Personal

Social und Mobile Recruiting werden immer beliebter

Da sind die Arbeitnehmer schon weiter und gehen zunehmend per Handy und App auf die Suche nach dem nächsten Job. In Sachen Social Media zeigt sich eine Verstetigung der Trends – aufgrund der mittlerweile langjährigen Erfahrung mit den Kanälen und dem Aufbau sinnvoller Services für die Nutzung.

Zu diesen und weiteren Erkenntnissen gelangen die Studien „Recruiting Trends 2015“ und „Bewerbungspraxis 2015“, die jährlich vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg in Kooperation mit
dem Karriereportal Monster durchgeführt werden.

Der mobile und vernetzte Bewerber

Auch wenn ein Anstieg von mobilen Karriere-Websites zu verzeichnen ist, haben bisher noch weniger als die Hälfte der Unternehmen ihre eigenen Portale mobil optimiert. Nur etwa ein Drittel hat die Stellenanzeigen mobilfähig gemacht. Dies steht im Kontrast zu den Ansprüchen der Kandidaten. Wie aus der Studienreihe „Bewerbungspraxis 2015“ hervorgeht, spielt Mobile Recruiting auch für Stellensuchende eine immer größere Rolle: „Knapp die Hälfte der Teilnehmer erachtet unternehmensspezifische Apps für die Stellensuche als sinnvoll. Vier von zehn Befragten nutzen ihr Smartphone zur Stellensuche“, erläutert Weitzel und resümiert: „Obwohl die mobile Verfügbarkeit von Stellenanzeigen essenziell ist, zeigt sich nicht einmal ein Drittel der Bewerber mit der Darstellung jobrelevanter Inhalte auf mobilen Endgeräten zufrieden. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf bei Unternehmen, auch unter dem Gesichtspunkt der
Candidate Experience.“

Social Media und Active Sourcing: Chancen und Herausforderungen

Obwohl noch immer als große Herausforderung wahrgenommen, werden Social Media immer erfolgreicher in den Recruiting-Alltag integriert und am häufigsten für Employer Branding verwendet. 35,1 Prozent, und damit rund viermal so viel Teilnehmer wie noch 2010, setzten zum Beispiel auf Facebook für die Imagewerbung beim Kandidaten. Außerdem fordern Unternehmen ihre Mitarbeiter vermehrt dazu auf, über die eigenen privaten Social-Media-Kanäle freie Stellen weiterzuempfehlen. Dabei kristallisiert sich ein neuer Kanal heraus, der erstmals in die Befragung der Top-1.000 Unternehmen integriert wurde: Es werden zunehmend unternehmensinterne soziale Netzwerke, sogenannte Enterprise Social Networks, genutzt. 26,5 Prozent der Befragten haben bereits ein solches Netzwerk und nutzen dies auch, um offene Vakanzen an die Mitarbeiter zu kommunizieren, damit sie diese dann in ihrem Bekanntenkreis teilen können.


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