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Diese 5 Soft Skills sind im Job gefragt

In verschiedenen, europäischen Ländern sind unterschiedliche Soft Skills bei Stellenanzeigen gefragt. Foto: ©get4net/Depositphotos.com

Wer sich in Frankreich bewirbt, sollte zudem Soft Skills betonen, die die eigene Arbeitsweise charakterisieren, gleichzeitig sollte man in den anderen Ländern sein Verhalten Interessenvertretern oder dem Arbeitgeber gegenüber in den Vordergrund rücken. Dieser Frage ging die Metajobsuchmaschine Joblift in einer länderübergreifenden Analyse aller rund 31 Millionen Stellenanzeigen des letzten Jahres nach.

Teamorientierung spielt eine wichtige Rolle

Joblift untersuchte alle 9.112.741 Stellenanzeigen, die in den letzten zwölf Monaten hierzulande veröffentlicht wurden, auf insgesamt 78 Persönlichkeitseigenschaften, sprich Soft Skills, hin. Am häufigsten erwarten deutsche Arbeitgeber demzufolge Teamfähigkeit (2.685.913 Nennungen), Zuverlässigkeit (2.361.155 Erwähnungen) sowie Einsatzbereitschaft beziehungsweise Engagement (1.613.467-mal gelistet). Darüber hinaus zählen Kommunikationsgeschick (1.581.679-mal aufgeführt) sowie Anpassungsfähigkeit beziehungsweise Flexibilität (1.487.294 Nennungen) zu den gefragtesten Merkmalen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Selbstständigkeit ist gefragt

Darüber hinaus beleuchtete Joblift die am stärksten geforderten Kompetenzen in den jeweils 9.830.914, 9.542.193 und 2.305.389 Stellenanzeigen, die im selben Zeitraum in Frankreich, dem Vereinigtem Königreich sowie den Niederlanden inseriert wurden. In Frankreich kommen vor allem einem selbstständigen sowie sorgfältigen Arbeitsstil (2.102.829 und 1.901.964 Erwähnungen), sozialen Kompetenzen (1.464.495-mal aufgeführt), einer dynamischen Herangehensweise (1.209.549-mal gelistet) und Teamfähigkeit (1.006.517-mal erwähnt) Bedeutung zu.

Im Vereinigten Königreich spielen insbesondere Engagement (1.687.274-mal angeführt), Kommunikationsgeschick (1.603.040 Erwähnungen), Selbstsicherheit (1.101.815-mal gelistet), Motivation (1.101.293-mal angegeben) sowie Anpassungsfähigkeit (956.516 Nennungen) eine wichtige Rolle. In Holland steht letztgenannte Eigenschaft an erster Stelle (446.688-mal aufgeführt), gefolgt von Kommunikationstalent (359.030-mal genannt), Teamgeist, Proaktivität sowie Motivation (313.187, 194.583 und 191.405 Erwähnungen).

Die Unterschiede zwischen den Ländern

Stellt man diese länderspezifischen Ergebnisse gegenüber, so fällt zunächst auf, dass der Teamfähigkeit in allen Ländern hohe Bedeutung zukommt. Eine Ausnahme bildet das Vereinigte Königreich, wo diese Eigenschaft vergleichsweise selten erwähnt wird (540.827-mal). Frankreich scheint indessen weniger Wert auf Kommunikationsgeschick zu legen: Während dieses in den anderen drei Ländern unter den fünf meistgeforderten Kompetenzen angeführt wird, wird es in Frankreich lediglich 54.544-mal aufgelistet.

Deutschland, Holland und das Vereinigte Königreich weisen zudem die meisten Gemeinsamkeiten untereinander auf – hier stimmen je drei der fünf beliebtesten Soft Skills überein. Frankreich hingegen weist keinerlei gemeinsamen Voraussetzungen mit dem Vereinigten Königreich auf, während es zumindest in Bezug auf Teamgeist mit Deutschland und den Niederlanden übereinkommt.

Deutschland, Holland und das Vereinigte Königreich bewertet Kandidaten nach ihrer Haltung gegenüber dem Arbeitgeber

Eine tiefergehende Analyse der fünf meistgenannten Persönlichkeitsfaktoren legt dar, dass diese sich in Deutschland und Holland ausschließlich auf zwischenmenschliches Verhalten (etwa Kommunikationsfähigkeit) oder der Haltung gegenüber dem Unternehmen beziehen (beispielsweise Einsatzbereitschaft). In Frankreich beschreiben währenddessen drei der fünf Soft Skills die individuelle Arbeitsweise (selbstständig, sorgfältig sowie dynamisch), zwei zwischenmenschliches Verhalten.

Lediglich im Vereinigten Königreich verlangen Arbeitgeber vorrangig Kenntnisse, die sich allen drei Kategorien zuordnen lassen. Man kann daraus also schließen, dass deutsche und niederländische Firmen Kandidaten vielmehr nach ihrem Verhalten in der Gruppe beziehungsweise dem Unternehmen gegenüber als nach dem persönlichen Arbeitsstil beurteilen, wohingegen dies in Frankreich stärker ins Gewicht fällt.


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