Marketing & Vertrieb

Die Prelaunch-Phase: Potentielle Käufer für ein neues Produkt finden


5 Tipps für den Aufbau von Prelaunch-Phasen

  1. Statt eines 30-Seiten Salesletter werden über den Prelaunch-Zeitraum 1-2 mal wöchentlich kleine Broadcast-Email-Häppchen an die eigene Verteilerliste gesendet. Die Salespage, welche aus den Bausteinen Headline, Story, Content, Benefit, Offer, Beweis, Garantie und Call-to-Action besteht wird einfach über 6-8 Wochen aufgeteilt und “Scheibchenweise” per Email versandt – in der selben Reihenfolge wie im Salesletter – von oben nach unten! Das ist der erste ganz wichtige Punkt.
  2. Die Prelaunch-Experten nutzen die großen Emaillisten ihrer Affiliatearmeen, über welche das selbe Email-Prelaunch-Programm versendet wird.
  3. Durch clevere Marketingaktionen werden die potentiellen Kunden im Prelaunch dazu motiviert, die eigenen Freunde, Bekannten, Verwandten, Kollegen und Geschäftspartner einzuladen, da man so zum Beispiel 30% Rabatt bekommt, wenn man das Produkt dann erwirbt. Kauft man es später nicht, kann man den Gutschein beliebig verschenken. Allein solche Aktionen multiplizieren Traffic, Bekanntheit, Leads und Buzz so stark, dass hier der Prelaunch bereits eine Eigendynamik entwickelt. Die User werden dabei immer wieder auf sogenannte Viral-Friend-Generatoren geleitet.
  4. Es empfiehlt sich, eine permanente Verknappung samt “Zeitdruck” zu erzeugt, zum Beispiel durch Timer, Countdowns und verschiedene andere Begrenzungen.
  5. Es sollten im Vorfeld in Form von Videos, Interviews, Screencapture-Aufnahmen, Screenshots etc. die Fragen…
  • Was bekommt man?
  • Wie bekommt man es?
  • Warum dieses Angebot?
  • Was gibt es an Bonus?
  • Wie ist der Preis?
  • Wie ist die Garantie?
  • Wann kann ich es erwerben?

… beantwortet werden. Duch diesen Prelaunch-Content wird somit weiter Bekanntheit aufgebaut, Knappheit erzeugt, es wird Storytelling eingesetzt, Events organisiert, Beweise werden demonstriert, Interaktion angeboten, Vertrauen aufgebaut und Konsistenz aufgezeigt.

Beweise und Beispiele für erfolgreiche Prelaunchs

Die in den Abbildungen dargestellten Webseiten sind einfache 1-seitige Verkaufsseiten, auf welchen teure Informationsprodukte verkauft werden. Der Prelaunch erzeugt bei manchen dieser Beispiele einen Traffic, den normalerweise große Portale, wie WELT, SPIEGEL oder HEISE, nur durch den Einsatz hoher Werbeetats erreichen.

Ich denke, Sie können sich selber ausrechnen, was passiert, wenn Sie solche Trafficmassen für Tage oder Wochen auf Ihrer Verkaufsseite haben, die ein Infoprodukt für zum Beispiel 100, 200 oder 500 € verkauft!

Doch was wirklich bemerkenswert ist, und die Peaks in den Screenshots deutlich zeigen, ist, dass das ganze künstlich erzeugt wird – nämlich durch die Mechanismen eines Prelaunch. Und das bedeutet, es ist replizierbar. Sicherlich nicht in dem Maße im deutschsprachigen Markt, da der deutschsprachige Markt im Internet anfürsich schon wesentlich kleiner ist, aber es ist replizierbar. Schauen Sie sich die folgenden Graphiken genauer an:

