Wirtschaft & Politik

CDU/CSU treiben Steuervereinfachungen voran

Der Katalog solle bereits bekannte Vorschläge der Länderfinanzminister aufnehmen und außerdem noch weitere Maßnahmen umfassen.

„Jetzt müssen wir die überfälligen Steuervereinfachungen durchsetzen, weil nun endlich das Geld dafür da ist“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsflügels in der Unions-Bundestagsfraktion, Christian von Stetten, dem Blatt. „Dass es keine großen Steuersenkungen geben wird, haben die Menschen verstanden. Aber unsere Vorschläge zur Steuervereinfachung kosten Bund, Länder und Gemeinden nur etwa 500 Millionen Euro“, sagte Stetten, der das Unionskonzept derzeit ausarbeitet.

FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der „Bild am Sonntag“, die schwarz-gelbe Koalition werde bald dafür sorgen, dass Steuererklärungen künftig mit weniger Bürokratie verbunden sind und mehr Pauschalen berechnet werden. Zudem solle die Mittelschicht entlastet werden.

Die Bundesländer hatten vor einigen Wochen Steuervereinfachungen vorgeschlagen: So ist geplant, dass bei der Anerkennung von Kinderbetreuungskosten in Zukunft Berufstätigkeit, Behinderung und Krankheit nicht mehr überprüft werden. Die Steuerzahler sollen zudem entscheiden können, ob sie eine Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer bis zu einer Obergrenze von 4500 Euro geltend machen wollen oder Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln einzeln nachweisen – dann aber ohne Höchstgrenze. Beim Kindergeld für volljährige Kinder wollen die Finanzminister eigene Einkünfte der Jugendlichen nicht mehr überprüfen lassen. Insgesamt haben die Länder einen 13-Punkte-Katalog vorgelegt, der nun ergänzt werden soll.

(BoerseGo)


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