Selbstständig werdenHotelgründung: Möglichkeiten und Ratschläge für Gründer

Hotelgründung

Der Hotelmarkt ist ein interessantes Geschäftsfeld, in dem sich Hotelzimmer und Dienstleistungen verschiedenster Preis- und Qualitätsklassen finden. Speziell in Ballungsgebieten sowie zur Hochsaison sind Hotelzimmer besonders gefragt. Eine Hotelgründung bietet durchaus noch Chancen. Foto: Depositphoto.com

1. Analysieren Sie den Hotelmarkt

Die Hotellerie umfasst in Deutschland mehrere Varianten und Kategorien neben den regulären Hotels, darunter Gasthäuser, Pensionen und Hotel garni. Hierbei entfällt mit über 80 Prozent der größte Anteil der angebotenen Zimmer auf die Varianten Hotel und Hotel garni. Da die Anzahl an Hotelbetrieben unüberschaubar ist und überall um Kunden geworben wird, muss von einem hart umkämpften Feld gesprochen werden. Konkret finden sich in Deutschland gegenwärtig rund 37.000 Hotelbetriebe, die etwa 350.000 Mitarbeiter zählen. Hierbei muss zudem von einer hohen Dunkelziffer durch Privatanbieter ausgegangen werden. Die Hotellerie erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2015 laut Statistischem Bundesamt einen Gesamtumsatz von mehr als 27 Milliarden Euro. Dies bezieht sich auf über 436 Millionen Übernachtungen.

2. Erstellen Sie einen Businessplan

An erster Stelle eines Businessplans steht die Finanzplanung. Diese bezieht sich im Wesentlichen auf die Finanzierung des für Ihr Hotelgewerbe gewählten Objektes. Hierbei kommen Übernahmen ebenso in Betracht wie Neugründungen. Art und Größe des Objekts sind in Abstimmung mit Ihrem ersten finanziellen Spielraum zu wählen. Als Hotelgründer haben Sie insbesondere Kosten für Immobilien, Personal und Marketingmaßnahmen zu berücksichtigen.

Ein Businessplan zur Hotelgründung gelingt nur mit hinreichenden Kenntnissen im Hotelwesen. Die Gründung eines Hotels umfasst neben Kenntnissen der Buchführung und Verwaltung spezielles Wissen in den Bereichen Gastronomie, Dekoration, Hygiene und Vermarktung. Hochwertige Ausstattungsmerkmale in der Hotellerie sind als Wettbewerbsfaktor ebenso Gegenstand eines gelungenen Geschäftsplans.

3. Berücksichtigen Sie die Marketingplanung

So sind es speziell die mit dem Marketing verknüpften Kosten, die Sie bei der Hotelgründung nicht unterschätzen sollten. Das hochwertigste Hotel mit ausgezeichneten Dienstleistungen erfüllt seinen Zweck nur, wenn potentielle Kunden darauf aufmerksam werden. In Abstimmung mit dem Geschäftsplan umfasst dies eine attraktive Bewerbung des Hotels im Internet, in gedruckten Medien und auf anderen Werbeträgern. Präsenz auf Hotelfachmessen ist ebenfalls von Wichtigkeit. Zudem sollte die Kooperation mit Reisebüros aufgenommen werden, um möglichst früh auch in deren Katalogen präsent zu sein.

4. Entscheiden Sie sich für einen Standort

Die Standortanalyse dient konkret der Ermittlung, ob und in welchem Umfang ein angestrebter Standort Bedarf an bestimmten Hotels hat. Eine Analyse des Hotelmarkts sollte Rückschluss darauf geben, welche Standorte in dieser schon sehr gesättigten Branche noch Potential haben. Sie sollten einschätzen können, wo noch Bedarf an neuen Hotels oder aber an Anbau oder Umbau besteht.

Hierbei ist eine Abstimmung mit der angestrebten Zielgruppe beziehungsweise dem Marktsegment erforderlich. An die konkreten Anforderungen des Standorts sind die Kapazitäten und Dienstleistungen eines Hotels anzupassen.

5. Analysieren Sie Wettbewerber und Zielgruppen

Die Wettbewerbsanalyse hat zum Ziel, zu identifizieren, welche Konkurrenzunternehmen als Wettbewerber Ihres Vorhabens zu betrachten sind. Der Markt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Verdrängung von Anbietern aus. Dies legt es nahe, eigene Dienstleistungen zielgruppengerecht auszulegen. Als zahlungskräftige Gruppe, die viele Übernachtungen bucht, haben sich etwa junge Familien herausgestellt. Die zunehmende Lebenserwartung lässt aber auch spezielle Seniorenangebote lohnenswert erscheinen. Vom größten Wachstumspotential kann bei Hotels im niedrigen bis mittleren Preissegment ausgegangen werden.


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