Unternehmensführung

Change Management: Führungskräfte von schnellen Veränderungen zunehmend überfordert

So klagen 52 Prozent der befragten Mitarbeiter über Kommunikationsmängel, die bei der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen in den letzten drei Jahren aufgetreten sind. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Handelsblatt trend Change Management“ im Auftrag von Damovo und Cisco.

Die traditionellen Kommunikationswege sind demnach nicht mehr in der Lage, mit dem geforderten Tempo im Change Management Schritt zu halten und die Belegschaft in die Entwicklungen einzubinden. Dabei kommt vor allem die persönliche Ansprache der Mitarbeiter häufig zur kurz. Nicht einmal jedes zweite Unternehmen (44 Prozent) informiert sein Personal im persönlichen Gespräch über anstehende Veränderungen.

Gleichzeitig geht die große Mehrheit der Experten davon aus (81 Prozent), dass sich die persönliche Kommunikation für Veränderungsvorhaben besonders gut eignet. Kein anderer Kommunikationsweg hat nach Erfahrung der Fach- und Führungskräfte einen größeren Stellenwert, als das Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Die klassische persönliche Kommunikation ist jedoch besonders zeit- und kostenintensiv. So ist beispielsweise eine E-Mail an 1.000 Mitarbeiter deutlich schneller verschickt, als mit gleichem Zeitaufwand alle Kollegen in einem persönlichen Gespräch über anstehende Veränderungen zu informieren. Der Weg aus der Zwickmühle, schnell sein zu müssen und dennoch eine persönliche Ansprache zu gewährleisten, führt über den verstärkten Einsatz moderner Kommunikationsmittel. Denn wie die vorliegende Befragung zeigt, steigen die Erfolgsquoten im Change Management, wenn die Mitarbeiter beispielsweise mit einer emotionalen Kommunikation per Video- oder Audiokonferenzen in die Planung einbezogen werden.

72 Prozent der Unternehmen, die auf moderne Instrumente setzen, bewerten die Umsetzung von Veränderungsprozessen als erfolgreich – das sind doppelt so viele wie bei den Unternehmen mit herkömmlicher Kommunikation.


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