IT-InfrastrukturNutzung von Cloud-Technologie im Mittelstand wird immer beliebter

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Als Cloud Computing wird die Ausführung von Programmen bezeichnet, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einem anderen Server, der aus der Ferne aufgerufen wird (z.B. über das Internet). Ziel des Cloud Computing ist es, IT-Infrastrukturen über ein Netz bereit zu stellen, ohne dass diese auf dem lokalen Rechner installiert sein müssen.

2015 waren es gerade einmal 31 Prozent. Trotz dieser Zunahme bleibt Deutschland jedoch Schlusslicht im internationalen Vergleich: Dort nutzen rund 61 Prozent Cloud-Software für ihr Business. In Spanien und den Niederlanden sind es sogar 70 und mehr Prozent.

Bei der Studie „KMU Barometer 2016“ wurden rund 2.600 Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien sowie den USA zu ihrer Softwarenutzung und zu ihrer Einstellung zur Digitalisierung und damit verbundenen Trends befragt.

Einfluss des technologischen Wandels unbestritten

Die Digitalisierung und der technologische Wandel haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbslandschaft in den kommenden drei Jahren. Dieser Aussage stimmten weltweit 62 Prozent der befragten KMU zu. In Deutschland scheint dieser Einfluss als etwas geringer bewertet zu werden: Hier stimmten 56 Prozent der Unternehmen zu, im Gegensatz zu Spanien, wo 74 Prozent die Aussage uneingeschränkt bejahten.

Deutschland mit führend bei Einführung neuer Geschäftsmodelle

Deutschland liegt über dem internationalen Durchschnitt, wenn es um die aktive Einführung neuer Geschäftsmodelle geht: 58 Prozent der hierzulande Befragten führen aktiv neue Geschäftsmodelle ein – versus nur 54 Prozent im internationalen Durchschnitt. Nur Spanien liegt bei diesem Trend noch vor Deutschland: Dort setzen 60 Prozent der Unternehmen auf neue Geschäftsmodelle.

Eine Erklärung für diese Zahlen mag sein, dass viele Unternehmen neue Geschäftsmodelle als Erfolgs- oder sogar Überlebensfaktor betrachten: 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland (und auch international) glauben, dass sie ohne die Optimierung ihrer Geschäftsmodelle in den kommenden fünf Jahren vom Markt verschwinden würden. 18 Prozent glauben sogar, dass sie ihre Geschäftsmodelle radikal ändern müssten, um langfristig bestehen zu können. International scheint der Druck auf die Unternehmen jedoch höher zu sein: Hier halten 26 Prozent der KMU eine radikale Änderung für notwendig.

Disruptive Geschäftsmodelle des Wettbewerbs: Kein Grund zu großer Sorge

Ein Drittel der deutschen Befragten ist sich dem Trend bewusst, dass Wettbewerber mit komplett neuen Geschäftsmodellen in ihren Markt eindringen (37 Prozent im internationalen Durchschnitt). Nur ein Viertel zeigt sich darüber jedoch besorgt – gegenüber 38 Prozent im internationalen Durchschnitt. Von einem innovativen Wettbewerb und disruptiven Geschäftsmodellen fühlen sich spanische und französische Unternehmen am meisten betroffen: 51 Prozent der spanischen und 43 Prozent der französischen KMU zeigen sich darüber besorgt.

Digitalisierung hat Priorität, allerdings weniger in Deutschland

Immerhin 41 Prozent der deutschen KMU weisen der Digitalisierung ihres Geschäfts eine hohe Priorität zu. Im internationalen Vergleich ist dies jedoch die niedrigste Rate: Hier geben 45 Prozent der befragten Unternehmen der Digitalisierung eine hohe Priorität. In Spanien sind es sogar 56 Prozent, in Frankreich 49 Prozent.

Deutschland hat geringste Schwierigkeiten mit dem technologischen Wandel

Laut Umfrage haben es deutsche Unternehmen am leichtesten, mit technologischen Veränderungen in ihrem Sektor Schritt zu halten: Nur 16 Prozent der deutschen KMU stimmten der Aussage zu, dass dies schwierig sei, versus 29 Prozent im internationalen Durchschnitt. Die größten Schwierigkeiten sehen Spanien (42 Prozent) und Belgien (41 Prozent).

 


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