Büroarbeit im Sommer

So sorgen Mitarbeiter und Vorgesetzte für Abkühlung

Die Lufttemperatur im Büro höchstens 26 Grad betragen. Ventilatoren beispielsweise helfen dabei, sie konstant auf einem Level zu halten. Flickr This is where I work (II) Niels Heidenreich CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Egal, wie heiß der Sommer ist, das Gesetz schreibt vor: Für Arbeitnehmer gibt es diese Regelung nicht. Vorgesetzte und Mitarbeiter müssen daher andere Mittel und Wege finden, für ausreichende Abkühlung zu sorgen. Mit diesen Alternativen lässt sich am besten etwas gegen die brütende Hitze im Büro tun.

Was der Vorgesetzte tun kann und muss

Temperaturen über 30 Grad, wichtige Deadlines und keine Klimaanlage – das kann den Arbeitsalltag im Büro geradezu unerträglich machen. Die Folge: Die Konzentration ist auf dem Tiefpunkt, die Leistungsfähigkeit eingeschränkt und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme lassen auch nicht lange auf sich warten. Doch auch wenn es für Arbeitnehmer per Gesetz keine Hitzeferien wie für Schüler und Lehrer gibt, sind sie den heißen Tagen nicht hilflos ausgeliefert. Denn der Vorgesetzte ist der Arbeitsstättenverordnung nach dazu verpflichtet, alles zu tun, um eine Gesundheitsgefährdung seiner Mitarbeiter zu verhindern. Im Einzelnen bedeutet das:

Generell darf die Lufttemperatur im Büro höchstens 26 Grad betragen. Ventilatoren beispielsweise helfen dabei, sie konstant auf einem Level zu halten. Sollte sie aufgrund der direkten Sonneneinstrahlung darüber liegen, muss der Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen wie beispielsweise eine Lockerung der Gleitzeiten ergreifen. Knacken die Temperaturen im Büro die 35-Grad-Marke, gilt der Arbeitsraum als unbrauchbar. Der Vorgesetzte kann für gute Arbeitsbedingungen bei Hitze sorgen, indem er seinen Mitarbeitern kalte Getränke zur Verfügung stellt, Rollos anbringt oder generell die Räume abdunkelt. Aber auch die Mitarbeiter selbst können einiges tun, damit die Arbeit auch bei schweißtreibenden Temperaturen nicht zur Belastungsprobe wird:

So sagen Mitarbeiter der Bürohitze den Kampf an

  1. Um Wärmestau im Körper oder gar einen Hitzeschlag zu vermeiden, gilt es, atmungsaktive Kleidung zu tragen, beispielsweise aus Leinen oder Baumwolle. Zu freizügig sollten Mitarbeiter natürlich trotzdem nicht im Büro auftauchen – je nachdem, wie locker oder streng die Büroetikette ist, gilt der firmeninterne Dresscode schließlich auch im Sommer. Wer seine Garderobe noch nicht der Hitze angepasst hat, findet bei Anbietern wie Peter Hahn neben Freizeitbekleidung auch eine große Auswahl an sommerlicher Businessmode. In Absprache mit dem Chef kann der Dresscode im Büro bei hohen Temperaturen auch gelockert werden. So dürfen die Röcke der weiblichen Mitarbeiter bei Temperaturen über 35 Grad auch mal kurz über dem Knie enden; Herren können derweil auf ihre Krawatte verzichten.
  2. Verspricht der Arbeitstag besonders heiß zu werden, sollte direkt nach dem Eintreffen im Büro ordentlich gelüftet werden – hier gilt es, möglichst früh am Tag viel kühle Luft hereinzulassen. Zeigt sich langsam die Sonne, sind alle Fenster zu schließen und die Jalousien herunterzulassen.
  3. An heißen Tagen sollte man zwei bis drei Liter pro Tag trinken –  am besten ungesüßte Getränke. Allen Kaffeeliebhabern wird empfohlen, ihren Konsum ein wenig herunterzuschrauben. Denn das Koffein sorgt zwar für ein kurzzeitiges Hoch, anschließend erlebt der Kreislauf aber ein umso stärkeres Tief. Durch die Hitze wird dieser Effekt noch verstärkt.
  4. Beim Essen heißt es: Finger weg von Fast Food und allem, was viel Fett enthält. Das macht im Sommer besonders träge und schwächt die Konzentration. Ein knackiger Salat oder eine kalte Suppe sind da definitiv die bessere Alternative.
  5. Eine kurze, aber wohltuende Abkühlung bekommt man im Büro, indem man seine Hände eine Weile unter den kalten Wasserhahn hält. Einige der Hauptschlagadern des Körpers verlaufen nämlich durch die Handgelenke. Durch das Wasser wird das Blut zumindest für kurze Zeit gekühlt und besser im Körper verteilt.

 


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