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Arbeitgeberverbände fordern Urlaubsverzicht im Aufschwung

Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft (UMW), Ursula Frerichs sagte der „Bild“-Zeitung am Freitag, Arbeitnehmer sollten künftig zwei Wochen Urlaub weniger pro Jahr machen. „Sechs Wochen sind zu viel, vier Wochen reichen völlig aus.“ Die UMW- Vorstandsvorsitzende begründete die Forderung damit, dass Deutschland bei den Urlaubstagen weltweit an der Spitze liege und die Beschäftigten im Verhältnis zu anderen Ländern immer noch doppelt so viele freie Tage hätten. Zudem könne eine Urlaubskürzung die aktuelle positive konjunkturelle Entwicklung unterstützen. „Wir müssen unsere Besitzstände zurückschrauben, könnten die Vier-Wochen-Regelung 2011 auf Probe einführen, um den Aufschwung zu unterstützen“, so Frerichs.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) pflichtet diesen Überlegungen bei, wenn auch mit gemäßigteren Forderungen. Der BVMW in Person von Präsident Mario Ohoven hat sich ebenfalls diesen Freitag für eine allerdings nur temporäre Absenkung des Urlaubsanspruchs von Arbeitnehmern auf fünf Wochen ausgesprochen. Ohoven sagte laut einer Vorab-Meldung der „Bild“- Zeitung: „Der Mittelstand hat jetzt wieder volle Auftragsbücher, da wird jeder gebraucht. Deshalb sollte zur Sicherung des Aufschwungs der bezahlte Urlaub momentan auf fünf Wochen beschränkt bleiben. Darüber hinaus gehende Ansprüche könnten auf einem Arbeitszeitkonto geparkt und zum Beispiel bei schlechter Auftragslage abgegolten werden.“

Der BVMW spricht nach eigenen Angaben „für mehr als 150.000 Unternehmen mit rund 4,3 Millionen Beschäftigten“. Im Sommer 2009 hatte Ohoven die Arbeitnehmer ebenfalls in der „Bild“-Zeitung bereits aufgefordert, einen Urlaubstag weniger zu nehmen – wegen der Krise.


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