Digital-Business

Typische Fehler beim eigenen Onlineshop

Fehler 1: Keine klare Zielgruppe

E-Commerce

Nur wer typische Fehler vermeidet, wird nachhaltig erfolgreich mit seinem Onlineshop sein. Bildrechte: Flickr ecommerce_adoption Scott Lewis CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Es ist verlockend, eine ungeheuer breite Warenvielfalt anzubieten. Die immer leichter zu bedienenden Shopsysteme machen das Einstellen großer Produktpaletten, die Warenwirtschaft und die Logistik so einfach wie nie zuvor. Das Problem liegt aber auf der Hand: Ein solcher Onlineshop hat keine erkennbare Zielgruppe und konkurriert mit den ganz großen Onlinehändlern wie etwa Amazon.

Viel sinnvoller ist es, sich zu fragen: Wer ist meine Zielgruppe und welche Produkte spricht diese an? Das Erstellen von Personas kann bei der Definition der Zielgruppe helfen und gibt dem Onlineshop logische Grenzen und klare Linien vor. Denn nur wer seine Zielgruppe, ihre Wünsche und Bedürfnisse kennt, kann die passenden Produkte anbieten und wird langfristig Erfolg im Netz haben. Eine kundennahe Ausrichtung des Shops ist besonders bei austauschbaren Leistungen und Produkten absolut essenziell. Mehr zur Zielgruppendefinition hält dieser Fachbeitrag bereit.

Fehler 2: Langsame Seitenperformance

Empathie mit dem Kunden ist auch der erste Schritt, um diesen Fehler zu vermeiden: Denn was schreckt am meisten ab, wenn man im Internet surft, Informationen oder Angebote sucht? Richtig: lange Ladezeiten. Eine langsame Seitenperformance sorgt sofort für eine miese Customer-Experience und dementsprechend einbrechenden Traffic. Grundsätzlich sollte die Anzahl der Requests klein gehalten und komprimiert werden, wo es nur geht – vor allem bei Bildern. Entscheidend sind auch die verwendeten Skriptsprachen und ein sauberer Quellcode: So kann etwa PHP7 für einen ordentlichen Geschwindkeitsboost sorgen. Acht Analyse-Tools zum Messen der Website-Geschwindigkeit werden in diesem Artikel vorgestellt.

Fehler 3: Schlechte Usability

Lässt sich ein Onlineshop nicht gut bedienen, ist das Design zu überladen oder nicht zielgruppengerecht, die Anordnung der Elemente unlogisch oder die Menüführung zu verschachtelt, werden sich viele Kunden nicht die Mühe machen und lieber woanders einkaufen. Daher muss das oberste Gebot heißen: Die Usability optimieren! Da immer mehr Einkäufe auch über Smartphone und Tablet getätigt werden, ist eine responsive Anpassung an mobile Endgeräte heute Pflicht für einen erfolgreichen Onlineshop. Ist das nicht der Fall, verlassen diesem Guide zufolge über 70 Prozent der Smartphone-User einen Shop wieder. 30 Prozent wandern sogar zur direkten Konkurrenz ab.

Fehler 4: Mangelhafte Produktbeschreibung

Kein Mensch kauft gerne die sprichwörtliche Katze im Sack – schon gar nicht im Internet. So können aussagekräftige und detaillierte Produktbeschreibungen zusammen mit guten (aber komprimierten!) Fotos getrost als das A und O einer erfolgreichen Produktpräsentation betrachtet werden. Aus SEO-Perspektive ist es zudem entscheidend, Duplicate Content zu vermeiden. Die Produktbeschreibungen sollten daher auf keinen Fall irgendwo abgeschrieben werden – auch nicht von der offiziellen Herstellerseite. Zudem können auch hilfreiche FAQs zu den Produkten und eine leichte Kontaktaufnahme für Rückfragen die Informationsdichte und somit die User-Erfahrung optimieren. Gute Produktbeschreibungen sind:

  • Konkret und detailliert, sodass sie dem Kunden einen Mehrwert bieten
  • Selbst geschrieben und nicht von anderen Seiten kopiert
  • Gut strukturiert, leicht lesbar und fehlerfrei verfasst
  • Auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten
  • Mit den passenden Keywords unterfüttert

Fehler 5: Schlechte Seitensuche

Ein nicht unerheblicher Anteil der webaffinen Zielgruppen weiß genau, was er will, wenn er einen Shop besucht. Das gilt vor allem bei spezialisierten Seiten. Für den Erfolg eines Onlineshops ist es daher essenziell, dass diese Besucher auch schnell und unkompliziert finden, was sie suchen. Die Suche sollte möglichst konkrete Ergebnisse ausgeben und Optionen zum Filtern nach Kategorien bereithalten. So können die Nutzer die Ergebnisse eingrenzen oder komplexere Suchanfragen stellen.

Fehler 6: Mangelhafte technische SEO

Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass sich viele Shopbetreiber nicht ausreichend mit technischer Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinandersetzen. Dazu gehört etwa eine Optimierung der URL: Am besten ranken sprechende URLs, die einen klaren Pfad von der Kategorie bis zum konkreten Produkt verfolgen. Auch sollten immer Title und Description optimiert werden: Sie dienen als Eye-Catcher und liefern potenziellen Besuchern schon im Umfeld der Suchmaschine – und damit noch bevor sie den Shop besuchen – eine erste Orientierung. Sie sollten zudem nicht zu lang sein, um nicht unschön von Google und Co. abgekürzt zu werden. Zur Optimierung gibt es zahlreiche kostenlose Tools, beispielsweise den SERP Snippet Generator von Sistrix.


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