Personalrecruiting

Lebensläufe von Führungspositionen: So sieht die ideale Vita aus

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Einfallsreiche Lebensläufe sollten in die nähere Auswahl kommen. Foto: ©VectorStory/Depositphotos.com

Start-Ups und kleinständische Unternehmen haben oftmals kein gesondertes Personalmanagement. Bewerber werden durch den Geschäftsführer selbst eingestellt – spezifisches Fachwissen aus dem Recruitment ist selten vorhanden. Deswegen sollte der Lebenslauf genau studiert und ein Bewerbungsgespräch mit gezielter Fragestellung geführt werden.

Kreativität und Modernität: Anhaltspunkte für qualifizierte Bewerber

Erfahrungsgemäß verbirgt sich hinter einem langweilig gestalteten Lebenslauf eine unmotivierte Arbeitskraft. Kreative Ideen und Gestaltungen sind Indizien für die Bemühungen des Anwärters. Ein motivierter Bewerber lässt sich etwas einfallen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Zudem sind es gerade kreative Köpfe, die zu dringend benötigten Problemlösern werden. Daher gehören einfallsreiche Lebensläufe stets in die engere Auswahl.

Weiterhin sind nicht nur herkömmliche Lebensläufe in schriftlicher Form gefragt. Bewerber mit gepflegtem Auftritt in den sozialen Medien und einer Vita in Form einer Website wissen sich zu präsentieren, wirken engagiert und befinden sich am Puls der Zeit. Mehr zu diesem Thema kann hier nachgelesen werden.

Sind praktische Erfahrungen vorhanden?

Berufspraxis ist für Anwärter von Führungspositionen die Schlüsselqualifikation schlechthin. Mit großem Wissen alleine werden keine schwarzen Zahlen geschrieben – die Umsetzung von Projekten und die Anwendung erlernter Kenntnisse machen den Unterschied zwischen gelingen und misslingen der Unternehmensstrategie aus. Deswegen nehmen Berufserfahrung und Praktika eine außerordentlich wichtige Rolle im Lebenslauf ein. Lebenslauf.de empfiehlt dabei jedoch explizit auf die Relevanz der im Lebenslauf angegebenen Tätigkeiten zu achten. Inwiefern ist der berufliche Werdegang des Bewerbers für die Stelle von Bedeutung? Außerdem ist Berufspraxis gerade bei Posten mit Verantwortung zwingend notwendig, da vor allem Erfahrungen den Umgang mit Mitarbeitern und Budgets schulen.

Skepsis ist angebracht

Manchmal erscheint ein Lebenslauf zu gut, um wahr zu sein. Die Annahme ist häufig berechtigt, da gerade karrierehungrige Narzissten im Lebenslauf lügen, um eine Führungsposition zu ergattern. Lügen oder Lückenfüller im Lebenslauf sind ohne persönliches Treffen von Angesicht zu Angesicht nicht einfach zu identifizieren. Bei besonders attraktiven Praktika im Ausland oder vorigen Stellen in vermeintlichen Führungsriegen sollte man stutzig werden, den Bewerber aber trotzdem in Erwägung ziehen. Das Bewerbungsgespräch kann Trickser entlarven: Mit gezielten Fragen hinsichtlich außergewöhnlicher Tätigkeiten wird der Bewerber abgeklopft. Folgen dünne Antworten, ist Vorsicht geboten. Der Fall der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Hinz verdeutlicht abermals, wie weit verbreitet das „Verschönern“ der eigenen Vita ist.


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