Prelaunch Beispiel 1 Butterflymarketing.com

Prelaunch Beispiel 1 Butterflymarketing.com

Prelaunch Beispiel 1 Gurumastermind.com

Prelaunch Beispiel 2 Gurumastermind.com

Prelaunch Beispiel 3 Productlaunchformula.com

Prelaunch Beispiel 3 Productlaunchformula.com

Prelaunch Beispiel 4 Trafficsecrets.com

Prelaunch Beispiel 4 Trafficsecrets.com

Beispiel: Der Prelaunch Email-Prozess

  1. Email: Teaser, Vorfreude, Kurioses zum Start
  2. Email: Was in den kommenden Wochen zu erwarten ist, Ankündigung, Vorfreude aufbauen
  3. Email: Wer alles bereits über das Produkt spricht / schreibt, Beweise
  4. Email: Spy-Vorschau, Geheimes Vorschau-Video, Vorfreude erzeugen, Viralfriendgenerator (VFG)
  5. Email: Offizielle Ankündigung mit Datum & Urzeit, VFG, Vorfreude aufbauen
  6. Email: 3 Produkte werden verlost unter allen VFG Nutzern, die Prelaunch empfehlen
  7. Email: Auszüge Inhaltsverzeichnis + wer alles über Produkt spricht
  8. Email: Veröffentlichung der Gewinner von Email 6 + 5 weitere Produkte verschenken
  9. Email: Fragen zum Produkt beantworten, Reputation steigern, Produktwert demonstrieren
  10. Email: Info, dass z.B. ein tolles Bonuskapitel hinzukommt + weiterer Bonus + Video etc.
  11. Email: Bonus für die ersten Käufer innerhalb 48h vorstellen (mit Video etc.), VFG
  12. Email: Nachweis der Umsatzmöglichkeiten durch das Produkt bzw. Vorteile demonstrieren
  13. Email: Kundenmeinungen von Testern, wer alles über das Produkt spricht, VFG
  14. Email: Noch 24h bis Launch, Top Freebie kommt dazu, Launchvideo veröffentlichen
  15. Email: Noch 8h – komplettes Produkt & Bonus & Freebies aufzählen
  16. Email: Noch 4h – an Bonus erinnern für Besteller in den ersten 48h (weitere Verknappungen erzeugen, z.B. “…nur 500 Stück”)
  17. Email: Noch 1h – Tipps für kurz nach dem Kauf, Ablauf was gleich genau passiert etc.
  18. Email: Launch! Do. 19 Uhr beste Zeit – Call to Action, Handlungsanweisung, Verknappungstrigger
  19. Email: verrückte Stories von nach dem Ansturm, wer alles vom Produkt berichtet / spricht
  20. Email: Noch 24h bis 48h Bonus vorbei, Bonus vorstellen, VFG
  21. Email: Noch 8h bis 48h Bonus vorbei, warum User den Bonus benötigen, VFG
  22. Email: Noch 45 min. bis 24 Bonus vorbei, welche Vorteile durch Bonus, VFG
  23. Email: 100 Verkäufe (oder wieviel auch immer) , 1000 Thanks! – Interview mit 100sten Käufer
  24. Email: Ankündigen, dass in 1 Woche der Preis steigt, Kundenmeinungen, VFG
  25. Email: Fragen zum Produkt beantworten, Reputation steigern, Produktwert aufbauen
  26. Email: in 2 Tagen Preis hoch, Nachweis Umsatzmöglichkeiten bzw. Vorteile, Screencapture
  27. Email: in 4h Preis hoch, Kundenmeinungen, VFG
  28. Email: Verkaufszahlen und Rekorde veröffentlichen + dickes Dankeschön

Die folgende Auflistung zeigt Ihnen exemplarisch, wie die Email-Kommunikation in der Prelaunchphase mit Ihren potentielle Kunden aussehen könnte.

