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Welches Medium eignet sich am besten für Präsentationen?

Tischvorlagen

Von Tischvorlagen erhalten alle Zuhörer spätestens zu Beginn der Sitzung ihre eigene Kopie. Sie eignen sich am besten für Gespräche mit bis zu vier Personen. Der Zweck ist normalerweise, den Stand von Projektarbeiten zu diskutieren, Fakten zu überprüfen, Probleme zur Sprache zu bringen, Schlussfolgerungen zu testen, Empfehlungen abzustimmen oder Maßnahmenprogramme zu verabschieden.

Tischvorlagen haben den Vorteil, dass alle Anwesenden sich als gleichberechtigte Diskussionspartner fühlen. Darüber hinaus können die Teilnehmer direkt auf die Schaubilder schreiben und nach Belieben hin- und herblättern.

Der Nachteil dieses Mediums besteht darin, dass die Teilnehmer bereits im Voraus Seiten lesen können, für deren Diskussion Sie noch nicht bereit sind, was dann Fragen aufwerfen kann, die Sie lieber erst später beantworten würden. Wenn alle auf ihre Tischvorlagen starren, können Sie zudem unter Umständen nicht den nötigen Blickkontakt herstellen, der Voraussetzung dafür ist, dass Ihre Zuhörer alle Ihre Argumente verstehen.

Flipcharts oder elektronische Tafeln

Diese Hilfsmittel sind praktisch bei Diskussionen. Bei einem Gespräch vermittelt die Aufzeichnung von Vorschlägen den Teilnehmern das Gefühl, dass sie ein echtes Mitspracherecht haben. Dies macht die Diskussion spontaner, was ungeahnte Energien freisetzen kann.

Andererseits können Sie dieses Medium nur nutzen, wenn Sie eine saubere, leserliche Handschrift haben, schnell schreiben können und die Schaubilder möglichst einfach halten, weil Sie ansonsten mehr Zeit mit dem Rücken zu den Teilnehmern auf die Flipcharts schreibend verbringen als mit der Diskussion Ihrer Ideen mit dem Publikum. Wir würden den Einsatz dieser Technik auf Gruppen von maximal 15 Teilnehmern beschränken, und sei es auch nur aus Gründen der Lesbarkeit. In einem größeren Kreis würden wir den Einsatz von Projektoren empfehlen.

Tageslichtfolien

Tageslichtfolien sind ideal für Gruppen ab vier Teilnehmern. Wenn Sie auf einer Obergrenze bestehen, würde wir diese auf circa 40 Teilnehmer festsetzen. Besonders vorteilhaft an dieser Alternative ist die Tatsache, dass man leichter die Reihenfolge der Bilder ändern, einzelne Folien weglassen und Backupdiagramme einbauen kann als bei allen anderen Visualisierungstechniken. Außerdem kann der Redner spontane Gedanken auf leeren Folien schriftlich festhalten.

Gut ist auch, dass der Raum nicht abgedunkelt werden muss. In der Summe bieten diese Vorteile die Flexibilität, die man für eine interaktive Präsentation benötigt, wie sie in den meisten Situationen im geschäftlichen Umfeld erforderlich ist.

Zu Overheadprojektoren fallen uns nicht viele Nachteile ein. Da diese Geräte heute regelmäßig in Konferenzzentren und Firmen verfügbar sind, stellt die Tatsache, dass sie weniger leicht transportierbar sind, als uns ihre Hersteller einreden wollen, kein Problem mehr da. Zudem können mit Bürokopierern Schwarzweißfolien einfach und billig hergestellt werden, und auch Farbkopien werden zusehends preisgünstiger.

35-mm-Dias

Dias sind besonders geeignet für größere Gruppen mit mehr als 40 Personen. In dieser Situation steht man meist an einem Rednerpult mit Mikrofon. Bei 20 bis 50 Zuhörern hat man die Wahl zwischen 35-mm-Dias und Folien, je nachdem, wie viel Interaktion mit dem Publikum man haben will.

Im Gegensatz zu Tageslichtprojektoren kann man bei einem Diaprojektor mit einer Fernbedienung von einem Bild zum nächsten schalten. Allerdings liegt die Reihenfolge der Bilder im Karussel fest. Zudem muss der Raum abgedunkelt sein, wenn es sich nicht um eine Rückprojektion handelt (bei der der Diaprojektor hinter einer lichtdurchlässigen Leinwand aufgestellt wird). Daher eignen sich 35-mm-Diapräsentationen am besten für formellere Vorträge, bei denen kaum Zwischenfragen zu erwarten sind.

Quelle: Josep McLeary, Richard Haasnoot, Joyce Mc Leary – Von der Idee zum Konzept, ISBN: 3593370646

 


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