Jobzufriedenheit

Was Beschäftigte an ihrem Arbeitgeber nicht mögen

Die Mehrheit der Beschäftigten ist mit ihrem aktuellen Arbeitnehmer unzufrieden. Foto: ©ImageGeneration/Depositphotos.com

Zudem wünschen sich die Beschäftigten bei ihrem Arbeitgeber mehr Entfaltungsmöglichkeiten und kürzere Entscheidungswege. Das ist das Ergebnis einer Netigate-Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit in Deutschland. Die Teilnehmer der Umfrage klagen über „zu viel Stress, zu viele Überstunden“ und – ganz klassisch – „zu wenig Geld“. Mehr als jeder vierte Beschäftigte empfindet den Arbeitsdruck, der auf ihm lastet, als zu hoch. 41 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ihre Arbeit oft stressig ist. Hinzu kommt: Die meisten Befragten haben das Gefühl, dass ihr Engagement nicht gewürdigt wird – weder finanziell noch auf andere Weise. 61 Prozent wünschen sich eine gerechtere Entlohnung. 39 Prozent würden sich freuen, wenn der Chef sie häufiger loben würde. Dabei gilt: Je jünger die Mitarbeiter, desto eher freuen sie sich über wertschätzende Worte. Von den 18- bis 29-Jährigen will die Hälfte häufiger gelobt werden, unter den 50- bis 59-Jährigen hat nur noch ein Drittel diesen Wunsch.

Unternehmen verschenken durch demotivierte Mitarbeiter Umsatz. Frustrierte Angestellte sitzen oft ihre Zeit ab und haben höhere Fehlzeiten. Nicht alle Arbeitnehmer wollen sich mit dieser Situation abfinden. Jeder fünfte Beschäftigte denkt häufig darüber nach, seinen Arbeitgeber zu wechseln.

Ronald Flores

Country Manager DACH bei Netigate

Laut der Umfrage sind 33 Prozent der Beschäftigten in Deutschland über das aktuelle Angebot am Arbeitsmarkt gut informiert. Wer den Arbeitgeber wechselt, freut sich vor allem auf die netten neuen Kollegen (92 Prozent), eine bessere Arbeitsatmosphäre (90 Prozent), eine gute interne Kommunikation (88 Prozent) und einen Überstundenausgleich (81 Prozent). Mehr als der Hälfte der 30- bis 39-Jährigen ist es beim Wechsel des Arbeitsgebers besonders wichtig, dass sie im Homeoffice arbeiten können. Das ist ein deutlich höherer Wert als in allen anderen Altersgruppen, was auf die familiäre Situation dieser Altersgruppe zurückzuführen sein dürfte.


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