Marketing & Vertrieb

Handwerker Marketing: Wie Sie die Zielgruppe 50+ als Handwerker gewinnen können


Senioren sind die ideale Zielgruppe für Handwerker

Die 50+ Kundschaft ist für Handwerker aus mehreren Gründen ideal. Sie verfügt über ein hohes, frei verfügbares Einkommen, sie wünscht sich kompetente Beratung und Service vor Ort und sie ist deutlich loyaler als jüngere Kunden.

Die so genannten Best Ager machen mittlerweile 40% der Bevölkerung aus – Tendenz steigend. Schaut man sich die Lebenssituation vieler Best Ager an, stellt man fest, dass diese im eigenen Heim lebt, die Kinder sind oft schon aus dem Haus, sie haben gute Jobs und ein hohes Einkommen.

Für Handwerker ist besonders interessant, dass diese Menschen sich in einer Lebensphase befinden, in der das Eigenheim gerade oder bald abbezahlt ist und erste, größere Renovierungsarbeiten anstehen.

Laut einer LBS-Studie investieren über 1 Million Best Ager jährlich über 10.000 € in Ihr Haus!

Senioren sind loyale Kunden

Neben dem hohen Einkommen sollte für Handwerker der Faktor „Kundenloyalität“ eine wichtige Rolle spielen. Senioren sind die ideale Zielgruppe, weil sie selten bis nie den Handwerker wechseln. Wenn Sie gute Arbeit machen, haben Sie mit einem Best Ager einen Kunden auf Lebenszeit gewonnen. Das ist bei jüngeren Menschen anders. Die Erfahrung zeigt, dass junge Menschen sehr wechselwillig sind und sich stetig neu informieren.

Setzen Sie auf den wichtigsten Trend im Handwerker-Marketing und gewinnen Sie Senioren für Ihren Betrieb!

Auch Senioren sind im Internet: Passen Sie Ihre Website an

Hartnäckig hält sich gerade im Handwerk das Gerücht, dass Senioren eh nicht im Internet suchen würden. Doch das ist schlichtweg falsch. 79% der so genannten „Silver-Surfer“ sind sogar täglich online.

Ihre Website sollte also auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe vorbereitet sein. Das heißt vor allem, dass Sie auf kleine Schrift verzichten sollten. Grafiker und Werbeagenturen empfehlen diese oft, weil sie besser aussieht, doch das kann negative Effekte haben. Idealerweise installieren Sie auf Ihrer Website ein Tool, mit dem man die Schriftart selbständig vergrößern kann.

Desweiteren sollten Sie die Struktur Ihrer Website klar und übersichtlich halten. Verzichten Sie auf technische Spielereien und komplizierte Animationen.

Mit Fotos, auf denen nicht junge Menschen, sondern Best Ager abgebildet sind, zeigen Sie Ihre Zugehörigkeit zur Zielgruppe. Setzen Sie also verstärkt auf solche Bilder, um damit bereits eine klare Aussage zu treffen.

Gut lesbar und verständlich

Auf die Schriftgröße sollten Sie nicht nur im Internet achten. Auch auf Visitenkarten, Ihrem Schriftverkehr in Flyern und Anzeigen dient eine angemessene Schriftgröße der Lesbarkeit.

Im Handwerk sind Anglizismen zwar weniger verbreitet, achten Sie aber trotzdem darauf englische Begriffe durch Deutsche zu ersetzen – es sei denn sie gehören mittlerweile zum alltäglichen Sprachgebrauch.

Platzieren Sie Ihre Werbung in den richtigen Medien

Best Ager haben ein eigenes Informationsverhalten. Im Gegensatz zu jüngeren Menschen recherchieren sie öfter in Branchenbüchern wie den Gelben Seiten. Sie haben deutlich öfter eine Tageszeitung abonniert und vertrauen verstärkt auf Empfehlungen und am Ort bekannte Handwerker.

Zeigen Sie Präsenz in Ihrem Ort und bauen Sie dort Ihren Ruf als Experte für barrierefreies Wohnen und Seniorengerechtes Handwerk aus. Versuchen Sie gezielt Projekte in die örtlichen Zeitungen zu bringen und platzieren Sie dort PR-Artikel. Mit diesen können Sie die Best Ager erfahrungsgemäß sehr gut erreichen.

Spezielle Services für Senioren

Richten Sie Ihre Leistungen an Ihrer Zielgruppe aus. Gerade Senioren wünschen sich Komplettservices. Bieten Sie bei Malerarbeiten z.B. an, dass Sie die Möbel verrücken und hinterher wieder an den richtigen Platz stellen.

Bieten Sie Ihren Kunden weitere Services an, wie z.B. den gesamten Hausputz nach einer Renovierungsarbeit. So sichern Sie sich einen loyalen Kunden, der Sie gerne weiterempfiehlt!

Besonderen Wert legen Senioren auf Zuverlässigkeit. Halten Sie sich an zugesagte Terminvereinbarungen.

Sprechen Sie mit Menschen Ihrer Zielgruppe. Ein 50-60 Jähriger hat andere Bedürfnisse als Menschen die 65 und älter sind. Fragen Sie die Menschen nach ihren Wünschen und was sie bei Handwerkern besonders ärgert.

Weblinks zum Thema

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Daniel Dirkes

Über den Autor Daniel Dirkes

Daniel Dirkes ist Inhaber der Marketingberatung Artland Marketing. Er hat sich auf Marketing für Handwerker und kleine Unternehmen spezialisiert.

1Kommentare

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  1. 1 Sarah Rosenhahn | 25. März 2013

    Nicht ganz meine Zielgruppe oder vielleicht auch nur eine meiner Zielgruppen, jedenfalls hat es geholfen, sich durchzuwuseln und konkrete Fragestellungen für die nächsten Gespräche oder Überlegungen zu erhalten. Weiter so 🙂