Erfolgreich als Freiberufler

Selbstständige im Home-Office: Professionell im eigenen Arbeitszimmer

Sein eigener Chef sein mit flexiblen Arbeitszeiten – das wünschen sich viele. Bildrechte: Flickr Home Office | San Francisco blupics CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Endlich flexible Arbeitszeiten haben, endlich sein eigener Chef sein – für viele Gründer geht mit der Selbstständigkeit ein Traum in Erfüllung. Um die teure Büromiete zu sparen, entscheiden sich Freiberufler ohne eigenen Onlineshop, der ein Lager und Mitarbeiter erfordern würde, zunächst für die kostengünstigere und bequemere Variante -€“ das Home-Office. Doch schafft man es, mit einer privaten Adresse als Firmensitz einen professionellen Eindruck auf Kunden zu machen? Und worauf sollten Freiberufler in spe sonst noch achten?

Allein im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland rund 672.000 Neugründungen. 672.000 neue Geschäftsideen wurden in die Tat umgesetzt -€“ und damit auch genauso viele neue Büros eröffnet? Nicht unbedingt. Denn für viele Selbstständige sind eigene Geschäftsräume, insbesondere in der Anfangszeit, ein viel zu hoher Kostenfaktor. Die Arbeit von zu Hause aus bietet viele Vorteile, kann allerdings auch zum Problem werden -€“ spätestens dann, wenn man Kundenmeetings abhalten oder sich mit Geschäftspartnern treffen muss: Sich im eigenen Wohnzimmer oder am Küchentisch über Geschäfte zu unterhalten, wirkt nicht gerade professionell. Wobei Seriosität und Glaubwürdigkeit schon viel früher anfangen -€“ und zwar bei der Kundenakquise.

Professionelles Firmenlogo

Um als professionelles Unternehmen wahrgenommen zu werden, muss das Gesamtpaket von Beginn an stimmen. Und dazu zählen auch Details wie beispielsweise das Firmenlogo. Egal ob auf der eigenen Website, im Social-Media-Profil oder auf der Visitenkarte -€“ das Logo ist das Aushängeschild des Unternehmens und genau das, was sich beim Gegenüber am schnellsten einprägt. Groߟe Markenunternehmen wie Nike, Apple oder auch McDonald’s sind gute Beispiele dafür. Auch wenn man als Neugründer seine Kosten immer im Blick haben muss, sollte man keineswegs am Firmenlogo sparen. Ein professioneller Grafiker designt nicht nur das Logo, sondern kreiert im Paket gleich auch die passenden Visitenkarten mit dem gedruckten Logo. Nicht nur bei den Farben, sondern auch bei der Wahl des Papiers gilt es, auf Qualität und den Wiedererkennungswert beim Logo zu achten, um potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern im besten Fall gleich damit im Gedächtnis zu bleiben.

Mit einfachen Tipps für einen guten ersten Eindruck sorgen

Unternehmensberatung.Kahn@gmx.de – was würden Auftraggeber wohl denken, wenn auf der Visitenkarte eine solche Email-Adresse als Kontaktmöglichkeit vermerkt ist? Die wenigsten halten derartige Absender wohl für glaubwürdig und professionell. Es gibt daher gute Gründe für die Wahl einer seriösen E-Mail-Adresse. Das betrifft nicht nur Selbstständige, sondern alle, die ihren E-Mail-Account für die berufliche Kommunikation nutzen. Wirkungsvoll ist es für Freiberufler, ihre E-Mail-Adresse passend zur Domain ihrer Homepage zu wählen. So ist sie leichter zu merken und wirkt noch professioneller. Schon solch kleine Details können für einen potenziellen Kunden am Ende ausschlaggebend sein – €“ in der Geschäftswelt zählt der erste Eindruck.

Die richtige Firmenadresse: Alternativen zur privaten Wohnadresse

Oftmals stellt auch die private Wohn-/Firmenadresse Gründer im Home-Office vor eine Herausforderung. Für den Kunden von heute ist zunächst das Internet die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, sich über Unternehmen zu informieren und deren Dienstleistungen oder Produkte miteinander zu vergleichen. Wird dem Kunden bei Google eine Firmenadresse in einem Wohnhaus angezeigt, kann auch das einen negativen Eindruck hinterlassen. Darüber hinaus sollten Selbstständige bedenken, dass ihre private Wohnadresse damit für jeden öļffentlich sichtbar ist. Doch auch dafür gibt es eine einfache Lösung: ein virtuelles Büro in einem Business-Center.

Hierbei können Interessenten ihrenn Wunschstandort in Deutschland als Geschäftsadresse anmieten – letztere kann anschlieߟend auf allen Geschäftspapieren als Kontakt angegeben werden. Die Vorteile eines virtuellen Offices: Es entstehen keine Leerzeiten, die Ausgaben für die Büroeinrichtung und Personalkosten entfallen. Zudem ist im Business-Center immer jemand vor Ort, der Postsendungen entgegennehmen und sie entsprechend weiterleiten kann. Wichtige Briefe scannt das Personal im Business Center ein, leitet diese weiter und nimmt auf Wunsch auch Kundenanrufe entgegen. So bleibt man als Unternehmer stets für seine Kunden erreichbar. Bei Bedarf lassen sich auch Konferenz- und Büroräume für Meetings mit Kunden und Geschäftspartnern anmieten.

Als Alternative eignet sich das sogenannte Coworking -€“ eine Art Bürogemeinschaft von Einzelunternehmern und Freiberuflern. Hierbei bekommt jeder einen eigenen Coworking-Platz und kann die Besprechungsräume häufig ohne zusätzliche Kosten mitnutzen. Diese Alternative ist in der Regel deutlich günstiger als ein eigenes Büro. Allerdings sind Coworking-Spaces bisher überwiegend in Groߟstädten vorzufinden.


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