Business-Kleidung

Krawatten: Richtig auswählen, tragen und binden

Mit einer einfarbigen Krawatte sind Sie auf der sicheren Seite, aber auch gestreifte oder gepunktete Designs sind kein No-go. Bildrechte: Flickr SK-Shooting-FW11-6 Sonja Kampy CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Stoff, Muster, Farbe

Krawatte ist nicht gleich Krawatte – die Vielzahl an verfügbaren Stoffen, Färbungen und Mustern bedeutet eine große Modellauswahl. Hinsichtlich des Stoffs sind für Businesszwecke klassische Seidenkrawatten immer eine gute Wahl. Wer sich in wärmeren Gefilden aufhält und schick, aber trotzdem originell auftreten möchte, kann auch zu einer luftigen Leinenkrawatte greifen. Baumwolle, auch oft mit Seide vermischt, verleiht Krawatte und Träger einen sportlichen Touch und ist auch bei höheren Temperaturen angenehm zu tragen.

Für die Musterung gilt: Mit einer einfarbigen Krawatte ist man auf der sicheren Seite, aber auch gestreifte oder gepunktete Designs sind kein No-go. Allerdings sind dezente Musterungen ausgefallenen vorzuziehen. Das gilt ebenso für die Farbwahl. Schrille Farb- und Musterkombinationen sollte man vermeiden, zudem sollte die Hauptfarbe der Krawatte komplementär zu der des Jacketts oder Hemds sein.

Wichtig für einen seriösen Auftritt ist auch, die Krawattenlänge beim Binden richtig zu justieren. Befindet sie sich auf Höhe des Bauchnabels, ist das zu kurz. Bedeckt sie den Reißverschluss der Hose, ist der Schlips definitiv zu lang. Der goldene Mittelweg ist eine Länge, bei der die Krawattenspitze auf Höhe der Gürtelschnalle endet.

Zu guter Letzt sollte der Krawattenknoten niemals locker sitzen, denn das macht einen unprofessionellen Eindruck. Statt mit einer schlecht gebundenen Krawatte herumzulaufen, sollte man sie im Zweifelsfall besser ganz abnehmen.

Gut geknotet ist halb gewonnen

Apropos Knoten: Ähnlich vielfältig wie die Auswahl an Stoffen und Mustern ist das Repertoire an Krawattenknoten und Bindetechniken. Dabei eignen sich verschiedene Knoten für unterschiedliche Anlässe. Wer das Binden des Four-In-Hand-Knotens, des einfachen und doppelten Windsors sowie des Kent-Knotens beherrscht, ist für alle Gelegenheiten gut gerüstet.

Die Four-In-Hand-Variante ist am einfachsten zu erlernen und eignet sich besonders gut für legere Anlässe. Besonders kleidsam ist der Knoten für große Männer mit kräftigem Gesicht. Ein echter Allrounder ist der Kent-Knoten, der besonders an breiten Krawatten und Hemden mit dicht aneinander liegenden Kragen gut aussieht. Klassisch elegant ist der einfache Windsor-Knoten, der sich für schmale Krawatten und Gesichter sowie für Hemden mit Haifischkragen eignet. Der doppelte Windsor wiederum ist relativ herausfordernd beim Binden, besticht aber durch seine zeitlose Eleganz und ist perfekt für Anlässe gehobenen Niveaus geeignet. Besonders gut passt er zu eher schmalen Krawatten, die durchaus dezent gemustert sein dürfen. Der doppelte Windsor ist zudem die erste Wahl für kleine Männer mit kantigem Gesicht.

Abseits dieser klassischen Varianten gibt es noch zahllose weitere Bindetechniken. Wer auf der Suche nach einem ausgefallenen Knoten ist, wird zum Beispiel auf dem englischsprachigen YouTube-Kanal von Patrick Novotny fündig. Dort finden sich Tutorials zum Binden von über 100 verschiedenen, teils sehr exotischen Krawattenknoten. Allerdings sind die meisten davon nicht unbedingt businesstauglich.


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