Personal

Ingenieursmangel gefährdet Standort Deutschland

Weil den Unternehmen zu Tausenden die Ingenieure fehlen, sehen die Wirtschaftswissenschaftler den Aufschwung auf breiter Basis gefährdet. In deutschen Hochtechnologiefirmen gebe es immer mehr unbesetzte Stellen, im Juli 2010 fehlten bereits 36.800 Ingenieure. „Seit Monaten wachsen die Lücken kontinuierlich, und der Ingenieur-Mangel wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen“, sagte IW- Expertin Vera Erdmann.

Hauptgrund ist und bleibt der fehlende Nachwuchs. Die Konkurrenz in anderen europäischen Ländern habe weniger Schwierigkeiten. Die Hochtechnologiefirmen sind ein wichtiger Konjunkturmotor, wie das IW betonte. Ein Drittel der Beschäftigten dort sind Ingenieure und Wissenschaftler. In den kommenden Jahren werde die Zahl der altersbedingt aussteigenden Ingenieure deutlich steigen, warnte Erdmann. Damit verschärfe sich das Problem.

Die Politik müsse endlich handeln, es müssten bspw. ausländischen Ingenieuren leichter gemacht werden in Deutschland zu arbeiten; zudem müsse es einen besseren Technikschulunterricht geben, forderte das IW. Zuvor hatte der DIHK einen Mangel an Fachkräften beklagt, der sich angesichts des Wirtschaftsaufschwungs noch verschärfen werden. 70 Prozent der deutschen Unternehmen suchten qualifiziertes Fachpersonal.


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