Karriere

Mobbing am Arbeitsplatz – Was tun, wenn der Chef mobbt?


Ursachen von Mobbing

Bevorzugt mobben Chefs Arbeitnehmer zwischen 50 und 65 Jahren. Ihnen sind die „älteren“ Arbeitnehmer ein Dorn im Auge, weil sie mehr verdienen als die jüngeren. Sie werfen ihnen mangelnde Fachkenntnisse und zu langsames Arbeiten vor. Auch neue Vorgesetzte, die Angst vor erfahrenen Mitarbeitern haben, versuchen sie weg zu mobben. Kaum zu glauben aber wahr: Beliebte Mobbing Orte sind der soziale und der öffentliche Dienst.

Als Faustregel gilt: Je schwächer die Führungskraft ist, desto mehr Mobbing-Situationen sind die Mitarbeiter ausgesetzt, wobei die Beleidigungen gegenüber dem Mitarbeiter meist unter vier Augen ausgesprochen werden. Kennzeichnend für Mobbing ist eine konfliktbeladene Situation, die über längere Zeit andauert. Das heißt, man kann von Mobbing reden, wenn man nicht nur einmalig sondern über Wochen hinweg Beleidigungen ausgesetzt ist.

Die Folgen von Mobbing

Mobbing kann oft schlimme Folgen haben: Betroffene reagieren unfreundlich oder aggressiv auf ihre Umwelt, oder sie sinken ganz in sich zusammen und reden wenig. Selbstzweifel kommen in ihnen auf, sie sind unkonzentriert und ihnen unterlaufen Fehler, die ihnen vorher nicht passiert sind. Es geht soweit, dass diese Situationen Migräne, Herzrhythmusstörungen und sogar Depressionen bis hin zu Selbstmordversuchen auslösen.

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Viele Hausärzte sind sich des Problems bewusst und zögern nicht lange, Betroffene krank zu schreiben. Allein schon, weil die Folgeerkrankungen auf Dauer große finanzielle Belastungen für die Krankenkassen werden könnten. Mittlerweile gibt es Mobbing Kliniken, die sich auf Leute mit diesen Krankheitssymptomen spezialisiert haben.

Maßnahmen: Was tun als Mobbing Opfer?

1. Suchen Sie das Gepräch

Zu Beginn sollte man mit dem Vorgesetzten, von dem das Mobbing ausgeht, sprechen. Wichtig ist dabei zu signalisieren, dass man gerne in die Arbeit geht und einem der Job Spaß macht. Allerdings wünsche man sich eine konfliktfreie Zusammenarbeit, die momentan aber nicht gegeben sei. Wenn dem Chef etwas an einem missfalle, solle er sagen, was. Dadurch wird der Führungskraft eine konkrete Frage gestellt, die er jetzt konkret beantworten muss.

2. Informieren Sie den Betriebsrat

Mobbing Opfer sollten den Betriebsrat, wenn vorhanden, informieren. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Viele Betriebsräte wollen nur ihren Arbeitsplatz sichern und sind tendenziell eher arbeitgeberfreundlich.

3. Suchen Sie eine Mobbing-Beratungsstelle auf

Bereits zu Beginn des Konfliktes sollte eine Mobbing Beratungsstelle aufgesucht werden. Einige von ihnen sind sogar kostenlos. Betroffene können hier mit einem Psychologen sprechen. Es werden Supervisionen oder Mediationen mit dem Betroffenen und dem Vorgesetzten angeboten, die von beiden Seiten gerne angenommen werden. Die Mobbing Beratungsstellen arbeiten mit Anwälten zusammen, an die man sich im fortgeschrittenem Stadium wenden kann und die mit Rechtshilfe Beistand leisten.

4. Informieren Sie über Ihre Schritte

Generell sollte man der Führungskraft Bescheid sagen, dass man zur Mobbing-Beratungsstelle geht. Damit zeigt man dem Chef, dass man nicht ganz so hilflos ist, wie er es sich wünscht.

