Wirtschaft & Politik

Arbeitslosigkeit im August 2010 weiter auf dem Rückmarsch

Im August sank die Zahl der Arbeitslosen in saisonbereinigter Rechnung um 17.000 auf 3,19 Millionen und lag damit weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Niedriger war sie zuletzt im November 2008. Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 7,6%.

Während der wirtschaftliche Aufschwung zunehmend eine Triebfeder für die Arbeitsmarktverbesserung wird, nimmt die Bedeutung von Kurzarbeit weiter ab. Laut Angaben den Arbeitsagentur erhielten im Juni gemäß vorläufigen Daten 406.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 82.000 weniger als im Vormonat und 960.000 weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Höhepunkt vom Mai 2009 hat sich konjunkturelle Kurzarbeit um fast drei Viertel reduziert.

Gleichzeitig bleibt die Zahl der Erwerbstätigen im Aufwind. Im Juli wurden 13.000 Erwerbstätige mehr als im Vormonat registriert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die lediglich bis Juni vorliegt, hat um 28.000 zugenommen. Auch wenn sich die Konjunkturerholung im weiteren Jahresverlauf gemessen am 2. Quartal deutlich weniger dynamisch zeigen dürfte, stehen doch die Chancen auf einen weiteren Beschäftigungsaufbau gut. Das bestätigen auch jüngste Umfragen der Industrie- und Handelskammern bzw. das ifo-Beschäftigungsbarometer im August. Eine anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung wäre wiederum eine Voraussetzung dafür, dass die breite Wachstumsbasis, die im 2. Quartal zu verzeichnen war, keine Eintagsfliege bleibt, sondern dass die deutsche Wirtschaft auch künftig über die Binnennachfrage Unterstützung erfährt.


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