Fassadenarbeiten an UnternehmensgebäudenWie Industriekletterer im Facility-Management eingesetzt werden können

 Industriekletterer müssen nicht nur bei sehr hohen Gebäuden zum Einsatz kommen. Oft reichen schon bauliche Eigenheiten wie nicht zu öffnende Fenster, dass die Arbeiter sich per Seil dorthin bewegen müssen, wo anderweitig nur ein Gerüst oder Kran hinführen würde.

Industriekletterer müssen nicht nur bei sehr hohen Gebäuden zum Einsatz kommen. Oft reichen schon bauliche Eigenheiten wie nicht zu öffnende Fenster, dass die Arbeiter sich per Seil dorthin bewegen müssen, wo anderweitig nur ein Gerüst oder Kran hinführen würde. Bildquelle: fotolia.com © johnmerlin

Hintergrund

Die meisten Firmenzentralen sind mehrstöckige Gebäude und wurden dafür entworfen, nach außen das Unternehmen optisch zu repräsentieren. In der ersten Zeit nach dem Bau tun sie das auch. Allerdings führen Faktoren wie saurer Regen, Straßenschmutz (der mehrere Stockwerke hoch reichen kann) und viele andere Umstände dazu, dass selbst die schönste Firmenzentrale schnell verlottert wirken kann – und das wiederum macht weder auf Partner noch Kunden einen guten Eindruck und kann sich im schlimmsten Fall sogar ebenso negativ auf die Teammoral auswirken. Doch es gibt auch andere Gründe, die Außenarbeiten notwendig machen:

1. Fensterreinigung

Die wohl größte Notwendigkeit ist die Reinigung der Fenster. Und hier entscheidet vor allem die Bauweise das Vorgehen: In ebenerdigen Ladengeschäften und Bürogebäuden, in denen zu öffnende Fenster installiert sind, kommen dafür „normale“ Fensterreiniger zum Einsatz.

Ganz anders sieht es jedoch dann aus, wenn das Unternehmensgebäude zu hoch ist, und die Fenster nicht mehr durch Öffnen von innen gereinigt werden können – das muss kein Büroturm sein, es reicht auch schon ein zehnstöckiger Bau. Ein Gerüst aufzustellen wäre in diesem Fall Overkill, denn es würde nicht nur viel Zeit verschlingen, sondern auch zu hohen Kosten führen – nicht nur der Aufbau muss bezahlt werden, sondern auch die Aufstelldauer. Zudem: Oft genug sind auch gar nicht die Voraussetzungen gegeben, um ein Gerüst aufzustellen.

Effektiver ist es in diesem Fall, Industriekletterer zu engagieren. Einer der größten Anbieter des Landes ist die PIGO-Extremtechnik OHG – und zudem zentral in Hessen beheimatet. Der gewaltige Vorteil solcher Kletterer: Sie kommen mit der bestehenden Infrastruktur aus, es sind keine Installationen notwendig. Das macht diese Arbeiten schnell.

Ein weiterer Vorteil: Hängen die Profis in ihren Geschirren, kann auch in einer Tour der Rest der Firmenzentrale gereinigt und gegebenenfalls auch repariert werden. Selbst bei großen Gebäuden ist auf diese Weise nach wenigen Tagen ein komplettes Facelift machbar – mit allen Vorteilen der Außenwirkung.

2. Werbeflächen

Das Hauptquartier der Deutschen Bahn in Berlin. Wenn an diesem Logo Reinigungen oder Leuchtröhrenwechsel fällig sind, kann kein normaler Elektriker helfen. Bildquelle: pixabay.com (CC0-Lizenz) moerschy

Das Hauptquartier der Deutschen Bahn in Berlin. Wenn an diesem Logo Reinigungen oder Leuchtröhrenwechsel fällig sind, kann kein normaler Elektriker helfen. Bildquelle: pixabay.com (CC0-Lizenz) moerschy

Ähnlich sieht es auch bei Werbeinstallationen aus: Kaum ein Unternehmen, das nicht mindestens durch große Schilder oder Leuchtschriftzüge auf sich aufmerksam machen möchte. Und auch in diesem Fall kommen die gleichen Vor- und Nachteile zwischen Kletterer und anderen Maßnahmen zum Tragen:

  • Die kurze Dauer von Reinigung und Reparatur selbst größter Schriftzüge macht Gerüste unrentabel
  • Auch eine Installation kann meist nicht direkt durch firmeneigene Elektrotechniker durchgeführt werden, wenn diese nicht über eine entsprechende Kletterausbildung verfügen.
  • Sollen kurzeitige Werbemaßnahmen wie Riesen-Poster an der Fassade fixiert werden, rentiert sich ein Gerüst ebenfalls nicht – und ein Kran kann hingegen nur bis auf eine bestimmte Höhe reichen und benötigt feste Untergründe.