Kleine Schritte gegen das Mobbing

Wichtig in Mobbing-Situationen sind auch die kleinen Schritte, die Betroffene machen können. Dazu zählen:

  • Tagebuch über Mobbing führen: Vor Gericht könnte es brauchbar sein.
  • Sich wehren: Bei Beleidigungen des Chefs versuchen, „schlagfertig“ zu antworten und nicht alles einfach hinnehmen.
  • Aktiv werden: Die Freizeit nicht grübelnd auf dem Sofa verbringen, sondern Sport treiben, in die Natur gehen und sich mit Leuten treffen, zu denen man Vertrauen hat.

Carolin Fischer

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Inhaberin der Agentur Text & PR Fischer. Sie ist spezialisiert auf die Erstellung redaktioneller Inhalte sowie auf die Konzeption und Realisierung von PR-Strategien.

20Kommentare

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  1. 1 Klaus-Dieter May | 19. Februar 2010

    Gute Beitrag.

    Allerding würde ich raten, nicht sofort den Vorwurf Mobbing zu erheben. Das Wort “Mobbing” ist zu einem Reizwort geworden. Wird dieser Vorwurf sofort erhoben, kann eine Konfliktlösung schwieriger werden. Daher setzen Sie zunächst bei aufkommenden Mobbing oder Bossing auf Deeskalation.

    MfG
    Klaus-Dieter May
    EINLADUNG zur Mitmach-Aktion „Pro Fairness gegen Mobbing“ :
    http://www.mobbingweb.de

  2. 2 Nathalie Brede | 23. Februar 2010

    Hallo Frau Fischer,

    schön, dass Sie über unser Buch berichten und so das Thema Mobbing in den Focus rücken. Es muss viel getan werden und Information ist der beste Anfang.

    Herr May hat recht, wenn er schreibt, dass man als Betroffene/r nicht sofort den Mobbingvorwurf erheben sollte. Aber man sollte sich informieren und wissen, was man tun kann. Etwas zu tun bedeutet nicht automatisch auf Konfrontationskurs zu gehen.

    Noch besser wäre es, wenn Mobbing seltener vorkäme, wofür in einigen Bereichen ein Umdenken erforderlich ist.

    Wünsche allen Lesern alles Gute!

    Viele Grüße aus Wiesbaden
    Nathalie Brede
    Rechtsanwältin, Referentin, Autorin

    http://www.kanzlei-brede.de

  3. 3 Mark G. | 24. Februar 2010

    Obwohl das Thema Mobbing anscheinend ja allgegenwärtig ist und viele Menschen im Berufsleben betrifft, verwundert es mich, dass dies noch keine Amokläufe zur Folge mitsich gebracht hat.

    Mobbing am Arbeitsplatz ist letztlich das selbe wie Mobbing in der Schule. Sind die Menschen denn im Berufsleben so viel gestärkter, dass sie vernünftiger mit der Situation umgehen können? Nicht, dass ich mir einen Amoklauf herbeiwünsche, aber komisch ist es doch wirklich, dass da noch keiner durchgedreht ist vor lauter Mobbing. Oder, wie seht Ihr das?

    Grüße
    Mark

  4. 4 P | 3. März 2010

    Mobbing funktioniert hervorragend. Die Opfer sind am Boden und können sich kaum wehren- viele sind dann bereits in ärztlicher Behandlung. Die Arbeitgeber überfordert, unfähig – fällen meist Entscheidung die den Opfern- den „Rest“ geben. Ich persönlich habe dieses durchlebt- Ohnmacht, Hilflosigkeit, Wut und Enttäuschung- – ich erlebe – dass die mich vor zwei Jahren moppende Person – jetzt mit einem anderen Kollegin – eine ehemalige Kollegin gemoppt hat und diese jetzt in psychischer Behandlung ist- und das allerbester dabei- der Arbeitgeber hat die Kollegin in Abwesenheit- (Krankheit durch „mobbing“) versetzt…………
    – und ich bin völlig am Boden- bei soviel Ungerechtigkeit und soviel Kaltschnäuzigkeit von seiten des Arbeitgebers……..

