MitarbeitermotivationDer richtige Führungsstil lässt sich erlernen

Es soll sie auch heute noch geben, Führungskräfte nach ganz alter Tradition. Egozentrische Sklavenhalter, aufbrausende Alleswisser, ungerechte Universalgenies und schlecht gelaunte Lautsprecher. Meist findet man diesen Typus an der Spitze eines nicht nur autoritär, sondern diktatorisch geleiteten Unternehmens, das stark hierarchisch aufgebaut ist. Alle Augen sind auf die goldene Spitze gerichtet, wo der Kaiser thront und in regelmäßigen Abständen die einzelnen Ebenen unter sich wahlweise als Dilettanten, Nichtskönner, Hofnarren oder schlicht und einfach als unfähig beschimpft. Dass moderne Unternehmensführung anders funktioniert, hat man als solch ein Unternehmenschef oder Abteilungsleiter bestimmt schon mal irgendwo gehört, aber mit diesem liberalen Wischiwaschi möchte man nichts zu tun haben. Wozu auch? Schließlich haben Befehl und Gehorsam das römische Weltreich erschaffen!

Die typische Mitarbeiterstruktur eines zu autoritären Führungsstils

Kritik, ob an der Arbeit, der Strategie oder der Ausrichtung wird stets persönlich genommen. Aus diesem Grund versammelt sich meist eine seltsam traurige Gruppe um eine so schwierige Führungspersönlichkeit, die
folgende Strukturen aufweist:

  1. Wenige Günstlinge, die es über die Zeit gelernt haben, die wiederkehrenden Ausbrüche hinzunehmen
  2. Einige Speichellecker und Blender, die es, selbst bei völlig entgegengesetzter Meinung niemals wagen würden, dem Chef zu widersprechen
  3. Desillusionierte und demotivierte Mitläufer mit durchaus vorhandenem Potential, die nach dem Motto „Hauptsache, das Geld ist pünktlich auf dem Konto!“ Dienst nach Vorschrift leisten

Dabei muss autoritäre Führung nicht zwangsläufig negative Folgen haben und die aufgezeigten Verhaltensweisen nach sich ziehen. Der oben beschriebene Unternehmens- oder Abteilungsleiter ist ja auch nur eine böse Karikatur. Gerade in Notsituationen, wenn es auf schnelle Entscheidungen ankommt, kann es entscheidend für eine Firma sein, wenn nicht zu lange herum gefackelt wird. Im kleinen Kreis bzw. durch eine Person, bei der alle Informationen zusammenlaufen, können Maßnahmen oft effektiver und schneller getroffen werden.

Aber wie führt man seine Mitarbeiter am besten?

Den richtigen Führungsstil muss man nicht intuitiv können, aber er ist erlernbar. Bildquelle: pixabay.com © ClkerFreeVectorImages (CC0 Public Domain)

Den richtigen Führungsstil muss man nicht intuitiv können, aber er ist erlernbar. Bildquelle: pixabay.com © ClkerFreeVectorImages (CC0 Public Domain)

Die Antwort auf diese Frage ist, entgegen allen Ratgebern, die es zu diesem Thema gibt, ganz einfach: „Der Person und der Situation angemessen“. Schließlich verfügt jedes Unternehmen über unterschiedliche Traditionen und eine ganz eigene DNA. Was bei Firma X funktioniert, muss deshalb nicht auch bei Betrieb Y funktionieren. Was für Person A stimmig ist, wirkt bei Person B aufgesetzt. Und da wird es ein wenig komplizierter. Denn was bedeutet im spezifischen Fall „angemessen“. Um hierauf eine Antwort zu finden, ist es sinnvoll, sich als Führungspersönlichkeit empathisch in seine Mitarbeiter einzufühlen. In der Regel wird man selbst ja auch nicht als Anführer geboren, sondern war vorher selbst Angestellter. Versuchen Sie sich, auf Ihr Bauchgefühl zu besinnen und verschaffen Sie sich selber zusätzliches Wissen. Denn Wissen ist Macht, wie Francis Bacon bereits 1597 konstatierte.

Informieren Sie sich vor einem Jobwechsel über die Firmen-Policy Ihres neuen Arbeitgebers, nutzen Sie Plattformen wie kununu, um dort aus den Extrem-Meinungen querulatorischer Ex-Mitarbeiter sowie den von Unternehmensseite gekauften Fake-Beiträgen die Wahrheit zu destillieren. Bewertungsportale sind im Übrigen auch für jene interessant, die selber schon länger leitend in einer Firma tätig sind. Zudem stehen Ihnen neben interessanter Literatur zum Thema auch diverse Fortbildungskurse bei privaten Instituten wie z. B. WBS Training zur Verfügung. Dort können Sie die unterschiedlichsten Führungs- und Managementkompetenzen kennenlernen und mit den unterrichtenden Experten eigene Erfahrungen auf diesem Gebiet besprechen. Die so erworbenen zusätzlichen Tools und Kompetenzen helfen Ihnen nachhaltig, auch in Ihrer Abteilung oder Firma ein angenehmes, zielorientiertes Arbeitsklima zu schaffen, sich nicht selbst zu verbiegen und gleichzeitig Ihre Mitarbeiter zu motivieren.


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