnenten) und iBlali (über 1,8 Millionen Abonnenten) anhand der YouGov Reel Echtzeitbewertung.

Die Studie zeigt, dass für ein gelungenes Product-Placement nicht alleine die Attraktivität des Videos eine Rolle spielt, sondern ebenso die Offenheit der Zuschauer gegenüber Produktplatzierungen im Allgemeinen. Auch die Altersstruktur der Zuschauer hat einen Einfluss. Junge Konsumenten bewerten YouTuber-Videos tendenziell positiver und zeigen sich für Product-Placement empfänglicher. In der Gruppe der 14- bis 20-Jährigen beispielsweise finden 47 Prozent der iBlali und 65 Prozent der Y-Titty Zuschauer Product-Placement als Werbeform gut. Unter den 28- bis 34-Jährigen sind es nur noch 28 Prozent bei iBlali und 59 Prozent bei Y-Titty. Ein weiterer Faktor ist, ob die Werbeform für die Marke als passend empfunden wird oder nicht. Product-Placement Effekte verstärken sich zudem, wenn die Zuschauer schon einmal einen Beitrag der YouTuber gesehen haben und somit von einer gewissen Affinität für YouTuber auszugehen ist. Aber nicht nur von den Videos geht ein Effekt auf die Marke aus. In der Analyse lässt sich ebenfalls ein positiver Einfluss des Markenimage auf die Videos erkennen. Bei Einblendung der Marke verbessert sich deren Bewertung durch die Zuschauer.

Holger Geißler, Vorstand von YouGov dazu: „Die Studienergebnisse zeigen sehr deutlich zielgruppenspezifische Unterschiede: Jugendliche reagieren positiv auf das Product-Placement in den beiden YouTuber-Videos, wohingegen junge Erwachsene zwischen 21-34 Jahren negativer reagieren. Problematisch ist dabei, dass vielen Kindern und Jugendlichen der Mechanismus des Marketinginstruments Product-Placement noch gar nicht richtig bewusst sein dürfte und sie deshalb automatisch davon ausgehen, dass ihre YouTuber-Idole die Produkte aus bloßer Begeisterung in ihren Clips erwähnen. Bekannte YouTuber wie Y-Titty, Dagi Bee, Simon Unge und iBlali sind vor allem für Kinder und Jugendliche Idole & Role-Models und haben dadurch das Potenzial, das Konsumverhalten deutlich zu beeinflussen.“

Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen zuvor prüfen, ob die geplante Werbeform oder der geplante Werbekanal zur Marke passt. Wenn die Rahmenbedingungen für die Marken nicht stimmen, kann es sein, dass nicht sie von der Produktplatzierung, sondern die YouTuber vom starken Image einer Marke profitieren, während die Marke selbst


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!