Wirtschaft & Politik

Industrie: Auftragseingang bricht ein

Volkswirte hatten nur mit einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Für den Vormonat Juni wurde der Auftragseingang derweil deutlich von +3,2 Prozent auf +3,6 Prozent nach oben revidiert. Die neuen Industrieaufträge lagen im Juli arbeitstäglich bereinigt um 17,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach einem Plus von 24,7 Prozent im Vormonat.

Der deutliche Rückgang im Juli war auf die rückläufige Auslandsnachfrage und deutlich unterdurchschnittliche Großaufträge zurückzuführen. Die Auslandsorder brachen um 3,7 Prozent ein, während die Inlandsnachfrage nur leicht um 0,3 Prozent abnahm.

Die Bestellungen bei den Herstellern von Investitionsgütern sanken im Juli um 5,5 Prozent, während sich die neuen Aufträge bei den Vorleistungsgüterproduzenten um 2,5 Prozent erhöhten. Die Hersteller von Konsumgütern verbuchten ein Auftragsminus von 1,0 Prozent. Ohne den sonstigen Fahrzeugbau war in der Industrie insgesamt ein Zuwachs an Bestellungen um 0,6 Prozent zu verzeichnen.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai, der den grundlegenden Trend besser widerspiegelt, erhöhte sich das Auftragsvolumen in der Industrie saisonbereinigt um 2,4 Prozent. Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im Juni/Juli kalenderbereinigt um 21,2 Prozent. Die Auftragseingänge aus dem Inland überschritten dabei das Vorjahresniveau um 14,6 Prozent, die Auslandsbestellungen lagen um 27,0 Prozent höher.

Die derzeit kräftigen Nachfrageschwankungen seien vor allem auf die Entwicklung der Großaufträge im Bereich der Investitionsgütersektoren zurückzuführen, so das Wirtschaftsministerium. In der Tendenz sei die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen dagegen weiter aufwärts gerichtet. Das Wachstum der Bestellungen habe sich nach der außergewöhnlich starken Bestelldynamik im Frühjahr dieses Jahres allerdings weiter abgeschwächt.


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