Unternehmensführung

Das FERKEL-Prinzip: So werden Sie ein aktiver Gestalter

Die 6 Motive lassen sich im FERKEL-Prinzip zusammenfassen:

F Fokussieren

E Erfahren

R Ruckfaktor

K Kooperieren

E Entspannen

L Leiden / Lachen

FERKEL-Prinzip: gültig im privaten und im Berufsleben

F wie Fokussierung: Wer sich verzettelt, schrumpft, wer sich fokussiert, wächst. Das gilt für Unternehmen, das gilt aber auch für Sie und Ihre Mitarbeiter. Und es bedeutet, die Stärken und Schlüsselkompetenzen auszubauen – wie ein Sportler, der sich immer mehr auf die Entwicklung seines spezifischen Talents, seiner Begabung konzentriert und so Spitzenleistungen zu erbringen in der Lage ist.

E wie „Erfahrungen sind der Anfang aller Dinge“ – so formulierte es schon Aristoteles. Wer wissen will, wie ein Apfel schmeckt, muss hineinbeißen. Erfahrungen verdichten sich zu Glaubenssätzen und Gewohnheiten, die Entscheidungen beeinflussen, die zum Handeln führen und Ergebnisse zeitigen, die wiederum in den individuellen Erfahrungsschatz einfließen.

R wie sich einen Ruck zu geben, im entscheidenden Moment die Handlungs- und Gestalterenergie zu aktualisieren: „Jetzt, und zwar genau jetzt, ist der Moment da, zu handeln, zu agieren, aktiv zu werden.“

K wie Kooperieren: Die Luft an der Spitze ist dünn. Viele Führungskräfte in der Topebene verstehen oder erleben sich als Einzelkämpfer, die oft genug einsame Entscheidungen zu fällen haben. Doch mit diesem Einzelgängertum stoßen sie meist schnell an Grenzen. Notwendig ist die Entwicklung zum kooperativen und kooperierenden Teamplayer, der fähig ist, Befugnisse und Verantwortung abzugeben. Im Team holen Sie sich dann auch selbst motivatorische Unterstützung – gegen ein Team hat der innere Schweinehund kaum Chancen, sich durchzusetzen.

E wie Entspannung: Die Stimme des inneren Schweinehundes wühlt auf, stört, hemmt, blockiert. Ein Gegenmittel heißt „Entspannung“. Genügend Schlaf, progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga, immer wieder die Phasen der vollkommenen Konzentration und Leistungserbringung durch Pausen unterbrechen und rhythmisieren: Das hilft, alsdann wieder richtig zupacken, konsequent agieren, mit neuem Schwung Anlauf zu neuen Höchstleistungen nehmen zu können.

Leiden / Lachen: Veränderungen haben immer mit der Verabschiedung liebgewonnener Gewohnheiten zu tun, sie führen Trennungsschmerz mit im Gewande. Eine schöne Gelegenheit für den inneren Schweinehund, die er gewiss beim Schopfe fassen wird – es sei denn, Sie haben von vornherein akzeptiert und wissen, dass die Veränderung auch schmerzhaft und leidvoll sein kann. Viele Menschen sind zu Verhaltensänderungen erst bereit, wenn ihre Schmerz- und Leidensgrenze erreicht ist. Besser ist es freilich, wenn Sie Lust auf Veränderung haben, auch auf die schmerzhaften, und so in der Lage sind, auch Dinge zu tun, die Sie sonst vielleicht nicht tun würden. Schauen Sie der Veränderung mit einem Lächeln entgegen, ohne Verkrampfung – sehen Sie sie als etwas Positives, das Ihr Leben bereichern wird.


Andreas Buhr

Über den Autor Andreas Buhr

Andreas Buhr ist Experte für Vertriebs-Intelligenz® und Inhaber der go! Akademie für Führung und Vertrieb, die regelmäßig den Coachingbrief FÜHRUNG UND VERTRIEB:GO! herausgibt.

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