    Herzlich Grüße P

  5. 5 GWD | 22. April 2010

    So lange die Menschen die Gerichte nicht in Anspruch nehmen können,weil diese im Sinne einer Erhaltung von Beschäftigung auf Seiten der Mobber stehen, so lange haben die Mobber Oberwasser.

    So lange die Verantwortlichen das Ganze unter den Teppich kehren können und behaupten, Mobbing gibt es nicht, so lange haben die Mobber Oberwasser. Hier fehlt eine ausdrückliche Anspruchsgrundlage aus der das Recht auf Aufklärung für die Opfer herleitbar ist.
    Mord wird 30 Jahre verfolgt, Mobbing – Mord auf Raten??

    Bezeichnend finde ich, dass hier steht die Betriebsräte machen da mit. Das stimmt 1000 %. Gute Betriebsräte sind rar!

    So lange die Menschen nicht jeden Fall von Mobbing öffentlich machen, werden weiterhin viele daran erkranken und eingehen.

    Ich bin seit Monaten ohne Beschäftigung zu Hause, werde weiterhin bezahlt als wenn nichts wäre. Integrationsamt und Betriebsrat interessiert das nicht. Es passiert nichts, obwohl der Arbeitgeber bereits schriftlich zugegeben hat, dass Mobbing vorliegt. Es wird einfach weiter gemacht. Oder ist diese Ausgrenzung kein Mobbing? Zuzusehen wie andere zur Arbeit gehen dürfen, macht einen richtig fertig!! Antwort: Sei doch froh, du bekommst dein Geld, du hast wenigstens einen Job.

    YES – und was für einen.

  6. 6 M.E. | 6. Juli 2010

    Ich wünsche mir morgen früh aufzuwachen und alles war nur ein Albtraum.
    War gestern bei einem Anwalt und habe mir Rechtsbeistand genommen nach 4 langen Jahren mobbing durch eine Vorgesetzte.
    Ich hoffe das ich die Kraft noch aufbringe das durchzustehen.

    M.

  7. 7 Tina | 14. Oktober 2010

    Zu Kommentar 3:
    Damals war meine gesamte Arbeitsgruppe Bossing ausgesetzt.
    Ich als Stellvertr.Leitung war zuerst an der Reihe.
    Das Schlimme an solchen Sachen:
    Man hat keine Chance. Die nächst höheren Vorgesetzten waren informiert, stellten sich hinter die Gruppenleitung (GL)und bezichtigten uns 6 Mitarbeiter, wir würden die GL mobben.
    Hat Jahre angedauert.
    Hätten in Berlin damals keine Bezirksamtsfusionen stattgefunden, so dass diese GL dann doch das Feld räumen musste:
    Kurz gesagt: wenn Dir alles egal wird, und Du keinen Ausweg siehst … ich stand kurz vor einem Mord oder Amoklauf.

    Die meisten sind so fertig, die bringen sich dann „nur selber um“.

    Und jahrelanger Terror hinterläßt auf Dauer Spuren.

