RechnungswesenKaufmännische Daten sind wichtiger Erfolgsfaktor für KMUs

Infographik: Kaufmännische Daten sind wichtiger Erfolgsfaktor

Infographik: Kaufmännische Daten sind wichtiger Erfolgsfaktor

Auch den Digitalisierungsgrad in Bezug auf die möglichst medienbruchfreie Erfassung und Weiterverarbeitung ihrer Daten schätzen die Unternehmen als sehr hoch ein: In 91 Prozent der Unternehmen ist dieser Prozess teilweise oder vollständig digitalisiert. Bei der Aufbereitung kaufmännischer Daten spielen die Steuerberater als wichtigste externe Partner eine maßgebliche Rolle. Grundlage ihrer starken Position ist die traditionelle Verantwortung für die Buchführung, die als Schlüssel zu wesentlichen Unternehmenskennzahlen dient. Diese bilden die Basis für weitergehende Beratungsleistungen und Angebote zur Digitalisierung kaufmännischer Abläufe.

„Der Blick auf die innerbetriebliche Praxis zeigt, dass kaufmännische Daten sehr vielseitig genutzt werden“, fasst der wissenschaftliche Leiter der Studie, Professor Dr. Thomas Egner vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebliche Steuerlehre an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die zentralen Ergebnisse zusammen. „Einen so hohen Beitrag zum Unternehmenserfolg haben bislang weder die Unternehmen noch die Erfolgsfaktorenforschung den nüchternen Zahlen beigemessen.“

Kennzahlen: Wesentliche Grundlage von Entscheidungen

Ziel der Studie war es, die Rolle der kaufmännischen Daten in verschiedenen betrieblichen Funktionsbereichen transparenter zu machen: In welchem Maße diesen Daten in den meisten Bereichen eine Relevanz zugemessen wird, ist unabhängig von Unternehmensgröße und Branche. Hohe und sehr hohe Bedeutung haben kaufmännische Daten demnach insbesondere im Kundenmanagement (91 Prozent der Unternehmen) und im Finanzwesen (84 Prozent der Unternehmen), aber auch Controlling, Personalwirtschaft und Rechnungswesen werden jeweils von mehr als 75 Prozent der Unternehmen genannt.

Als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen sind standardisierte Auswertungen und Kennzahlen üblich. Neben der BWA (86 Prozent) werden als weitere Instrumente zur Aufbereitung und Darstellung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch Soll-Ist-Vergleiche (82 Prozent), Liquiditätskennzahlen (74 Prozent), Deckungsbeitrag (70 Prozent) und Cashflow (66 Prozent) genannt. Die Befragten erwarten davon vor allem eine bessere Kontrolle (74 Prozent), Planung (72 Prozent) und Steuerung (70 Prozent).

Hohe Bedeutung der Digitalisierung kaufmännischer Prozesse

In der überwiegenden Zahl mittelständischer Unternehmen werden die Vorzüge der Digitalisierung kaufmännischer Abläufe geschätzt. Als wichtigste positive Veränderungen werden der vereinfachte Datenzugriff (81 Prozent), zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten (77 Prozent) und eine verbesserte Aktualität der Daten (71 Prozent) genannt.

In allen Unternehmensbereichen erfolgt die Aufbereitung der Daten in hohem Maße digital. Besonders im Rechnungswesen (95 Prozent), bei der Steuerdeklaration (94 Prozent) und in der Kooperation mit Sozialversicherungsträgern (93 Prozent) wird eine vollständige oder teilweise Digitalisierung der Datenaufbereitung angegeben. Größere und kleinere Unternehmen sind dabei gleichermaßen von der Digitalisierung erfasst. Rund 81 Prozent der Unternehmen verwenden dazu professionelle kaufmännische Softwarelösungen. In 52 Prozent der Unternehmen greifen die betrieblichen Prozesse bereits auf einen zentralen Datenpool zu, weitere rund 25 Prozent wünschen sich eine solche.


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!