MarketingTypische Fehler bei der Messekommunikation

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Der Erfolg eines Messestands hängt oft von einer gut geplanten Messekommunikation ab. Hier gilt es typische Fehler von vornherein zu vermeiden. Foto: Depositphoto.

Nicht nur die Planung des Messestands, sondern auch der Messekommunikation
vor, während und nach der Veranstaltung sind essentiell. Welche Fehler Sie bei der
Messekommunikation vermeiden sollten, zeigt Ihnen die folgende Liste:

1. Messeauftritt zu spät ankündigen

Sie sollten Ihre Mitarbeiter frühzeitig über den Messeauftritt informieren: Wo und wann
findet er statt? Was ist das Motto? Und welchem Zweck dient der Besuch der Messe?
Sorgen Sie dafür, dass diese Informationen samt Updates zu Vorbereitungsfortschritten
auch im Intranet stehen oder am schwarzen Brett aushängen. Im zweiten Schritt können
Sie sich dann mit der Nachricht an Partner, Dienstleister, Kunden, Interessenten und die
Medien wenden.

2. Mit der Kommunikation zu lange warten

Die Medien beginnen mit der Vorberichterstattung oft sehr früh – im Printbereich zum
Beispiel liegen die Redaktionsschlüsse in der Regel drei Monate vor dem Messetermin.
Planen Sie Ihre Kommunikationsarbeit deshalb rechtzeitig. Dazu gehört zum Beispiel das
pünktliche Veröffentlichen einer Pressemeldung, aber auch die Vorbereitung von
Pressemappen für Journalisten. Am besten bieten Sie diese über USB oder Download
auf Ihrer Website an. Sorgen Sie zudem dafür, dass Sie Ihren Messeauftritt über alle
Kanäle hinweg kommunizieren, Social Media-Posts und Blogbeiträge veröffentlichen
sowie Einladungen zur Messe vorbereiten und zum richtigen Zeitpunkt per E-Mail
versenden.

3. Pressemeldung ohne Nachrichtenwert erstellen

Pressemeldungen sind der ideale Weg, um bereits im Vorfeld auf Ihren Messe-Besuch
aufmerksam zu machen. Wichtig ist dabei der Nachrichtenwert Ihrer Pressemeldung.
„Wir sind auch auf der Messe“ genügt nicht.

Stellen Sie in Ihrer Pressemeldung zum Beispiel ein neues Produkt oder eine innovative Dienstleistung Ihres Unternehmens vor. Nennen Sie in der Meldung die wichtigenn Informationen zuerst (Eckdaten der Messe wie Name, Datum, Ort sowie Halle und Standnummer) und beantworten Sie die W-Fragen (Wer, Wo, Wann, Was, Wie?). Jede Pressemitteilung sollte außerdem einen Backlink zu Ihrer Website bzw. spezifischen Unterseiten beinhalten.

4. Vergessen, Kontakte zu pflegen

Auf einer Messe knüpfen Sie jede Menge neue Kontakte – und können in diesem
Rahmen Daten und Adressen sammeln. Stellen Sie an Ihrem Stand zum Beispiel Boxen
auf, in denen alle Interessierte unkompliziert ihre Visitenkarten hinterlassen können.
Wenn Sie die Messe zur Lead Generierung nutzen möchten, sollten Sie zudem frühzeitig
für nutzwertigen und werbefreien Content – E-Books, Checklisten oder Whitepaper – auf
Ihrer Website sorgen. Diesen können sich Interessenten herunterladen, sofern sie Name
und E-Mail-Adresse angeben. Sie können Ihre Leads auch direkt kontaktieren: Hat sich
beispielsweise ein Besucher für Ihr Produkt interessiert, können Sie ihm ein Whitepaper
oder ein Video-Tutorial zuschicken, in dem die Funktionsweise erklärt wird. Für eine
Zusammenfassung der wichtigsten Trends und Messe-Highlights werden Ihnen ebenfalls
viele Kontakte dankbar sein.

5. Nachbereitung schleifen lassen

Nach der Messe ist vor der Messe: Eine ordentliche und frühzeitige Nachbereitung Ihres
Messeauftritts entscheidet signifikant über dessen Erfolg. Kontaktieren Sie Interessenten
erst Wochen später, ist der Lead erkaltet – deshalb sollten Sie direkt mit der Lead-
Entwicklung beginnen. Um die Kommunikation auch nach der Messe
aufrechtzuerhalten, ist der gesamte zur Verfügung stehende Content zu nutzen und auf
die Interessen des Adressaten abzustimmen. Weiterhin wichtig: Gehen Sie proaktiv auf
Journalisten zu, die ein Fazit über die Messe schreiben, indem Sie ihnen z.B. ein
Statement anbieten. Die auf der Veranstaltung gesammelten Daten und Informationen
eignen sich wiederum zur Erstellung weiterer Pressemitteilungen, Statements zu auf der
Messe präsentierten Zukunftstrends, Fachartikel oder Blogbeiträge.


Gabriele-Horcher

Über den Autor Gabriele Horcher

Gabriele Horcher schreibt als Expertin zu strategischen Themen wie Kommunikation und Unternehmensführung. Sie ist Geschäftsführerin von Möller Horcher, einer Agentur für die Business-to-Business-Kommunikation von IT-Unternehmen.Sie arbeitet seit 25 Jahren als Kommunikationsexpertin in der IT-Branche. Heute umfasst ihr Aufgabenfeld das Business Development, die Beobachtung der sich schnell verändernden Kommunikationslandschaft, die Anpassung des Kommunikationsportfolios sowie das Trend-Scouting.

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