Interview mit Heiko Raab

„Aktuell nutzen wir Augmented Reality für die Visualisierung von Standorten und Prozessen“

Geschäftsführer Heiko Raab von sprintBox hat es mit vielen verschiedenen Kunden zu tun. Für ihn stehen ihre Bedürfnisse im Vordergrund – auch beim Thema Internationalisierung.

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Heiko Raab von sprintBox wird deutlich, was sich seit Gründung des Unternehmens alles verändert hat  – auch in technologischer Hinsicht – und auf was die Firma wirklich Wert legt.

Onpulson: Herr Raab, Sie sind bereits seit mehr als 20 Jahren mit sprintBOX im Markt aktiv. Erklären Sie unseren Lesern, was Ihr Unternehmen genau macht?

Heiko Raab: Kurz gesagt, wir sind „Behälterlogistiker“. Wir kümmern uns um die Bereitstellung, Reinigung und Abholung von Mehrwegbehältern, also Kisten, Boxen, Blistern oder Trays. Die Basis für dieses sowohl ökonomisch als auch ökologisch wertvolle Kreislaufsystem bildet unsere webbasierte IT-Plattform. Sie garantiert, dass wir unseren Kunden Behälter sauber, rechtzeitig und in ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

Onpulson: Für welche Unternehmen eignet sich Ihre Dienstleistung?

Heiko Raab: Unsere Kunden bringen die verschiedensten Voraussetzungen mit. Einige setzen bereits auf Mehrwegbehälter in verschiedenen Kreisläufen und wollen diesen Bereich komplett oder in Teilen – beispielsweise nur die Reinigung – auslagern.

Andere wiederum verwenden ihre eigenen Behälter und wollen diesen Bestand abgeben, um das Pooling, d.h. die gemeinsame Nutzung mit anderen Unternehmen, zu nutzen. So können Lagerkapazitäten reduziert und Fixkosten variabilisiert werden. Wer auf ein Mehrwegbehältersystem umstellen oder das bestehende erweitern will, ist bei uns an der richtigen Adresse.

Onpulson: In Ihrer 70-jährigen Firmengeschichte haben Sie sicherlich die eine oder
andere unternehmerische Höhe und Tiefe erlebt. Was waren auf dem Weg zu einem der führenden europäischen Dienstleister für das Management von Mehrwegbehältern Ihre größten Herausforderungen?

Heiko Raab: Die größte Herausforderung lag sicher im Aufbau unseres IT-Systems. Vor 20 Jahren war das zentrale Buchen, Überwachen und Managen von Behältern und deren Bewegungen nicht selbstverständlich. Heute haben wir mit unserem „sprintBOX navigator“ ein leistungsstarkes System entwickelt, das Behälter- und Werksübergreifend global einsetzbar ist, und das wir ständig hinterfragen und verbessern.

Onpulson: Wann haben Sie sich entschieden, neben dem deutschen Markt auch weitere europäische Märkte zu erschließen und was waren Ihre Motive?

Heiko Raab: Die Entscheidung war schlicht und ergreifend eine Reaktion auf die Bedürfnisse unserer Kunden, denn diese stehen bei uns im Mittelpunkt. Da viele unserer Partner international tätige Unternehmen sind, wollen sie die bewährte sprintBOX Qualität auch für Produktionsstandorte außerhalb Deutschlands einsetzen. Da liegen die Motive klar auf der Hand.

Onpulson: Auf welche Länder haben Sie sich bei Ihrer Internationalisierung zunächst konzentriert?

Heiko Raab: Erster kleiner Schritt in Richtung „Internationalisierung“ erfolgte durch den Aufbau des Standortes in unserem Nachbarland Österreich – für uns ein räumlich wie sachlich naheliegender Einstieg. Die Erfahrungen, die wir dabei gesammelt haben, haben uns beim Aufbau unseres Standortes in Polen noch schneller und effektiver werden lassen.

Onpulson: In welchem Land gestaltetet sich für Sie die Internationalisierung am
schwierigsten? Aus welchem Grund genau?

Heiko Raab: Schwierig ist das falsche Wort, aber natürlich unterscheiden sich alle Länder hinsichtlich geltendem Recht und gewisser „Gepflogenheiten“. Dessen muss man sich bewusst sein und es in der Projektplanung und Umsetzung berücksichtigen.

Onpulson: Was ist Ihr Erfolgsrezept, was würden Sie anderen Unternehmern empfehlen, um langfristig ein Player im Markt zu bleiben?

Heiko Raab: Wir stellen wie gesagt den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt und orientieren uns daran. Wir versuchen, ihm einen klaren Mehrwert zu bieten. Zudem sind wir bestrebt, uns und unser Angebot stetig zu optimieren.

Onpulson: Stichwort Augmented Reality: Diese innovative Technik haben Sie auf der Fachpack als erstes Unternehmen Ihrer Branche für Präsentationszwecke eingesetzt. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Augmented Reality in der Unternehmenskommunikation?

Heiko Raab: Wir sind von dieser Technik schlichtweg begeistert. Sie hilft uns, uns und unsere Dienstleistung im wahrsten Sinne des Wortes greifbar zu machen und unterstreicht außerdem unsere Affinität zur IT.

Onpulson: Welchen Stellenwert wird Augmented Reality zukünftig in Ihrem Marketing-Mix spielen?

Heiko Raab: Aktuell nutzen wir die Technik für die Visualisierung von Standorten und Prozessen. Ein weiterer Ausbau ist in Planung.


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