Unique Selling Proposition

Das Alleinstellungsmerkmal: Der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg

Um den eigenen USP herauszufinden, sollte man sich deutlich von der Konkurrenz unterscheiden. Foto: ©gustavofrazao/Depositphotos.com

Diese eigene individuelle Identität sorgt dafür, dass Kunden ein Unternehmen sowie deren Dienstleistungen oder Produkte wahrnehmen. Doch wie findet man als Unternehmer das Alleinstellungsmerkmal, was eine Firma besonders macht?

Was versteht man unter einem Alleinstellungsmerkmal?

Was macht ein Produkt oder eine Dienstleistung einzigartig? Was suggeriert dem Kunden den enormen Vorteil, den er aus seinem Kauf der angebotenen Ware ziehen kann? Richtig, der sogenannter USP (Unique Selling Proposition) ist dafür verantwortlich, dass sich Käufer für etwas entscheiden. Daher ist es wichtig, dass das Alleinstellungsmerkmal die Menschen anspricht, sie überzeugt und ihnen den maximalen Kundennutzen aufzeigt. Das bedeutet jedoch auch, dass der USP real sein muss. Es bringt nichts, wenn ein Unternehmen nur mit leeren Werbephrasen um sich wirft, wenn das Produkt nicht hält, was es verspricht. Daher müssen die enormen Vorteile, die das Angebot so einzigartig machen, sowohl sichtbar als auch fühlbar sein.

Den eigenen USP herausfinden

Um herauszufinden, wie sich das Unternehmen von der Konkurrenz abheben kann, muss der Kunde ganz klar im Fokus der Betrachtung stehen – bei jedem Produkt dreht sich alles um den Nutzen des Kunden. Es heißt schließlich nicht umsonst „Der Kunde ist König“, auch wenn dies oftmals vergessen wird.

Zunächst muss man den Grundnutzen für den Konsumenten klar definieren und in den Vordergrund stellen. Allerdings haben den so ziemlich alle Angebote einer bestimmten Branche. Es wird keinen Nutzer mehr „vom Hocker hauen“, wenn ein USB großen Speicherplatz garantiert. An dieser Stelle kommt dann der Zusatznutzen ins Spiel, mit dem man sich endgültig an die Spitze bringen will. Bei einem USB-Stick wäre eine solche Zusatzleistung beispielsweise das nachhaltige Material, aus dem er besteht. Schließlich ist Nachhaltigkeit aktuell sehr gefragt. Dies kann einer Firma einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Darum entscheiden sich Kunden für ein Unternehmen

In der Regel haben Verbraucher die Qual der Wahl. Zu so ziemlich jedem Produkt oder jeder Dienstleistung gibt es ein vielfältiges Angebot, aus dem man frei wählen kann. In Endeffekt gibt es nur zwei Dinge, die das Kaufverhalten eines Menschen maßgeblich beeinflusst: Der Preis und/oder der USP.

Ein enormes Zeitersparnis:

Zeit ist bekanntlich Geld, daher kommt es bei Nutzern immer sehr gut an, wenn das Angebot massiv Zeit einsparen kann, die man wiederum mit anderen Sachen füllt. Besonders beliebt sind zum Beispiel bei Online-Shops Warenwirtschaftssysteme (sogenannte Wawis) wie das Produkt von Lexware. Es verspricht einerseits eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe, andererseits ein enormes Zeit- sowie Geldersparnis für Unternehmen. Außerdem können Online-Shops dadurch einen sehr schnellen Bestelldurchlauf bieten, was wiederum deren Kunden erfreut. Zusätzlich erhält man die Möglichkeit, dank angepasster Vorlagen für Lieferscheine die Warenwirtschaft zu optimieren.

Herausragender Service:

Besondere Serviceleistungen sind äußerst beliebt bei Kunden. Mit einem kompetenten Kundenservice, der bestenfalls Rund-um-die-Uhr erreichbar ist und kundenorientierte Leistungen verspricht, ist jedes Unternehmen auf der sicheren Seite. Allerdings wird dies von den Nutzern bereits als selbstverständlich angesehen. Ebenso normal scheint das Angebot des kostenlosen Versandes oder Bring- und Abholdienste diverser Paketlieferdienste. Großer Beliebtheit erfreuen sich hingegen personalisierte Güter, die individuell auf die Wünsche des Einzelnen eingehen. Als Coca Cola zum Beispiel neue Flaschen auf den Markt brachte, die mit verschiedenen Vornamen versehen waren, waren die Kunden gewissermaßen „hin und weg“.

Nachhaltigkeit:

In den letzten Jahren waren Nachhaltigkeit und Fair Trade ein sehr großes Thema in der Gesellschaft. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Unternehmen diese Punkte in den Fokus rückten, um sich von anderen abzugrenzen. Optimale Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, ökologischer, regionaler Anbau sowie genfreie Produkte werden immer wichtiger für die Kunden und beeinflussen maßgeblich deren Kaufverhalten. Als Verkäufer kann man daher weiterhin punkten, wenn man bewusster versucht zu produzieren. Ein sehr aktuelles Beispiel für Nachhaltigkeit sowie für die Anprangerung der Wegwerfgesellschaft ist das Projekt „SirPlus“. Nach einer großen Crowdfunding-Aktion haben die Gründer in Berlin einen Laden eröffnet, der Lebensmittel, die normalerweise weggeworfen werden würden, für wenig Geld an ihre Kunden verkaufen. Der Food Outlet trifft damit den Zahn der Zeit.

Eine gute Story:

Menschen lieben Geschichten. Viele Unternehmen setzen Storytelling als Marketing-Strategie ein, um die Sympathie ihrer Kunden zu erhalten und damit ihre Verkaufszahlen zu steigern. Denn wer sich mit etwas identifizieren kann, kauft höchstwahrscheinlich bei einer Firma, die sympathisch erscheint, ein. Eine gute Außendarstellung kann demnach ebenfalls ein herausragendes USP gegenüber der Konkurrenz sein, sofern sie sich als wahr erweist. Wenn Kunden hingegen mit falschen Versprechungen gelockt werden, verliert man sie.

Mit Werbung den USP unterstützen

Viele Unternehmen haben es erfolgreich vorgemacht: Sie haben mit einer ausgeklügelten Werbestrategie den Nutzen ihres Angebots unterstrichen. Oftmals passiert dies in Form von Slogans. Und wer kennt sie nicht? Sprüche wie „Geiz ist geil“ oder „Red Bull verleiht Flügel“? Sie zeigen deutlich, welchen zusätzlichen Vorteil sie dem Endverbraucher geben: gute Produkte, die es zwar überall gibt, werden zusätzlich mit besonders günstigen Angeboten bzw. mit einem unschlagbaren Effekt ausgestattet, um die Kunden von einem Kauf zu überzeugen. Dabei gilt es aber zu beachten, dass unbewiesene Behauptungen, Übertreibungen oder leere Werbephrasen von den Konsumenten schnell aufgedeckt werden, was sich wiederum durch fallende Verkaufszahlen äußert.


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!