  8. 8 H.Scheffler | 7. Februar 2011

    Hallo!
    Ich und meine Kollegin sind in einer sehr misslichen Lage.
    Über Jahre hat man uns ignoriert und niemand wollte mit unseren Problemen etwas zu tun haben.Wir mußten alles selbst organisieren und uns selbst kümmern.
    Inzwischen versucht man unseren Arbeitsplatz dicht zu machen.
    Vor dem Bürgermeißter wird so getan als würde man alles für unseren Arbeitslatz tun und in Wirklichkeit wird alles dagegen getan.Kosten absichtlich in die Höhe geschraubt.Wir haben das wohl nicht wirklich wahr haben wollen und haben weiterhin immer für unseren Job gekämpft und Racheakte mit denen man uns Strafen wollte zu unseren Gunsten und für unseren Job positiv wandeln können und bewiesen das wir arbeiten wollen und vieles machbar ist…wenn man wirklich will.Dafür haben wir bereits viel private Zeit geopfert im wissen und Vorderung unserer Vorgesetzten.
    Nun versucht man uns mit getürckten Dingen aus dem Job zu bekommen und wir haben keinerlei Beweise für das Gegenteil.
    Wir sind völlig machtlos und wissen nicht mehr weiter.
    Es gab Dienstanweisungen die rechtswiedrig waren und wir uns nicht immer getraut haben etwas zu sagen. Nun sollen wir Lügenberichte unterschreiben um diese vor Ärger zu bewahren.Zugleich verschwinden Verträge die wir abgegeben haben wie es vorgeschrieben ist und es will nun niemand von diesen Dingen etwas gewußt haben.Nun sieht es so aus als wolle man uns wegen Unterschlagung den Job kündigen.
    Was soll oder was kann ich jetzt noch tun?
    Wir sind nach den ersten Vorfällen in die Gewerkschaft eingetreten.Allerdings sind unsere Vorgesetzten mit denen wir diese Probleme haben einmal im Personalrat und der gesetzliche Vertreter der Gewerkschaft für uns und zudem trotzdem unser Chef.Alles was bisher bei der Gewerkschaft angesprochen wurde wußte unser Chef sofort und machte sich bereits darüber lustig.
    Wir wissen nicht mehr weiter.Was können wir noch tun um unseren Job zu retten?
    Vielen Dank…mit verzweifelten Grüßen
    H.S.

  9. 9 Peter | 17. April 2011

    ich selber bin durch mobbing psychisch krank geworden, depressionen, suizid versuche, chron. schmerzen (fibromyalgie), darf jetzt tägl. 14 tabletten futtern, damit ich noch einigermassen arbeitsfähig bin, arbeite jetzt an einem behinderten arbeitsplatz für 700 euro im monat. Hilfe gibts angeblich ja überall, doch die tatsachen sind, du stehst alleine da. wenn du kündigst wirst du von der bundesagentur gesperrt, und von deren mitarbeiter auf das übelste gegängelt, “ stellen sie sich nicht so an!!“ jetzt arbeite ich in einem sogenantem reha-unternehmen, dort sollen leute wie ich wieder fit für den arbeitsmarkt gemacht werden, tatsache: dort wird auf das übelste gemobt, wir werden gezwungen christliche lieder zu singen (christliche einrichtung) wir sind billige arbeitskräfte an denen man sich bereichert. ich habe alles durch gemacht, meine meinung: alles geheuchelt, du wirst verheitzt, wenn du nicht mehr kannst weg mit dir, dann kommt der nächste, im grunde fehlen nur die braunen uniformen,das ist die realität in deutschland

  10. 10 Depri | 13. Mai 2011

    Hallo,

    in der Exfirma wurden mehrere Mitarbeiter einer Abteilung von ihrem Chef zur Kündigung genötigt. In Gesprächen wurde seitens des Chef Drohungen der Art „den X habe ich in Ruhe gelassen und gesagt dafür kündigt du“ was mach ich jetzt mit dir?“

    Drei Kollegen haben gekündigt
    Ein Kollegen war mehr als ein Jahr krank und in REHA

    Der Betriebsrat hat nichts unternommen.
    Die Personalabteilung auch nicht.

    Der betroffene Chef ist nicht zur Verantwortung gezogen worden.

    Es handelt sich um den öffentlichen Dienst – München.

    Schade eigentlich.

  11. 11 w. | 10. August 2011

    ich bin selbst Betroffener von sog.Bossing. Nach einem Klinkaufenthalt wegen Burnout kam ich an meine Arbeitsplatz zurück und erfuhr, dass meine Stelle schon intern nachbesetzt war. Eine Umsetzung innerhalb unserer Klinik wäre mit einem Gehaltsverlust von ca. 1000 € verbunden, was ich natürlich ablehnte. Mir wurde darauf gedroht mit der Frage, was ich meinen würde wer den größeren Schaden in dieser Angelegenheit davon tragen würde.
    Ich wurde kaltgestellt und kann als ehem. ltd Mitarbeiter nur zusehen, wie man meine Reputation vor den Mitarbeitern kaputt macht. Der Hintergrund scheint eindeutig darin zu liegen Personalkosten einzusparen. Ich hoff, mein Anwalt kann mir in dieser mißlichen Situation zur Seite stehen, denn langsam bin ich wieder auf dem Weg ins Burout und die Depression von der ich hoffte, mich erholt zu haben. Leider war das sicher ein Trugschluss und mit fast 59 Jahren stehe ich bald vor dem Aus. Ich weiß nicht wie ich diese Situation bewältigen soll