  1. Responder: Danke für Kauf, Downloadlink, Supportlink, etc.
  2. Responder: Downloadlink Ok? Klappt alles? Hilfe notwendig?
  3. Responder: Geld verdienen im Membersbereich (Affiliateprogramm)
  4. Responder: nach Testimonial fragen und dafür Bonus geben
  5. Responder: Wie man welche Werbemittel beim Affiliateprogramm nutzt
  6. Responder: Tipps zum durcharbeiten des Produktes, Tutorials
  7. Responder: Interesse an zukünftiger Joint-Venture Kooperation? Hinweis auf Affiliate
  8. Responder: Häufige Fragen zum Produkt beantworten
  9. Responder: Anwenderberichte, Kundenmeinungen, Testimonials (User im Kauf bestätigen)
  10. Responder: siehe Email-Prelaunch Prozess Email 1 – Start des nächsten Prelaunches…

Tobias  Knoof

Über den Autor Tobias Knoof

Tobias Knoof ist erfolgreicher Internet-Marketer sowie Unternehmer und Gründer verschiedener Internet Start-Ups wie z. B. der Lernplattform Superlearn.de. Er war Traffic Marketing-Manager bei Yopi.de, einem der größten Preisvergleicher im deutschsprachigen Raum, und Initiator zahlreicher Joint-Venture Projekte wie Digitale-Infoprodukte.de. Sein Interesse gilt dem Aufbau und der Entwicklung der Infomarketing-Szene in Deutschland und er beschäftigt sich seit Jahren mit der Erstellung, dem Aufbau und Vertrieb digitaler Informationsprodukte im Internet.

6Kommentare

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  1. 1 Bernhard Vontobel | 2. Februar 2010

    Prelaunch Infomarketer Broadcast Salespage Headline Story Content Benefit Offer Call-to-Action Salesletter Affiliatearmeen Email-Prelaunch-Programm Leads Buzz Viral-Friend-Generatoren Countdowns Screencapture-Aufnahmen Screenshots Peaks Spy-Vorschau Top Freebie und so weiter…..

    Wer so redet und/oder schreibt verdient mein höchstes Misstrauen.

    Freundliche Grüsse
    Bernhard Vontobel

  2. 2 Mario Seibert | 2. Februar 2010

    Hallo Herr Vontobel,

    ich finde das Vokabular jetzt nicht tragisch. Es ist halt eine nicht einfache Materie, die ein wenig Grundwissen bzw. Fachvokabular voraussetzt. Allerdings kann ich gut nachvollziehen, dass es für einen der sich neu mit der MAterie befasst, etwas schieriger wird. Ein Lexikon griffbereit zu haben, könnte da nicht schaden;-)

  3. 3 Nauglamir | 2. Februar 2010

    Naja so unrecht hat Herr Vontobel nicht…

    Diese „Unart“ im Marketing sich für alles einen tollen „Namen“ einfallen zu lassen und Wörter für einfache Dinge zu verwenden wird immer schlimmer. Warum brauche ich ein Lexikon oder Studium diverser „Kunstwörter“?

    Um beim Thema zu bleiben: man schreibt ja seinen potentiellen Kunden auch nicht eine Mail für die er ein „Lexikon“ benötigt um eventuell zu bemerken das man ihm nur etwas verkaufen will…
    Kein Wunder das Kunden, jemand der in dieser Branche tätig ist kaum noch vertraut geschweige denn versteht.

    Ist es denn der Job eines Marketing-Managers Fremdwörter zu studieren oder im Sinne seiner eigentlichen Aufgaben zu arbeiten?

    Der Bericht an sich war interessant,…

  4. 4 Jahn | 5. Februar 2010

    Wer sich in diesem Bereich bewegt und informiert, sollte solche Begriffe kennen. Wenn ich in Indien lebe, sollte ich ja auch indisch verstehen können.

  5. 5 Marketing-Unternehmer | 13. Januar 2011

    Kunstbegriffe? Das sind englische und deutsche Wörter. Ein Kunstwort war dabei, das sich aus dem Englischen ableitet. Und ganz nebenbei: Wozu gibts Google, wenn solche Leute es nicht einsetzen?

  6. 6 Monika K | 21. Juli 2017

    Vielen lieben Dank, für diesen sehr nützlichen Artikel! Es hat mir stundenlange Arbeit erspart! DANKE!