Qualität zählt

Wie gefährlich ist schlechtes Produktdatenmanagement?

Produkdatenmanagement: eine lückenlose Produktvorstellung erfordert mittlerweile eine enorme Masse an Daten. Foto: ©Wavebreakmedia/Depositphotos.com

Fünf mögliche Szenarien für ein effizientes Produktdatenmanagement – und die passenden Lösungen dazu.

1. Sie gehen in der schier unendlichen Masse an Produktdaten unter

Farbe und Größe eines Produkts reichen als Information längst nicht mehr aus, um beim Kunden Interesse zu wecken. Funktionsbeschreibungen, Material, Handhabung, Bilder und Videos – eine lückenlose Produktvorstellung erfordert mittlerweile eine enorme Masse an Daten. Um hier den Überblick zu behalten, benötigen Sie eine logische Struktur, klar definierte Attribute und ggf. die Berücksichtigung von Standards wie BME, eCl@ss, ETIM oder die GS1-Standards. Ein Product Information Management-System (PIM) sorgt für eine einheitliche Struktur und fungiert als zentrale Verwaltungsstelle für sämtliche Produktdaten.

2. Ihre Produktdaten verlieren an Qualität

Sie laufen Gefahr, die Kontrolle über Ihre Produktdaten zu verlieren, wenn Sie dafür keine Struktur und keine entsprechenden Prozesse festlegen. Konkret kann das zu Daten-Dubletten oder auch zu fehlerhaften und unvollständigen Produktinformationen führen. Durch ein effizientes Produktdatenmanagement mithilfe eines PIMs vermeiden Sie diese Gefahren. Änderungen oder Aktualisierungen an den Produktbeschreibungen lassen sich darin strukturiert, übersichtlich und schnell vornehmen und dokumentieren – sodass die Datenqualität stets bestehen bleibt.

3. Ihre Produktdaten sind nicht wettbewerbsfähig

Struktur sorgt nicht nur für Qualität, sondern erhöht auch Ihre Reaktionsgeschwindigkeit: Mit einem PIM können Sie Daten schneller importieren, finden, prüfen, anpassen und an andere Systeme weitergeben. Ihre Mitarbeiter sparen Zeit und Ihr Unternehmen Kosten durch die erhöhte Effizienz. In Zeiten von sich schnell verändernden Märkten, kann Ihr Unternehmen sich also schneller an diese Veränderungen anpassen und sich so deutliche Wettbewerbsvorteile sichern.

4. Sie verscherzen es sich mit potenziellen Kunden

Produktdaten müssen nicht einfach nur detailliert und lückenlos, sondern auch auf die Zielgruppen individuell zugeschnitten sein. Zum einen bieten Sie Ihrem Kunden damit eine gewisse Sicherheit, da Sie ihm viel über das Produkt verraten und er somit genau weiß, was er bestellt. Das reduziert Reklamationen und Retouren. Zum anderen wecken Sie Interesse und Neugier, wenn Sie die Produktinformationen an den jeweiligen Kunden anpassen – was die Kaufwahrscheinlichkeit signifikant erhöht.

5. Sie riskieren rechtliche Konsequenzen

Nicht nur die Vollständigkeit von Informationen und die Datenqualität sind heute von großer Bedeutung. Rechtliche Vorgaben, die es im Datenmanagement einzuhalten gilt, wie beispielsweise Lebensmittelverordnungen (LMIV), Jugendschutzgesetze oder die Identifikation von Arzneimitteln (IDMP) lassen sich mithilfe eines PIM-Systems problemlos berücksichtigen. Fast alle Branchen kämpfen mit solchen Vorgaben. Diese schreiben vor, welche Informationen bei bestimmten Produkten auf jeden Fall angegeben werden müssen und wie das zu erfolgen hat.


Über den Autor Stephan Bösel

Stephan Bösel, Marketingleiter SDZeCOM GmbH & Co. KG. Seit 1995 steht SDZeCOM für Ingenieursleistung in IT-Projekten mit dem Schwerpunkt Produktkommunikation. SDZeCOM unterstützt Unternehmen rund um Datenmanagement (Product Information Management, Media Asset Management) und Multichannel-Kommunikation (Database Publishing, E-Commerce). www.sdzecom.de

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1Kommentare

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  1. 1 Frank Schneider | 13. Mai 2017

    Schöne Zusammenfassung – aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ich kenne das Unternehmen auch aus einem Projekt. Erfahrung ist dort vorhanden. Danke!