Mobilität in der Arbeitswelt

Bereitschaft von Arbeitnehmern für einen guten Job auszuwandern ist hoch

In Deutschland würden 43% der Arbeitnehmer für einen Job, den sie nur im Ausland bekommen, auswandern. Laut den Ergebnissen des aktuellen Randstad Arbeitsbarometers liegt Deutschland damit vor Nachbarländern wie Dänemark (34%), der Niederlande (36%) und Frankreich (41%). Lediglich in Südeuropa, Großbritannien und anderen Ländern, die mit einem unsicheren Arbeitsmarkt kämpfen, ist die Bereitschaft auszuwandern höher.

Auswandern trotz sicherem Job

Deutsche Arbeitnehmer schrecken nicht davor zurück, das Land für einen neuen Job zu verlassen, gleichzeitig haben sie aber im europaweiten Vergleich die geringsten Sorgen um ihren aktuellen Arbeitsplatz. Nur jeder Fünfte hält es für möglich, dass er seine Stelle innerhalb des nächsten halben Jahres verliert oder sein Vertrag nicht verlängert wird. Warum so viele Deutsche im Ausland arbeiten würden, obwohl sie beruflich fest im Sattel sitzen, kann verschiedene Gründe haben. Eine Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen zeigt, dass deutsche Auswanderer meist gut ausgebildet sind und vorwiegend ins Ausland gehen, um neue Berufs- und Lebenserfahrungen zu sammeln. Insbesondere jüngere Menschen sind eher bereit für eine Auslandserfahrung als erfahrene Arbeitnehmer. 55% der 18- bis 24-jährigen können sich vorstellen, für ihren Beruf auszuwandern, wie das Randstad Arbeitsbarometer herausgefunden hat.

„Gerade junge Leute sind heute besser vernetzt und denken viel internationaler, da sie in einer globalisierten Welt und einem Europa ohne Grenzen aufgewachsen sind“, so Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland. „Für sie ist der Schritt, in ein anderes Land zu gehen, keine so große Hürde mehr und dementsprechend sind sie offener für einen Jobwechsel außerhalb ihrer Heimat.“

Bildquelle/Thumbnails: ©photography33/Depositphotos.com


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