  12. 12 Laura H. | 28. September 2011

    Ich habe mehrere Jahre gut gearbeitet und sogar sittenwidrige Bezahlung hingenommen und werde jetzt gemobbt weil ich mich beschwert habe über die Arbeitsbedingungen und über die Ungleichbehandlung , die hier stattfanden. Was hier abkäuft, glaubt kein Aussenstehender denn es handelt sich um ein deutschlandweites Unternehmen, was Fillialen an jeder Ecke hat.
    Ich wurde ohne Begründung von der Arbeit suspendiert danach und mir wurde offen gesagt, dass man mich dort nun nicht mehr sehen möchte. Das Arbeiten dort ist mir also absichtlich praktisch unmöglich gemacht. Das nicht mal will man bezahlen, was natürlich gesetzlich vorgeschrieben ist, wenn sie freiwillig meine Arbeitsleistung nicht annehmen in ungekündigter Position.
    Rausekeln kann man immer Jemanden.
    Auch nutzt es gar nichts, sich an höhere Stellen zu wenden, denn oft geht ja sogar die Anweisung gerade von da aus unliebsame Arbeitnehmer wegzumobbem. So war das auch bei mir. Wer seine Rechte einfordert oder nachfragt, den wollen sie sofort loswerden. Die Gewerkschaft ( einen Betriebsrat gibts komischerweise in kaum einer der Fillialen.. interessert das nicht mal groß, wissen von derlei zur Genüge, denn es ist überall das selbe in der Branche hier und sie tolerieren es und sehen zu, raten zum Anwalt und das wars dann an “ Unterstützung“ )
    Gekündigt bin ich nicht weil sie mir nichts vorwerfen können und mir eine Abfindung zustände. Deshalb versucht man meinen Ruf bei den Kollegen nun zu zerstören, einen Keil zwischen uns zu treiben und mich soweit zu bringen, dass ich selbst kündige.
    Auch ich – eigentlich selstbewusst- bin inzwischen mit den Nerven kaputt und krank .

  13. 13 ichhaltedurch | 10. November 2011

    Ich fühle mich auch in der Arbeit gemobbt, aber ich rede mir ein das es mich nicht stört und nicht ärgert. Ich werde es durchhalten und ignorieren weil wenn es mir nichts ausmacht haben ich am ende gewonnen.

  14. 14 Logistiker | 10. Dezember 2011

    Ich habe das alles auch, er nörgelt und nörgelt, er sucht und sucht, er stellt Behauptungen auf die nicht stimmen so und auch anderst nicht. Er tut immer als sei er der größte Menschenfreund und er sei immer das Opfer durch mich.
    Anwaltlich sieht es sehr schlecht aus, ich kann die Vorfälle die ich niedergeschrieben habe überhaupt nicht verwenden zusätzlich ist er ehrenamtlich am Arbeitsgericht als Sachverständiger tätig.
    Der ganze Betrieb ist davon betroffen, jedoch glaube ich auf mich hat er es besonders abgesehen.
    Von anderen lässt er sich auch mal was sagen, bei mir geht das in ein geschrei und getobe über.

  15. 15 Schlaflos | 3. Januar 2012

    Hallo,
    stehe gerade am Anfang des gemobbt werdens.
    Bin 50 und seit 15 Jahren in der Firma , meinem Chef langsam wohl zu teuer.
    Er führt seit langem schon den „Alte raus und neue billiger rein“ – Feldzug.
    Leider haben wir keinen Betriebsrat, niemanden der helfen könnte.
    Fast alle Mitarbeiter sind dermaßen eingeschüchtert, das jeder gegen jeden spitzelt, nur um von der momentanen Abschußliste zu kommen.
    Der Chef als Obermobber und keinen Betriebsrat- eine Albtraum-situation.
    Eine Frage der Zeit, wann er am Ziel ankommt..