Unter dem Strich bedeutet das: Auch bei Werbemaßnahmen können Kletterer die kostengünstigste Variante sein. Vor allem kommt hier eine Eigenheit dieser Berufsgruppe zum Tragen: Viele Kletterer haben einen bestimmten Handwerksberuf erlernt und das Arbeiten am Seil erst danach. Sie haben also keine Kenntnis- oder Fähigkeitsnachteile gegenüber „normalen“ Elektrotechnikern oder Bauspezialisten wie Maurern und Stuckateuren.

3. Sturmschäden

Ganz besonders große Vorteile für Firmen hat diese Berufsgruppe nach Stürmen, Hagel und anderen Wetterextremen: Wie erst vor kurzem im gesamten Bundesgebiet zu sehen, häufen sich Extremwetterlagen. Und dann sind Industriekletterer oftmals sogar die allerletzte Möglichkeit, zu retten, was zu retten ist:

  • Tritt in einem Gebiet ein Unwetter auf, summieren sich die Schäden. Das bedeutet, „normale“ Handwerker wie beispielsweise Dachdecker sind schlicht schon mit der Reparatur der ganzen Gebäudeschäden an Wohnhäusern eingedeckt – schließlich sind diese schneller zu beheben, als bei einem großen Firmengebäude.
  • Kommen noch andere Faktoren wie Starkregen und die damit einhergehenden Überflutungen hinzu, sind Straßen oftmals für schwer mit Gerüsten beladene LKW oder tonnenschwere Autokrane schlichtweg nicht mehr passierbar oder der Boden so aufgeweicht, dass diese Geräte nicht mehr aufgestellt und sicher betrieben werden können.

Industriekletterer benötigen jedoch weder große Transporter noch tragende Untergründe. Ihre Anreise erfolgt mit kleinen Fahrzeugen. Zudem sind keine langwierigen Vorarbeiten erforderlich. Es kann direkt mit den Reparaturen begonnen werden. Dieser kritische Zeitfaktor ist es auch, der hilft Produktionsausfälle zu vermeiden oder gar Folgeschäden, die durch ein abgedecktes Dach der Werkshalle eines Unternehmens auftreten können.

4. Betriebsabläufe

Ein Parkhaus-Turm in Wolfsburg. Hier im Schadensfall ein Gerüst aufzustellen wäre nicht nur schwierig, sondern auch unmöglich ohne Störung des Betriebsablaufs möchlich. Bildquelle: pixabay.com (CC0-Lizenz) Bilderandi

Ein Parkhaus-Turm in Wolfsburg. Hier im Schadensfall ein Gerüst aufzustellen wäre nicht nur schwierig, sondern auch unmöglich ohne Störung des Betriebsablaufs möchlich. Bildquelle: pixabay.com (CC0-Lizenz) Bilderandi

Und dieser letzte Punkt kommt auch bei praktisch allen anderen Höhenarbeiten zum Tragen, die normalerweise für Stillstand im Unternehmen sorgen würden: Reparaturen, Austausch von sicherheitsrelevanten Bauteilen… wenn diese innerhalb von hohen Betriebsgebäuden geschehen müssen, müsste beim Einsatz von Gerüsten oder Kranwagen zumindest dieser Bereich stillgelegt werden. Je nach Verkettung könnte das gar einen generellen Produktionsstopp verursachen – und dementsprechende Terminschwierigkeiten, von den Umsatzeinbußen ganz zu schweigen.

In diesem Sinne kann auch bei diesen Arbeiten die Prüfung eines Industriekletterer-Einsatzes von Vorteil für das ganze Unternehmen sein. Zumindest aber dabei helfen, die Ausfallkosten durch Vermeidung von Aufbauzeiten niedrig zu halten.

Fazit

Es gibt unterschiedlichste Gründe, warum in Firmen etwas in großen Höhen gereinigt, saniert und optimiert werden muss. In vielen Fällen sind hier reguläre Gerüste oder Kräne das Mittel der Wahl, insbesondere bei sehr hohen Gewichten. Besonders aber, wenn es um zeitkritische Faktoren und das Vermeiden von zusätzlichen Kosten geht, sollten Entscheider immer im Hinterkopf behalten, dass praktisch jede Arbeit, die auch ein normaler Handwerker mit seinen Händen ausführen kann, von Industriekletterern besorgt werden kann.


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