Trends der ZeitungsbrancheVerlage konzentrieren sich auf Ausbau des Digitalgeschäfts und Einstieg in E-Commerce

Das Kerngeschäft der Verlage, nämlich guter Journalismus, bleibe auch weiterhin im Zentrum der verlegerischen Aktivitäten, doch stellten sich die Verlage noch breiter auf, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen. Neben dem Ausbau des klassischen Verlagsgeschäfts, Print wie Digital, stehe der Aufbau neuer Geschäftsfelder vor allem im Bereich E-Commerce und Logistik bei vielen Verlagen im Fokus. Zwei Drittel der Verlage planten für 2016, neue zielgruppenspezifische Produkte nah an ihrer Marke zu entwickeln. Dabei gehe es vor allem um digitale Produkte für jüngere Zielgruppen. Die Studie bestätigt vier Trends:

  1. Es gibt ein anhaltendes digitales Wachstum im Kerngeschäft.
  2. Verlage bauen ihre Reichweite auf neuen digitalen Plattformen aus.
  3. Die Markenbildung steht im Fokus, um das Kerngeschäft zu stärken.
  4. E-Commerce ist der vorherrschende Trend außerhalb des Kerngeschäfts.

Alexander Kahlmann, Partner bei der Unternehmensberatung Schickler, führte aus, dass 60 Prozent der Verlage planten, mit Content-Aggregatoren wie beispielsweise Blendle zusammenzuarbeiten beziehungsweise ihre Inhalte auf Plattformen wie Facebook Instant Articles einzubringen. Auffällig sei, dass vor allem größere Verlage diesen Weg gingen. Zum Thema E-Commerce stellte Kahlmann fest: „Die Verlage haben die strategische Bedeutung erkannt und wollen ihre Kompetenz in Sachen lokale Marktplätze und Logistik als Wettbewerbsvorteil nutzen. Die Mehrheit der Zeitungsunternehmen planten, in den nächsten Jahren im Bereich E-Commerce und Logistik zu investieren.“


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