Auswahlkriterien

So finden Sie das richtige Business Notebook

Business Notebooks müssen den täglichen Anforderungen im Büro gerecht werden. Foto: Flickr SPECIAL SET 16x hires Neourban Hipster Office: Markus Spiske CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Auswahlkriterien

Akku-Laufzeit: Geht dem Notebook unterwegs der Akku aus, wird es kompliziert. Vor allem bei Präsentationen wird es schnell peinlich, wenn plötzlich der Akku versagt. Laufzeiten von mindestens 10 oder 12 Stunden sollte ein Business Notebook im Low-Budget-Bereich haben. Bei teureren Modellen sollten mindestens 13 Stunden Office-Tätigkeit möglich sein.

Leistung: Moderne Programme erfordern viel Leistung, deshalb sollte das Notebook mindestens 8, besser aber 16 Gigabyte RAM besitzen. Zudem sollte ausreichend Speicherplatz vorhanden sein. Damit ein schneller Zugriff und Transfer der Daten gewährleistet sind, sollte das Gerät über eine SSD verfügen, anstatt alles auf der Festplatte zu speichern. SSD-Speicher sind aufgrund der fehlenden Magnetscheibe auch leiser und bewältigen deutlich mehr Schreibzyklen als eine normale HDD-Platte.

Prozessor: Notebooks sollten über die neueste Intel-Core-CPU-Generation verfügen, um maximale Leistung und höhere Geschwindigkeiten zu erzielen. Momentan ist das die Intel-Kaby-Lake-Architektur, die siebte Generation der Core-i-Gruppe. Sie arbeitet mit einer höheren Taktfrequenz als ein Core i5 und ist deshalb schneller. Vor allem bei rechenintensiven Aufgaben wie Videobearbeitung zeigt sich der bessere Prozessor merklich schneller.

Lautstärke: Zu beachten ist, dass eine höhere Leistung eine bessere Kühlung voraussetzt. Je schmaler das Notebook ist, desto schlechter ist in der Regel auch der Lüfter. Je stärker das Lüftungssystem arbeiten muss, desto lauter ist es meist. Oft wird die Leistung gedrosselt, sobald das Gerät wärmer wird. Wer maximale Leistung und kaum Lautstärke sucht, muss sich das Prozessor-Lüftungs-System genauer ansehen.

Betriebssystem: Beim Betriebssystem sind Aktualität und Kompatibilität wichtig. Vor allem die Kompatibilität mit den Firmenprogrammen, die genutzt werden sollen, muss beachtet werden.
Die wichtigsten und am meisten verbreiteten Systeme sind:

  • Windows 10
  • für Apple-Geräte liegt das neue macOS 10.13 High Sierra bereit
  • offene Betriebssysteme wie Ubuntu-Linux können professionell benutzt werden
  • Chrome OS ist das neue Betriebssystem von Google, mit dem vorrangig über die Cloud gearbeitet werden kann

Schnittstellen: Das Notebook sollte über viele und gängige Schnittstellen verfügen. USB, HDMI, LAN, Smart-Card-Reader, Thunderbolt 3 und VGA sind die wichtigsten Anschlüsse. Zudem sind DVI, UMTS oder HSDPA sehr praktisch.

Gewicht: Professionelle Geräte wiegen um die 2 Kg, manche Pro-Books sogar nur 1 Kg. Mehr als 2,3 Kg sollte das Notebook nicht wiegen, da das Gewicht beim regelmäßigen Transport schnell zur Belastung werden kann.

Display: Im Business-Bereich manifestiert sich zunehmend das Breitbild-Format, da es besonders praktisch für die Arbeit mit Tabellen ist. Matte Displays mit entspiegelter Oberfläche eignen sich besser bei starkem Licht oder Sonnenlicht, denn auch dann lässt sich der Bildschirm noch gut ablesen.

Verarbeitung: Mit dem Business Notebook ist man viel auf Reisen, deshalb sollte es besonders robust sein. Der Deckel sollte aus Magnesium- oder Karbon-Legierung, die Scharniere aus Metall bestehen.

Infografik: Marktforscher uneins ├╝ber PC-Markt | Statista Foto: Statista GmbH

Hersteller und Modellbeispiele:

Marktforscher sind sich uneinig, wer 2017 den PC-Markt bestimmt. Allerdings herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass Lenovo, HP und Dell zu den führenden Herstellern zählen.

Lenovo ist einer der erfolgreichsten Hersteller für Notebooks. Man findet zahlreiche Modelle in verschiedensten Preissegmenten, wobei die Spanne von 300 bis 4.500 Euro reicht. Lenovo Notebooks zeichnen sich durch eine hervorragende Leistung und eine sehr solide Verarbeitung aus. Die meisten der Geräte sind sehr leicht. Zu den Schwachstellen zählt das Display, das häufig bei starker Helligkeit schlechtere Resultate bringt. Modelle, wie das Lenovo ThinkPad T470 sind positive Ausnahmen und zeigen im Schnitt ein professionelles Bild  –  auch bei sehr hellem Licht. Die ThinkPad-Serien stehen für beste Leistung unter den Business-Geräten.

Empfehlenswerte Lenovo-Modelle:

  • ThinkPad T470
  • ThinkPad X1 Carbon

Dell stellt mit den Latitude-Modellen bereits sehr günstige Notebooks für Unternehmen bereit. Ebenfalls gut geeignet sind die Serien Vostro und Precision, die für kleine Firmen sowie professionelle Selbstständige produziert sind. Dell ist vor allem für seine gute Sicherheitsausstattung und seine sehr guten Displays bekannt. Ebenfalls hervorzuheben ist das elegante Design, das die meisten der Geräte besitzen.

Empfehlenswerte Dell-Modelle:

  • Latitude 14 E5470
  • Latitude 7480

HP bietet vergleichsweise günstige Modelle an. Zudem stellt das Unternehmen die flachsten und leichtesten Business Notebooks der Welt her. Die ProBooks wiegen nur knapp 1 Kg, sind aber trotzdem sehr solide, was Verarbeitung und Empfindlichkeit betrifft. Allerdings ist die Qualität bei HP stark vom einzelnen Modell abhängig. Bevor man sich für ein Business Notebook des Herstellers entscheidet, sollte man Testergebnisse lesen.

Empfehlenswerte HP-Modelle:

  • EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
  • ProBook 430 G4

 


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