Für professionellen Webauftritt

Worauf Sie bei der Auswahl Ihres (Root)-Servers achten sollten

 

Mit einem ausgelagerten Server können Sie professioneller und in einem anderen Umfang arbeiten, als sie gewöhnt sind. Bildrechte: Flickr Server room Torkild Retvedt CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Zum einen ermöglicht Ihnen ein leistungsstarker Server einen professionellen Webauftritt. Online und offline verschmelzen zunehmend; 80 Prozent aller Online-Nutzer informieren sich über die Geschäfte vor Ort zuvor im Netz. Die eigene Website ist für heutige Unternehmen daher ein Muss. Webmaster gelangen jedoch schnell an ihre Grenzen, wenn die Seite aufwendig gestaltet sein und viel Traffic bewerkstelligen soll.

Ein ausgelagerter Server bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten.
Über die Website hinaus offerieren leistungsstarke Server mehr Rechenleistung und mehr Speicherplatz. Mit einem ausgelagerten Server sparen Sie sich nicht nur den Einkauf und die Instandhaltung teurer Hard- und Softwarekomponenten. Sie können auch professioneller und in einem ganz anderen Umfang arbeiten als zuvor. Chat- und Kommunikationssoftware beispielsweise benötigt viel Speichervolumen –  je mehr Mitarbeiter auf den Server zugreifen, desto mehr Rechenleistung wird benötigt.

Zunächst stellt sich die Frage, welche Art Server zu Ihrem Unternehmen passt. Sie haben die Wahl zwischen vServer, Managed vServer und Root-Server. Der Unterschied besteht in der Verwaltung und der möglichen Leistung.

Managed vServer und vServer befinden sich auf einer gemeinsam genutzten Hardware, wobei die einzelnen Server den jeweiligen Käufern/Mietern zugeteilt werden. Shared Server sind günstiger, allerdings teilen Sie sich die Leistung von Prozessor und Arbeitsspeicher mit anderen. Das kann unter Umständen zu einer Leistungsminderung führen. Wird der Server gemanaged, wird er vom Anbieter betreut. Das heißt, Sie geben Wartung, Updates und Sicherheitskonfigurationen in fremde Hände. Für Unternehmen ohne eigene IT-Spezialisten sind Managed Server eine sichere Variante. Oft werden diese Server allerdings nur mit begrenzter Leistung und mit weniger Speicherplatz angeboten.

Führen Sie ein Unternehmen und haben fachkundige Administratoren an Board, sollten Sie sich für einen Root-Server entscheiden. Dieser ist eine kosteneffiziente Alternative zu günstigen Webspace-Angeboten und offeriert Ihnen ein leistungsstarkes und für professionelle Zwecke geeignetes Gesamtpaket. Sie selbst können die Administration des Servers übernehmen und haben vollkommene Gestaltungsfreiheit.

Worauf kommt es bei der Auswahl des Servers an?

Bei kostenpflichtigen Root-Servern sollte die Ausstattung stimmen, das heißt: Das Server-Paket sollte zu Ihren Unternehmensanforderungen passen. Entscheidend dabei sind folgende Merkmale:

  • Wie viele Domains und FTP-Zugänge erhalten Sie?
  • Wie hoch ist das Datenvolumen?
  • Was leistet die CPU?
  • Wie groß sind Festplattenspeicher und Arbeitsspeicher?
  • Wie ist der Kundensupport?
  • Wo liegt das Rechenzentrum?

Je nach Größe und Branche des Unternehmens benötigen Sie eine oder mehrere Domains und ausreichend Subdomains. Möchten Sie Ihre Firma oder Webpräsenz ausweiten, ist es vorteilhaft, ein erweiterungsfähiges Server-Paket zu wählen. Viele Anbieter offerieren die Möglichkeit, je nach Bedürfnis zusätzliche Domains hinzu zu buchen. Auch die FTP-Zugänge sollten Ihren Anforderungen genügen. Die Protokolle ermöglichen die Datenübertragung zwischen den lokalen Geräten und dem Server. Mehrere Zugänge offerieren beispielsweise die Möglichkeit, Kundenzugänge einzurichten.

Entscheidend ist auch das Datenvolumen, das Sie erhalten. Je mehr Traffic über den Server läuft, desto mehr Volumen benötigen Sie. Der Anbieter 1&1 offeriert unbegrenzten Traffic bei kleineren wie auch bei größeren Server-Angeboten. Für professionelles Arbeiten und eine sichere Performance sind Root-Server mit unlimitierter Traffic-Flatrate unbedingt nötig.

Je besser und aktueller die CPU ist, desto schneller kann der Server Ihre Daten verarbeiten. Eine hohe Taktfrequenz und mehrere Rechenkerne sind dazu erforderlich. Das Basissystem sollte also ein Multi-Core- oder Mehrprozessorsystem sein.

Auch der Arbeitsspeicher ist entscheidend. Mehr RAM bedeutet eine schnellere Performance. Besonders, wenn Sie Datenbanken nutzen, ist ausreichend Arbeitsspeicher wichtig. Relevant wird dies auch beim Speicherplatz. Je größer die Datenmenge, desto mehr Speicherplatz benötigen Sie. Webseiten mit einem Onlineshop, Bild- und Videomaterial benötigen viel Volumen.

Neben der Größe ist aber auch die Art des Speichers von Bedeutung. Im Normallfall werden Ihre Daten auf einer HDD-Festplatte bereitgestellt. Wenn Sie ein größeres Datenvolumen haben und einen beschleunigten Datenzugriff benötigen, sollten zumindest die leistungsverbrauchenden Bestandteile (wie beispielsweise eine zentrale Vertragsdatenbank) auf schnelleren SSD-Speichern ausgelagert werden.

Es spielt kaum eine Rolle, ob sie ein kleines, mittleres oder großes Unternehmen führen. Der Support durch den Kundendienst sollte zu jeder Zeit erreichbar sein. Anbieter mit 24/7-Kundendienst sind ideale Partner. Auch die Antwortzeit des Server-Partners ist wichtig. Sie sollte nicht länger als einen Tag dauern. Je länger Ihr Server oder Ihre Website defekt ist, desto größer der Schaden.

Aufgrund der uneinheitlichen Gesetzgebung, was den Datenschutz im Ausland betrifft, sollten Sie außerdem darauf achten, dass Ihre Server in Deutschland betrieben werden. Vor allem, wenn Sie mit sensiblen Kundendaten hantieren, sollten Sie Wert auf Rechtssicherheit legen.


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