AltersvorsorgeWarum sich Riestern für Mitarbeiter lohnt

Die Riester-Rente kommt aus der Diskussion nicht heraus. Immer wieder gerät sie in die Kritik, hauptsächlich aufgrund der als zu hoch angesehenen Verwaltungskosten. Tatsächlich haben es Versicherungsgesellschaften in der Vergangenheit fertiggebracht, dass die Verwaltungskosten die Förderung aufgefressen haben. Unstrittig ist aber, dass zum einen die gesetzliche Rentenversicherung für die Altersvorsorge zu lückenhaft ist, zum anderen die staatlichen Anreize bei Riester hoch interessant sind.

Alternativen zu Versicherungen

Auch wenn es der Versicherungsbranche nicht gefällt, Riester ist auf viele Arten möglich, die teilweise deutlich lukrativer sind. Wohnriester hat sich als der Liebling der Riestersparer etabliert, bietet es gerade jungen Familien einen optimalen Einstieg in die Baufinanzierung. Für ältere Arbeitnehmer lohnt eine Riesterlösung auf Versicherungsbasis überhaupt nicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie auf die staatliche Förderung verzichten müssen. Banksparpläne werden zwar nicht besonders aktiv beworben, haben sich aber immer wieder als echte Alternative präsentiert. Für jüngere Arbeitnehmer bieten sich Fondssparpläne an. Hier spielt allerdings die Kostenfrage eine entscheidende Rolle. Wer sich für einen solchen Sparplan entscheidet, sollte vorher genau die Konditionen der Broker vergleichen, beispielsweise über das Portal brokervergleich.net.

Als Arbeitgeber bei der bAV mitsparen

Eine Alternative zur staatlich geförderten privaten Vorsorge stellt die betriebliche Altersvorsorge dar. In der einfachsten Version nach § 3.63 EStG kann diese wahlweise arbeitnehmer- oder arbeitgeberfinanziert oder unter Beteiligung beider eingerichtet werden. Selbst die arbeitnehmerfinanzierte Variante ermöglicht es, dem Arbeitgeber zu sparen. Da die Finanzierung der bAV aus dem Brutto erfolgt, mindert sie das sozialversicherungspflichtige und steuerpflichtige Einkommen. Für den Arbeitgeber bedeutet dies eine Senkung des Arbeitgeberanteils bei der Sozialversicherung. Beteiligt er sich an der Finanzierung, fallen die anteiligen Versicherungsbeiträge unter die steuerlich abzugsfähigen Personalkosten. Für Arbeitgeber besteht im Übrigen eine Informationspflicht zur betrieblichen Altersvorsorge gegenüber den Arbeitnehmern.

Kommt er dieser Pflicht nicht nach, kann ihn der Arbeitnehmer zur Nachzahlung entgangener Steuervorteile in Regress nehmen. Entscheidet sich der Arbeitnehmer gegen eine betriebliche Altersvorsorge, bewegt sich der Arbeitgeber nur auf der rechtssicheren Seite, wenn die Ablehnung schriftlich protokolliert und vom Arbeitnehmer gegengezeichnet wurde. Finanziert der Arbeitnehmer die bAV über die vermögenswirksamen Leistungen, wie in einigen Tarifverträgen für die VL-Zahlung bereits vorgeschrieben, ermöglicht dies die höchste Rendite. Teilweise, natürlich einkommensabhängig, erhöht sich das Nettoeinkommen trotz einer höheren Sparleistung. Varianten zur Altersvorsorge, gleich ob Riester oder betrieblichen Altersvorsorge, gibt es genug, die Arbeitnehmer sollten sie nutzen.


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