UnternehmensstrukturWie Sie flache Hierarchien im Unternehmen einführen

Eine Politik des Vertrauens und der Kollegialität ist eine wichtige Grundvoraussetzung bei der Einführung flacher Hierarchien.

Eine Politik des Vertrauens und der Kollegialität ist eine wichtige Grundvoraussetzung bei der Einführung flacher Hierarchien. Foto: Depositphoto.com

Das Unternehmen Google im Silicon Valley in Kalifornieren praktiziert es bereits: Flache Hierarchien gehören dort zum Alltag. Auch andere Unternehmen im Silicon Valley haben sich die Politik der flachen Hierarchien auf ihre Fahnen geschrieben. In Deutschland ist diese Idee noch nicht ganz in den Unternehmen angekommen.

Viele Beschäftigte beklagen sich, dass es noch zu wenig flache Hierarchien gibt. Vor allen Dingen in großen Firmen sieht es mit der Einführung dieses Vorhabens noch nicht sehr weit aus. In einigen Unternehmen, die eher kleiner sind, wie z.B. Agenturen, gibt es teilweise bereits flache Hierarchien. So exestiert dort zwar ein Geschäftsführer, aber so ist z.B. oft kein Abteilungs- oder Gruppenleiter in der Zwischenebene eingesetzt.

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Eine flache Hierachie charakterisiert sich durch eine verschlankte Unternehmensstruktur mit weniger Führungsebenen zwischen oberstem Chef und Vorarbeiter als in herkömmlichen, bürokratisch organisierten Unternehmen.

Die Vorteile flacher Hierarchien liegen darin, dass Unternehmen schneller reagieren können und anpassungsfähiger sind. Insbesondere ist dies in einem schnellebigen Umfeld von großer Wichtigkeit. Flache Hierarchien können das Ergebnis von Verschlankung sein.

Wer im Job mehr Verantwortung und Eigeninitiative möchte, für den sind Unternehmen mit flachen Hierarchien ein geeignetes Arbeitsumfeld. Hier haben die Mitarbeiter mehr Freiheiten, unterliegen weniger Regeln und entscheiden selbständig über Arbeitsabläufe. Neben einer größeren Flexibilität eines jeden Beschäftigten heißt das aber auch gleichzeitig mehr Verantwortung zu übernehmen und Verantwortung muss gelernt sein.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch eine Politik des Vertrauens und der Kollegialität. Die Vorteile von flachen Hierarchien sind, dass die Unternehmen anpassungsfähiger sind und schneller reagieren können. Manchmal allerdings wird eine flache Hierarchie auch inoffiziell geschaffen: Dadurch, dass der Vorgesetzte im Umgang mit den Arbeitnehmern weniger autoritär ist und ihnen mehr Mitspracherecht und Entscheidungsbefugnis gewährt.

Vier Tipps für einen „verträglichen“ Hierarchie-Abbau

Die folgenden vier Tipps, angelehnt an eine Umfrage von monster.de, zeigen die Möglichkeiten des verträglichen Hierarchie-Abbaus auf.

1. Für einen Alles-Entscheider ist die Welt zu komplex geworden

Geschäftsprozesse in allen Bereichen werden immer schneller, komplizierter und digitaler. Kein Chef der Welt ist in der Lage alle diese Neuerungen zu berücksichtigen. Ein funktionierendes Team meistert solche Herausforderungen mit der Expertise von vielen. Wer die bestehenden Potenziale nutzt, profitiert von den daraus entstehenden Synergien!

2. Eine Vorschlags-Kultur aufbauen

Ein „Briefkasten“ für Ideen- und Vorschläge oder regelmäßige Brainstormings, bei denen bestehende Abläufe hinterfragt werden, zeigen den Mitarbeitern, dass ihre Ideen ernst genommen werden – und zwar auf jeder Ebene. Dadurch werden starre Hierarchien gelockert und die Mitarbeiter motiviert und ihre Erfahrungen genutzt.

3. Jeder Mitarbeiter kann Verantwortung übernehmen

Elementar bei der Auflösung starrer Hierarchien ist die Verteilung von Verantwortung – und das ist in absolut jedem Bereich machbar. Die Einführung einer solchen Mentalität zeigt, dass die Arbeit der Mitarbeiter geschätzt wird und sie ein wichtiger Teil des Unternehmens sind.

4. Die richtige Mischung macht es aus

Die Entwicklung neuer Ideen benötigt Freiraum und Kreativität. Die Umsetzung dieser Innovationen erfordert dann aber eine detaillierte Planung mit klaren Entscheidungen. Gewisse Hierarchien haben also durchaus ihre Berechtigung. Die richtige Mischung hängt dabei vom jeweiligen Projekt ab – und muss vom Chef bestimmt werden, der aber durchaus gut beraten ist, die Mitarbeiter schon im Vorfeld in die Planung miteinzubeziehen.


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