Unternehmensführung

Standort Deutschland bei ausländischen Managern sehr beliebt

Das ermittelte die Beratungsgesellschaft Ernst & Young im Rahmen einer Befragung  von Managern in 814 internationalen Unternehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Attraktivität Deutschlands trotz Krise gestiegen: 12 Prozent der befragten Manager bezeichnen Deutschland als einen der drei Top-Standorte weltweit

Deutschland attraktiver Standort trotz Krise

Obwohl die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr überdurchschnittlich stark geschrumpft ist, hat die Attraktivität des Standort Deutschland aus Sicht der ausländischen Manager nicht gelitten. Im Gegenteil: 38 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Attraktivität Deutschlands als Investitionsziel gestiegen sei, nur neun Prozent sehen eine gesunkene Attraktivität des Standorts Deutschland.

Auch die Bereitschaft, in Deutschland zu investieren, ist gestiegen: 40 Prozent der Unternehmen planen, in Deutschland zu investieren – im Vorjahr lag der Wert bei nur 31 Prozent.

Die Art und Weise, wie die Bundesregierung die Wirtschaftskrise seit ihrem Ausbruch gemanagt hat, findet zudem insgesamt eine breite Zustimmung unter den Befragten: Zwei von drei loben die Standortpolitik.

Infrastruktur Top , Steuerbelastung Flop

Besonders gute Noten erhält Deutschland vor allem für die Infrastruktur (Telekommunikation und Transport & Logistik). Auch die Lebensqualität und die Qualifikation der Arbeitnehmer werden von den befragten Managern sehr positiv gesehen. Relativ schlecht bewertet wird der Standort Deutschland insbesondere in Bezug auf die Unternehmenssteuerbelastung und die Arbeitskosten.

Eurokrise bislang ohne negative Auswirkungen auf Standort Deutschland

Die derzeitigen Turbulenzen im Zusammenhang mit der hohen Verschuldung einiger Mitglieder des Euroraums haben bislang keine negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, so Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young: „Die konjunkturelle Entwicklung zeigt klar nach oben, die deutschen Unternehmen machen wieder bessere Geschäfte, die Nachfrage aus dem Ausland zieht deutlich an.“

Für Deutschland selbst sieht Englisch derzeit kaum Handlungsbedarf – abgesehen von dem notwendigen Schuldenabbau. „Deutschland hat in den Jahren vor der Krise seine Hausaufgaben gemacht – viele andere EU-Staaten nicht. Strukturell ist die deutsche Wirtschaft grundsätzlich gesund.“


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!