  16. 16 Nina | 6. Januar 2012

    Mir fehlen die Worte für das, was ich gerade erlebe. Es ist fast lächerlich, dennoch hat es mich bisher sehr „toughe“ Frau, die so schnell nichts umhauen kann, gesundheitlich stark angegriffen.Ich bin nur noch ein Häufchen Elend, leide unter massiven Problemen mit dem Magen, dabei war das nie eine Schwachstelle. Ich bin momentan am Ende, zittere, heule unmotiviert los und bin kaum wieder zu erkennen. Ich mutiere auch privat zu einem Monster, das ich gar nicht bin. Ich erlebe eine tägliche Stimmung zwischen völligem Aufgewühltsein und Überdrehtheit und auf der anderen Seite totale Lethargie und Schwarzmalerei – und das mir Optimistin! Ich kann nicht mehr wie früher souverän auf meine pubertierenden Kinder eingehen, ich meckere ständig nur noch. Zum Job: ich bin Assistentin des Geschäftsführers eines angesagten inhabergeführten Unternehmens. Der bereits ältere GF ist meiner Beobachtung nach in den letzten Monaten an einer Form an Demenz erkrankt und merkt es selbst auch. Er kann sich an viele Dinge, die er selbst gestern noch angewiesen hat, nicht erinnern. Er reagiert extrem aggressiv und läßt seine Wut an allen Mitarbeitern aus, die erst in den letzten Jahren ins Unternehmen eingestiegen sind. Viele haben bereits gekündigt, weil sie es nicht mehr ertragen konnten. Das gültige Arbeitsrecht wird bei Betreten der Firma am Eingang abgegeben, hier herrschen andere Regeln. Die Mitarbeiter werden ausgebeutet, ebenso die Aushilfen. Kein Anspruch auf Urlaub etc.(Aushilfen), Resturlaub verfällt am 31.12., Überstunden werden bei den Meisten nicht ausgezahlt, Direktversichung mit Entgeltumwandlung werden abgelehnt, Urlaubstage während einer Krankschreibung nicht gut geschrieben usw. Ein bestender Betriebsrat wurde zerschlagen, da der GF mächtig ist und gute Kontakte hat. Verdi schreibt regelmäßig, aber die Schreiben werden einfach nur abgeheftet, die Leute, um die es geht, seien sowieso nur asoziales Pack ( so der GF). Die zweite Assistentin, die ein Büro mit mir teilt, ist seit über 20 Jahren dabei und meckert ständig über den Chef. Aber sie hat erkannt, dass sie mit ihrer verlogenen Art punkten kann, und so umgarnt sie den Chef und schiebt ihre Fehler auf mich ab. Meine Rechtfertigungen und Beweise interessieren den GF in keinster Weise, mir wird das Wort entzogen. Fast alle meine Vorgängerinnen sind krank geworden und haben gekündigt. Wie oft musste ich mir anhören, ich sei eines Geschäftsleitungssekretariats nicht würdig, ich sei durch meine Familie überlastet usw. Tatsache ist, meine Kollegin arbeitet nur 3 halbe Tage pro Woche und übernimmt Aufträge, die ich nicht gutheiße. Sie spioniert im Auftrag Mitarbeitern hinterher, ruft sogar bei Ärzten an, um heraus zu finden, ob Termine der Mitarbeitervauch außerhalb der Arbeitszeit möglich gewesen wären, benutzt ihren Ehemann (Bankangestellter) um weitere Kontaktdaten bestimmter Personen zu erhalten. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, denn solche Zustände habe ich noch niemals erlebt. Und ich hoffe, ich mache denjenigen Mut, die mit ihrer eigenen Situation völlig verzweifelt sind, denn man kann dem Chef die Stirn bieten: als es vor Weihnachten mal wieder zu dem Gespräch unter 6 Augen kam (der GF ist feige und braucht immer einen Fürsprecher bei Personalgespächen), und er mir sagte, wie unwürdig ich sei, stellte ich mir während seiner 30 minütigen Schimpftirade, die unter die Gürtellinie ging, etwas Lustiges vor, ich schaltete total ab, um nicht losheulen zu müssen. Dummerweise fing ich dabei an zu grinsen. Das brachte ihn auf die Palme. Abschliessend