Auf Wachstumskurs

IT-Mittelstand gewinnt weiter an Bedeutung

Damit fällt das Wachstum deutlich stärker aus als bei den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten sowie bei den Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern. Das geht aus dem IT-Mittelstandsbericht des Digitalverbands Bitkom hervor. Der Umsatz im IT-Mittelstand legte ebenfalls überdurchschnittlich stark um vier Prozent auf 57,4 Milliarden Euro zu, die Mitarbeiterzahl in den mittelständischen Unternehmen wuchs sogar um 6 Prozent auf 395.490 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. „Der IT-Mittelstand ist der entscheidende Jobmotor der Branche“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Dirk Röhrborn heute bei der Vorstellung des Berichts. „Die Mittelständler machen unter den IT-Unternehmen nur 9 Prozent aus, sie stehen aber für 33 Prozent des Umsatzes – und sogar für 53 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.“

Weitere positive Umsatzentwicklung wird erwartet

Dem Bitkom-Mittelstandsbericht zufolge dürfte sich die positive Entwicklung der Unternehmen weiter fortsetzen. Fast drei Viertel der IT-Mittelständler (72 Prozent) rechnen für das zweite Halbjahr mit steigenden Umsätzen, rund jeder Fünfte (19 Prozent) erwartet verglichen mit dem Vorjahreszeitraum immerhin stabile Geschäfte. Dabei erwirtschaften 60 Prozent der Mittelständler auch Umsätze im Ausland. Sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) wollen im laufenden Jahr neue Mitarbeiter einstellen, rund ein Drittel (34 Prozent) ihre Beschäftigtenzahl konstant halten. „Ein großes Problem für die Unternehmen ist, dass sie häufig Schwierigkeiten haben, geeignetes Personal zu finden“, so Röhrborn.

Wichtig sei daher, mehr junge Menschen und vor allem mehr Mädchen schon in der Schule für die Informatik oder ein IT-nahes Studium bzw. eine solche Ausbildung zu begeistern. Dabei könne ein Pflichtfach Informatik in der Schule helfen. Röhrborn: „Dieses Schulfach bietet auch die Chance, die Vielfalt der IT-Berufe zu zeigen und erlebbar zu machen. IT ist Kreativität, ist Teamarbeit, ist der Austausch mit Kunden.“ Kurzfristig sei die Branche zudem auf Zuwanderung angewiesen, wobei künftig weniger formale Abschlüsse, sondern die Kompetenzen der Zuwanderer im Mittelpunkt stehen müssten. „Wir müssen Zuwanderung aktiv gestalten. Dazu brauchen wir noch in dieser Legislaturperiode ein Zuwanderungsgesetz“, sagte Röhrborn


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