InnovationNeue Trends und Geschäftsmodelle im E-Commerce

Das Internet verändert das Kaufverhalten der Konsumenten grundlegend. Neue, disruptive Lösungsansätze und Technologien müssen gefunden werden, um im E-Business aufzufallen und aus der Masse an Angeboten herauszustechen. Das veränderte Konsumverhalten sorgt dafür, dass Geschäftsmodelle neu überdacht werden müssen, um sich den Bedürfnissen anzupassen und die bestmögliche Customer Experience zu gewährleisten. Hier werden sechs Unternehmen vorgestellt, die neue Maßstäbe im E-Business setzen:

FairCommerce

Händler sehen sich oft gezwungen, ihre Waren zu überteuerten Preisen über Kanäle wie Amazon anzubieten, da eigene Online-Shops weniger Reichweite haben und teuer in der Anschaffung sind. Durch hohe Gebühren für Marketing und Listing steigen auch die Verkaufspreise für den Kunden. Das neuartige E-Commerce Modell Crowdfox hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Onlinemarkt umzukrempeln und so für Vielfalt zu sorgen. Fair und im Durchschnitt zehn Prozent günstiger als Amazon, hat das Kölner Startup marktdominierenden Giganten den Kampf angesagt. Händler zahlen keine Gebühren für den Verkauf. Diese Ersparnis wird 1:1 an den Endverbraucher weitergegeben. Dadurch sind Händler in der Lage, ihre Produkte ohne Verluste zum Internet-Bestpreis, teilweise sogar weit unter den besten Preisen auf Preisvergleichsportalen anzubieten.

Switching Economy

Der Konsum jeglicher Art wächst mit jeder Produktinnovation. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit. Selbst Unternehmen kommen mit ihren Anschaffungen nicht mehr hinterher, da der Kauf neuer Technik schlichtweg zu kostenintensiv ist. In einer Zeit, in der zum Beispiel die Lebenszyklen von technischen Geräten immer kürzer werden, ist es sinnvoll nicht jedes Gerät zu kaufen, wenn es morgen schon wieder eine neuere Version gibt. Technik bedarfsgerecht mieten, statt sie zu kaufen, lautet deshalb das neue Konzept von BYEBUY, die damit zu Vorreitern der Switching Economy wurden. BYEBUY vertritt ein völlig neuartiges Finanzierungsmodell für Techniknutzung, das flexibler und nachhaltiger als klassisches Leasing oder Kaufen ist.

Abo-Modell

Abos sind nicht neu, aber Startups, die alltägliche Produkte wie Kondome oder Rasierklingen online verkaufen und damit Traditionsmarken den Rang ablaufen. Die Berliner Startups Mornin‘ Glory und einhorn bieten regelmäßige Lieferungen an und helfen Kunden dabei, Zeit zu sparen. Auch können sich beide Unternehmen den persönlichen Bedürfnissen ihrer Abonnenten anpassen – ob wöchentliche, monatliche oder halbjährliche Lieferung, alles funktioniert. Der Kunde konsumiert, wie es in seine Lebenssituation passt und das am liebsten von Zuhause.

Materialization

3D Print ist das große Ding! Sind eigene Drucker noch unbezahlbar für Privatpersonen, entstehen Geschäftsmodelle, wie das Startup Shapeways. Ob Verlobungsring, Gadgets oder Interior Shapeways verwandelt Ideen in echte, bezahlbare und customized Produkte, die im eigenen Marketplace gekauft werden können. So schlagen sie die Brücke zwischen Innovation und Individualität. Die Integration der neuen Technologien in den Alltag ermöglichen Kunden, hautnah bei der Transformation zu Business 4.0 dabei zu sein.

Mobile First

Insbesondere das mobile Internet verändert den Kaufprozess maßgeblich. In Deutschland ist der Zusatz der Umsätze im Mobile Commerce um 112 Prozent gewachsen. Kunden wünschen sich flexible Verkaufskanäle, die sich ihren Lebensgewohnheiten anpassen. Unternehmen wie die Flohmarktapp Shpock haben das Potenzial erkannt und kombinieren den Mobile Trend mit Social Shopping. Mit Shpock, kurz für SHop in your POCKet, kann dank der standortbezogenen Darstellung durch eine Vielzahl an Produkten in der unmittelbaren Umgebung gestöbert oder selbst gratis eigene Dinge eingestellt werden.


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!