StandortpolitikInvestoren lieben den Standort Deutschland

Diese positive Bewertung schlägt sich in konkreten Investitionen nieder: Im Jahr 2015 stieg die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte in Deutschland auf 946 Projekte – das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchstwert. Im europäischen Vergleich konnte nur Großbritannien mehr Investitionsprojekte als Deutschland anziehen – dank investitionsfreudiger US-Unternehmen, die bei ihren Europa-Investitionen traditionell die britischen Inseln bevorzugen.

Die Zahl der Investitionsprojekte in Deutschland und in Europa sind auf neuem Rekordniveau. Deutschland ist  bei den Industrieinvestitionen europaweit Nr. 1.

Die Zahl der Investitionsprojekte in Deutschland und in Europa sind auf neuem Rekordniveau. Deutschland ist bei den Industrieinvestitionen europaweit Nr. 1.

Ausländische Investoren wollen mehr Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Die Zahl der angekündigten neuen Stellen stieg 2015 um 44 Prozent auf gut 17.100. Die Aussichten bleiben positiv: 46 Prozent der Investoren rechnen mit einer weiteren Steigerung der Attraktivität Deutschlands in den kommenden Jahren, nur jeder zehnte geht von einer Verschlechterung aus.

Gleichzeitig sinkt der Anteil der ausländischen Unternehmen, die Deutschland den Rücken kehren wollen, auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2005, als die Befragung zum ersten Mal durchgeführt wurde: Nur acht Prozent der ausländischen Unternehmen planen derzeit eine Verlagerung von Teilen ihrer Tätigkeit aus Deutschland in ein anderes Land.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und zu tatsächlichen Investitionsprojekten ausländischer Unternehmen in Europa.

Deutschland zählt aktuell zu den attraktivsten Standorte der Welt – hier finden Investoren gut ausgebildete Arbeitskräfte vor und können auf eine hohe politische, soziale und rechtliche Sicherheit zählen, was gerade in politisch und wirtschaftlich unruhigen Zeiten ein hohes Gut ist. Vor allem Deutschlands große Bedeutung als politischer und wirtschaftlicher Stabilitätsanker in Europa dürfte zur positiven Sicht ausländischer Manager auf die Bundesrepublik beigetragen haben

Hubert Barth

Geschäftsführung von EY in Deutschland

Investitionen auch europaweit gestiegen

Nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit ist die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau geklettert: In Deutschland stieg sie um neun Prozent auf 946, europaweit sogar um 14 Prozent auf 5.083.

Während die beiden europäischen Top-Standorte Großbritannien und Deutschland jeweils kräftige Zuwächse verbuchen konnten – um 20 bzw. 9 Prozent – verzeichnete Frankreich als drittwichtigster Investitionsstandort Europas einen leichten Rückgang um zwei Prozent.

 


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