Industrie 4.0Gut jeder dritte Arbeitnehmer ist durch die Digitalisierung der Wirtschaft verunsichert

Dass die Veränderungen sich nicht nur auf Industrie-Jobs beschränken werden, bestreitet in der deutschen Wirtschaft mittlerweile fast keiner mehr. Das sind Ergebnisse der Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert. Dazu wurden HR-Führungskräfte sowie 1.000 Arbeitnehmer befragt.

„Rund 90 Prozent der von uns befragten Führungskräfte sind sich sicher, dass Industrie 4.0 auch über die produzierende Industrie hinaus deutliche Auswirkungen haben wird“, sagt Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe. „Zudem sind gut drei Viertel der HR-Manager davon überzeugt, dass Industrie 4.0 alle Prozesse innerhalb eines Unternehmens beeinflussen dürfte.“

Dieser Einschätzung folgen ihre Mitarbeiter allerdings nur bedingt. Sind unter den Arbeitnehmern doch 37 Prozent der Meinung, dass sie nicht von den Umbrüchen der Digitalisierung betroffen sein werden. Immerhin: Jeder zweite Arbeitnehmer geht davon aus, dass an seinem Arbeitsplatz künftig mehr IT-Kenntnisse erforderlich sein werden. Auch erwarten vier von zehn Befragten, dass ihre Aufgaben im Job künftig komplexer werden (43 Prozent) und dass sich der Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten noch virtueller gestalten wird (42 Prozent).

Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter mit der neuen Arbeitswelt vertraut machen. „Die Firmen können und wollen die voranschreitende Entwicklung zu Digitalisierung und Industrie 4.0 nicht mehr aufhalten“, sagt Rochus-Mummert-Partner Schlipat. „Insofern ist es sehr wichtig, dass die Führungskräfte ihre Beschäftigten auf diesem Weg mitnehmen und ihnen insbesondere die Angst vor Veränderungen nehmen.“ Die Chancen, dass dies auch gelingt, sind dabei gar nicht mal so schlecht. Ein Ergebnis der Umfrage ist nämlich auch, dass 35 Prozent der Arbeitnehmer schon heute davon ausgehen, dass ihnen die Digitalisierung mehr Vor- als Nachteile bringen wird. Zudem ist ein weiteres Drittel potenziell dazu bereit ist, sich von dieser Einstellung überzeugen zu lassen.


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