Unternehmensführung

Gründungsmonitor 2010: Mehr Gründer, weniger Schwierigkeiten bei der Finanzierung

Krise gab Gründungsimpulse

Die Krise hat vermehrt so genannte Chancengründer hervorgebracht: 20 Prozent der  Gründer gibt an, dass ihnen die Krise explizit eine Gründungsgelegenheit eröffnet hat. Viele Personen nehmen die Krise zum Anlass über ihre Perspektiven nachzudenken und entdecken Chancen für ihr eigenes Unternehmertum.

Besondere Impulse gab es auch  für Gründungen in der Gruppe der Arbeitslosen: Jeder fünfte Gründer war vorher arbeitslos und jeder zweite von diesen sogar langzeitarbeitslos. Die Krise wirkte auf diese Gruppe offenbar besonders stark, da sich ihre Chancen, ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis zu finden, angesichts der Rezession nochmals verschlechtert haben.

Weniger Schwierigkeiten bei der Finanzierung

70% aller Gründer benörtigen Finanzmittel. Gründer mit externem Finanzierungsbedarf klagen im Jahr 2009 deutlich weniger (23%) über Schwierigkeiten bei der Gründungsfinanzierung. „Die Gründer, die trotz oder gerade wegen der Krise den Mut gefunden haben, sich selbstständig zu machen, haben sich offenbar gut vorbereitet und hatten so bessere Chancen, potenzielle Geldgeber zu überzeugen“, sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Fast alle Gründer (90 %) haben für ihren Schritt in die Selbstständigkeit externe Beratungs- und Informationsquellen wie persönliche Netzwerke, Banken und Kammern oder das Internet genutzt.

Anfangssterblichkeit hoch

Rund ein Viertel aller Gründungen ist nach spätestens drei Jahren wieder aus dem Markt ausgeschieden. Dabei haben Gründungen mit einem höheren Mitteleinsatz eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Gründungen mit einem geringen oder gar keinem externen Mitteleinsatz. Denn damit Gründungen am Markt bestehen, müssen sie oft eine Mindestgröße aufweisen. Dafür sind der Einsatz entsprechender Ressourcen und eine ausreichende Finanzierung notwendig.

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