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Influencer-Marketing professionalisiert sich: 5 Dinge, die Marken wissen sollten

Während der Kampagnendurchführung beim Influencer-Marketing müssen die Verantwortlichen für ein ständiges Monitoring sorgen. Foto: ©weedezign/Depositphotos.com

1. Influencer lassen sich bei Influencer-Marketing vertreten

Erfolgreiche Influencer jedweder Größe lassen sich zunehmend von Agenturen vertreten, seien es klassische Künstleragenturen oder Influencer-Management-Agenturen. Durch die zwischengeschalteten Vermittler verändert sich die Zusammenarbeit mit dem Influencer in puncto Konditionen, Abrechnung und Kommunikation. Auch die Buchbarkeit wird beeinflusst: Oft schließen Influencer dauerhafte Verträge mit Managements und Brands. Exklusivverträge zwischen einem Influencer und einer einzigen Agentur gehören jedoch weiterhin zur Ausnahme.

2. Verträge werden komplexer

Verträge zwischen Influencern und ihren Vertragspartnern werden zunehmend komplexer. Dies wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, wie die Zwischenschaltung von Agenturen und längere Vertragslaufzeiten. Zudem werden Nutzungsrechte von Content, der für Kampagnen entsteht, zum Bestandteil von Verträgen. Bilder, Videos und andere Inhalte können durch sogenannte Buy-outs für Werbezwecke von Marken genutzt werden, zum Beispiel für Online-Display-Werbung oder Plakatkampagnen.

3. „Lolli gegen Posting“ funktioniert beim Influencer-Marketing nicht mehr

Mit der vermehrten Nachfrage steigen auch die Preise im Influencer-Marketing. Die Vergütung der Influencer hat sich in den letzten Monaten sehr verändert. Das Prinzip „Lolli gegen Posting“ ist längst Schnee von gestern und auch nicht wertschätzend den Protagonisten gegenüber. Influencer liefern eine Media- und Kreativleistung in Form von Profil, Reichweite, aktiver Community und hochwertigem Content in den verschiedensten Formen. Das muss auch entsprechend vergütet werden. Was eine Influencer-Marketing-Kampagne kostet, kann nie pauschal beantwortet werden und ist abhängig von Faktoren wie der Größe des Influencers und den abgeforderten Leistungen.

4. Qualitätssicherung bleibt Handarbeit

Qualitätssicherung und Markenschutz müssen vor und während einer Kampagne gewährleistet sein. Im Vorfeld beinhaltet das zum Beispiel eine individuelle Auswahl von passenden Meinungsmachern, detaillierte Verträge und Kampagnenbriefings. Individuelle Verträge und Verhandlungen sichern die größtmögliche Qualität und Sicherheit für alle Parteien. Während der Kampagnendurchführung müssen die Verantwortlichen für ein ständiges Monitoring sorgen, denn Abnahmen des Contents vor der Veröffentlichung sind je nach Social-Media-Plattform nicht immer möglich.

5. Von der Einzelkampagne zur Integration in Marketing-Mix

Die meisten Unternehmen in Deutschland bewegen sich im Influencer-Marketing zwischen absoluten Newbies mit Aufklärungsbedarf und Entdeckern, die Testkampagnen durchführen. Influencer-Marketing wird daher noch stark als Einzelmaßnahme begriffen und umgesetzt. Dadurch wird das Potenzial, das das Instrument bietet, nur oberflächlich angekratzt. Durch die Zunahme von Standardisierungen, vor allem im Bereich KPIs, sowie durch Tracking-Tools und Fallstudien wird sich die Silo-Denke nach und nach auflösen. Unternehmen tun gut daran, die Ergebnisse ihrer Kampagnen weiter zu nutzen. Künftig sollten Marken Influencer-Marketing in crossmediale Kampagnen und in ihre Gesamtkommunikationsstrategie miteinfließen lassen.


Über den Autor Björn Wenzel

Björn Wenzel ist Gründer und Geschäftsführer der Influencer-Marketing-Agentur Lucky Shareman. Content, Kreation und Media sind seine Steckenpferde. Der Digitalexperte hat mehr als zehn Jahre Erfahrung in Onlinemarketing und Mediaplanung für Markenunternehmen. www.luckyshareman.com

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