Finanzen

Bafin verbietet Leerverkäufe von Finanztiteln und Credit Default Swaps

Vorübergehend verboten hat sie auch so genannte Credit Default Swaps (CDS), soweit die Referenzverbindlichkeit zumindest auch eine Verbindlichkeit eines Staates der Eurozone ist und sie nicht der Absicherung von Ausfallrisiken dienen (ungedeckte CDS).

Darüber hinaus hat die Aufsichtsbehörde ungedeckte Leerverkäufe von Aktien vieler Unternehmen der Finanzbranche untersagt. Zu den Unternehmen zählen:

  • Aareal Bank
  • Allianz
  • Commerzbank
  • Deutsche bank
  • Deutsche Börse
  • Deutsche Postbank
  • Generali Deutschland Holding
  • Hannover Rückversicherung
  • MLP
  • Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

Diese Verbote gelten vom 19. Mai 2010, 00:00 Uhr, bis zum 31. März 2011, 24:00 Uhr, und werden laufend überprüft. Die BaFin begründete diesen Schritt mit der außergewöhnlichen Volatilität bei Schuldtiteln von Staaten der Eurozone. Zudem hätten sich die Spreads von Credit Default Swaps auf Kreditausfallrisiken mehrerer Staaten der Eurozone erheblich ausgeweitet. Vor diesem Hintergrund hätten massive Leerverkäufe der betroffenen Schuldtitel und der Abschluss von ungedeckten CDS auf Kreditausfallrisiken der Staaten der Eurozone weitere exzessive Preisbewegungen zur Folge, welche zu erheblichen Nachteilen für den Finanzmarkt führen und die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden können.

(BörseGo)


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