Finanzen

Dienstwagenbesteuerung optimal nutzen

Der betroffene Arbeitnehmer hat für seine Einkommensteuererklärung zwei Möglichkeiten: Die Pauschale 1%-Methode, bei der pauschal 1% des Listenpreises angesetzt wird, oder Die Fahrtenbuch-Methode

Vielfahrer stehen sich mit der Fahrtenbuch-Methode steuerlich besser

Auch, wenn der Arbeitgeber aus Vereinfachungsgründen für diese „Vielfahrer“ die 1%-Methode wählt, kann der Arbeitnehmer in seiner privaten Einkommensteuererklärung die Fahrtenbuchmethode wählen. Eine sorgfältige Führung des Fahrtenbuches ist jedoch Voraussetzung: Dienst- und Privatfahrten müssen lückenlos getrennt und durch Angabe von Datum, Fahrtziel, Zweck, Kilometerstand sowie Namen der Gesprächspartner bei Dienstreisen aufzeichnet werden.

Die Pauschale 1%-Methode: Unklare Rechtslage

Bei Wahl der 1%-Methode – z.B. bei einem Listenpreis von 50.000 Euro wären monatlich 500 Euro zu versteuern – kommen noch für Arbeitswegfahrten 0,03 % des Listenpreises pro Kilometer hinzu.

Bisher vertrat die Finanzverwaltung die Auffassung, dass diese Pauschale stets hinzuzurechnen sei und dies unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer die Strecke tatsächlich gefahren ist. Hierzu gibt es nun eine neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs: In den Fällen, in denen ein Arbeitnehmer weniger als 15 Tage im Monat mit dem Dienstwagen ins Büro fährt oder einen Großteil der Strecke dafür mit der Bahn zurücklegt, hat sich der Bundesfinanzhof an den tatsächlich mit dem Pkw zurückgelegten Fahrten orientiert. In dem Fall, in dem unter 15 x pro Monat Arbeitswegfahrten durchgeführt wurden, hat der BFH die Einzelfahrt nur mit 0,002 % des Listenpreises pro Kilometer versteuert.

Die Finanzverwaltung wendet diese Rechtsprechung leider nicht an und hat gegen diese Urteile Revision eingelegt.

Betroffene sollten jedoch in ihrer Einkommensteuererklärung die günstigere Berechnung ansetzen und gegen einen ablehnenden Bescheid Einspruch einlegen und unter Berufung auf die anhängigen BFH-Verfahren das Ruhen des Verfahrens beantragen, rät der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.


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