Personal

Ältere Menschen aktiv auf dem Arbeitsmarkt

Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen des kürzlich veröffentlichten Deutschen Alterssurveys. Die repräsentative Langzeitbefragung von älteren Menschen zeigt, dass die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen zwischen 2002 und 2008 bundesweit um 13 Prozent auf insgesamt 33 Prozent gestiegen ist. Dabei waren 2008 bundesweit 38 Prozent der 60- bis 64-jährigen Männer erwerbstätig. 32 Prozent der Frauen in Westdeutschland und 25 Prozent der Frauen in Ostdeutschland arbeiteten über ihren 60. Geburtstag hinaus.

Ein Trend, der angesichts der großen Zahl gut ausgebildeter Älterer und des zunehmenden Fachkräftemangels wohl anhalten wird und notwendig ist. Der demographische Wandel in Deutschland führt dazu, dass die Bevölkerungszahl insgesamt sinkt, die Anzahl der älteren Einwohner aber gleichzeitig steigt.

Rente mit 67

Die Bundesregierung reagierte 2007 auf diese Entwicklung und beschloss  die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung auf 67 Jahre anzuheben. Dies wird stufenweise zwischen den Jahren 2012 und 2029 geschehen – ab dem Jahr 2012 zunächst um einen Monat pro Geburtsjahrgang bis auf das vollendete 66. Lebensjahr und ab dem Jahr 2024 um zwei Monate pro Jahrgang bis auf das vollendete 67. Lebensjahr.

Diese Entscheidung wurde auch in Anbetracht der wachsenden Lebenserwartung sowie körperlichen und intellektuellen Leistungsfähigkeit der Älteren getroffen. Nach Angaben des Deutschen Alterssurveys sind die „Alten der Zukunft“ gesünder als vor ihnen geborene Jahrgänge. Gründe hierfür sind insbesondere eine höhere medizinische Versorgung, eine bessere Bildung, sowie Veränderungen im Lebensstil.

Die Anhebung der Altersgrenzen erleichtert auch eine nachhaltige Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung. Die neue Regelung führt bis zum Jahr 2030 zu einer Beitragsentlastung von insgesamt 0,5 Prozentpunkten.


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