bemerkrte ich ganz sachlich, dass er mir wohl kündigen müsse, wenn er so unzufrieden mit mir sei. Damit hatte er nicht gerechnet, auch meine Halbtagskollegin wurde sehr unruhig, denn sie wollte ja nun nicht schin wieder- wie beim Weggang meiner Vorgängerin- auf ganztags umsteigen. Plötzlich war das Gespräch beendet und ich hatte vorerst meine Ruhe. Der GF suchte sich das nächste Opfer ( diesmal aus dem Management) und setzte der armen Frau nach exakt dem gleichen Schema derart zu, dass sie gekündigt hat, ohne einen neuen Job zu haben. Also konzentrierte er sich wieder auf mich, allerdings befand ich mich im Weihnachtsurlaub. Ich habe mich gar nicht erholen können, ich bin einfach ausgepowert. In der Bacht vor meinem ersten Arbeitstag svhlug mir das Herz bis zum Hals und ich konnte nicht schlafen. Trotzdem bin ich tapfer ins Büro gefahren, und vermisste meine selbst erstellten Arbeitsmaterialien. Schließlich fand ich sie bei meiner Kollegin, die sie nicht hergeben wollte. Erst nach der 30 minütigen Mittagspause eröffnete mir der GF, dass er mir während meiner Abwesenheit 80% meiner Aufgaben, nämlich das Personalmanagement für 150 Mitarbeiter entzogen hat, da meine Fehlerrate angeblich zu hoch sei. Alle angeführten Fehler gehen zu Lasten der Kollegin, aber meine Erklärung interssierten ihn nicht, die Kollegin ist heilig. Dann fragte er mich allen Ernstes, was ich jetzt noch zu tun hätte, es könne ja wohl nicht sein, dass meine Kollegin als Halbtagskraft mehr arbeitet als ich. Ich habe im Internet recherchiert: sowas nennt man wohl ganz klar Mobbing. Das und alles andere auch. Jeden Abend erhalte ich privat Anrufe von Kollegen, die am Ende sibd und ich kann ihnen nicht helfen, weil es mir nicht besser geht. Heute bin ich erstmal krank geschrieben, mein Chef fragte dich tatsächlich, ob der Grund der Tätigkeitsentzug sei. Ich hab nur gelacht und souverän reagiert. Eine Stunde später dann per Email die offizielle Aufforderung, eine AU für heute vorzulegen (normalerweise erst nach 3 Tagen) . Aber bitte. Mein Arzt hat gesagt, dass ich mich völlig kaputt mache und eine Auszeit brauche. Er hatte mich vorher schon zu Untersuchungen ins Krankenhaus geschickt und die Erkenntnis aller Ärzte war unisono: weg aus diesem Job, Stressabbau dringend gesundheitlich erforderlich. Jetzt bin ich erstmal krank geschrieben, hatte heute mehrmals einen Heulflash aus dem Nichts heraus und war froh, dass meine Kinder in dieser Ferienwoche bei ihrem Vater sind. Habe mich anwaltlich beraten und begleiten lassen und habe Kaffee gekocht für den Boten, der mir meine Kündigung bringt. Das ist so üblich in diesem Unternehmen. Es kam aber niemand. Wahrscheinlich morgen erst. An alle, die alleine sind: Rechtschutzversicherung für Arbeitsrecht rechtzeitig abschliessen. Und nicht verzweifeln! Man wird destabilisiert, fühlt sich nutzlos und ist völlig deprimiert. Das ist normal, aber schlimmer kann’s nicht kommen. Selbst wenn man nicht sofort einen neuen Job findet wie ich und selbst wenn es finanziell dramatisch wird: das Wichtigste ist, dass man seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzt und man sich selbst noch leiden mag. Niemals hat jemand gewagt, unseren GF wegen Mobbings anzuzeigen, weil es in Deutschland eh meist aussichtslos ist. Aber ich muss etwas tun, der Mann darf nicht noch weiter sein Unwesen treiben. Einer muss der Erste sein und ich lasse das nicht mit mir machen! Ob ich Erfilg habe, ist eine andere Sache, aber ich will es zumindest versuchen. Dafür, dass mir anfänglich die Worte fehlten, sprudelte nun dich Einiges aus mr heraus, ich hoffe, es hilft Euch.

    LG, Nina

  17. 17 Nina | 6. Januar 2012

    Noch vergessen: lasst Euch um Gottes Willen keine Angst einflössen! Mein GF ist ein mächtiger Mann, hat gute Drähte zu Presse und Politik, Aber er ist kein Gott und beim Arbeitsgericht ist er inzwischen bekannt, da jeder, dem gekündigt wurde, gegen ihn klagt. Ob es um Abfindung, Zeugnisklage, zurückbehaltene Provision oder nicht ausgezahlte Urlaubstage geht – die Arbeitnehmer haben bisher immer Recht bekommen – auch völlig zu Recht! Nicht einschüchtern lassen!!!!

  18. 18 W | 22. August 2012

    Hallo!! Ich habe mir gerade in aller Ruhe,alle Eure Themen durchgelesen. Und ich findes es wirklich unglaublich,was ich da lese.Hätte auch nie gedacht,das so viele Menschen betroffen sind.Habe zur Zeit,auch ein Problem mit meinem Vorgesetzten. Habe es beim Betriebsrat gemeldet,wurde daraufhin jetzt auch versetzt,werde jetzt mal abwarten,was dabei raus kommt. Muß sagen,daß ich am Wochenende auch ganz schön unter Angstzuständen u Traurgkeit gelitten habe. Aber man muß über das Thema reden u schreiben, sonst geht man daran kapput. Auch wenn es einem mal schlecht geht,sollte man immer versuchen Stärke zu zeigen, denn es ist einfach so,daß kein Mensch besser ist als der andere. Unsere Mobber sind davon nicht ausgeschlossen.

  19. 19 Noah | 22. Januar 2013

    Hallo Leute,das sind alles Interessante Sachen .Die alles entscheidende Frage..Was machen wir mit diesen Informationen?Es ist nämlich so das hier viele viele Menschen sind die Gerechtigkeit haben wollen.Nur genauso wie mir geht es um die Umsetzung.Gewerkschaften Betriebsräte usw….leben natürlich auch von der Gutmütigkeit der Firmen und natürlich der Chefs..Ihr könnt euch vorstellen das ist genauso wie damals Anno 1500 nur das damals keine Chefs und Firmen gab. Sondern die Inquisition und die Könige…Wenn aber die Mehrheit der arbeitenden Menschen hier sich bedroht fühlt und und und..Dann kommt eine Veränderung zutage in Form von was auch immer…Ich hoffe ihr könnt mir folgen,Ansonsten sind wir leider gezwungen den Schwanz einzuziehen und selber das Zepter in die Hand nehmen.

  20. 20 Mirella Gröbner | 10. März 2013

    Ich finde die Meinungen gut, ich kann sie alle verstehen, da ich auch ein Mobbigofer bin. Schade nur das die Chef´s die Macht haben die Angestellten so fertig zu machen. Sie könnten doch die Angestellten kündigen und nicht soweit zu bringen das die Angestellten selber kündigen. Vor allem wenn man alleine ist und sich eine Kündigung von sich aus zu kündigen
    da man nichts vom Amt bekommt. Da müsste es unterschiede geben vom Amt. Nur Schade das so viele Menschen vom Chef krank gemacht werden. Ich wurde auch versetzt u. habe weniger Geld. Da ich jeden Tag mit 30 /Woche von Leuna nach
    Querfurt u. bei Teildienst im Pflegedienst 2 mal am Tag nach Querfurt muss. Eine Strecke ca. 40 km. Und alle Kollegen wurden aufgehetzt u. Patienten auch nur weil ich ein Attest gebracht habe, das ich körperlich nicht schwer heben und tragen kann. Vorher war ich in Merseburg tätig 4 km von mir. Mirella