Cash-Management

Den freie Cash-Flow in Aktien investieren – darauf sollten KMUs achten

KMUs sind stark auf liquide Mittel angewiesen und können oft nicht absehen, wann sie die frei liquiden Mittel für Investitionen oder sonstige operative Angelegenheit brauchen. Foto: ©kjpargeter/Depositphotos.com

Der sogenannte Freie Cash-Flow steht dem Unternehmen nach Abzug aller Kosten zur freien Verfügung. Solange der Freie Cash-Flow nur auf dem Konto liegt, hat dieser in der heutigen Phase der Nullzinspolitik der EZB keinen wirklichen Nutzen. Dieses gilt dabei nicht nur für große Konzerne, sondern auch zunehmend für kleine und mittelständische Unternehmen.

Dementsprechend wird daher nach Alternativen gesucht, um das überschüssige Kapital in irgendeiner Form dennoch positiv nutzen zu können. Große Unternehmen und Konzerne haben dabei meistens Vorteile, da diese von Unternehmensberatungen beraten werden und dahingehend genau wissen, wie sie Ihr Kapital mit dem größtmöglichen Nutzen anlegen. Kleine und mittelständische Unternehmen haben in dieser Angelegenheit meistens das Nachsehen.

Dieser Artikel soll verdeutlichen, wie KMUs ihren freien Cash-Flow mit dem größtmöglichen Nutzen anlegen und dabei so ein geringes Risiko wie möglich eingehen. KMUs sind nämlich stark auf die liquiden Mittel angewiesen und können häufig auch nicht absehen, wann sie die frei liquiden Mittel für Investitionen oder sonstige operative Angelegenheit benötigen. Umso wichtiger ist es daher, eine entsprechend flexible und möglichst gleichzeitig rentable Anlagemöglichkeit zu finden.

Kauf von Aktien

Eine der beliebtesten Methoden der unternehmerischen Anlage ist das Investieren in Aktien. Aktien gelten in der heutigen Zeit als eine sichere Anlage. Dennoch gibt es auch dort wesentliche Aspekte, die unbedingt und zum Schutze des Kapitals beachtet werden sollten. Die Aktienauswahl sollte dahingehend intensiv im Voraus geplant werden, denn der Kauf der richtigen Aktien bringt auf der einen Seite Sicherheit, auf der anderen Seite jedoch auch Rendite, die dem Unternehmen einen positiven Nutzen beiträgt.

Diese Regeln sind zu beachten

Nur Geld investieren, das nicht für das operative Geschäft benötigt wird.

Eine der wichtigsten Regeln beim Investieren des freien Cashflows in Aktien ist, dass nur das Geld investiert wird, welches nicht für das operative Geschäft benötigt wird. Das Ziel des Unternehmens sollte immer darin bestehen, dass eigene und operative Geschäft möglichst strak auszuweiten und durch eventuelle Investitionen in Maschinen oder sonstige Vermögensgegenstände zu untermauern. Wird in diesem Fall Geld für das alltägliche Geschäft der Firma benötigt, sollte natürlich hierfür Kapital aufgewendet werden. Dementsprechend wäre das Investieren in Aktien auf jeden Fall falsch. Anders sieht es hingegen aus, wenn das operative Geschäft zurzeit kein Kapital benötigt. In diesem Fall kann das Geld in Aktien investiert werden.

Aktien müssen schnell liquidierbar sein, falls Geld für das operative Geschäft benötigt wird

Daran schließen sich zwei weitere elementare Regeln an. Nämlich dass darauf geachtet werden muss, dass man zu jeder Zeit auf das Geld zugreifen kann, falls dieses für das operative Geschäft benötigt wird. Es wäre nämlich fatal, wenn der freie Cash-Flow für einen gewissen Zeitraum in die Aktien gebunden wäre und somit kein Zugriff besteht. Dieses würde erhebliche Nachteile für das operative Geschäft bedeuten.

Keine hochriskanten Aktien kaufen

Ebenfalls zu dieser Thematik gehört der Aspekt, dass mit dem freien Cash-Flow auf keinen Fall hochriskante Aktien gekauft werden sollte. Bei hochriskanten Aktien kann zwar die Rendite höher ausfallen, auf der anderen Seite kann jedoch auch das Geld verloren gehen. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen wäre dieses fatal, da die über eine Periode hinweg aufgebauten Erträge auf dieses Weise verloren gehen können. Dieses schadet ausschließlich dem Unternehmen.

All diese Regeln und Punkte sind universell zu betrachten, d.h. dieses gilt nicht ausschließlich für KMUs, sondern auch für Großkonzerne.

Allgemeine Regeln im Aktiengeschäft

Ausweis von einem hohen Cashflow

Im Folgenden werden allgemeine Tipps und Regeln aufgeführt, die generell beim Handeln mit Aktien zu beachten sind. Diese gelten sowohl beim Investieren des freien Cash-Flow als auch beim klassischen Handeln.

Die Aktiengesellschaft, in die man den freien Cash-Flow investiert, sollte immer einen hohen eigenen Cash Flow ausweisen. Dieses hat eine wesentliche Bedeutung, da man davon ausgehen kann, dass so die Aktiengesellschaft auch große Gewinne generiert und dementsprechend eine große Rendite erfolgt. Des weiteren sollten Sie als Entscheider für das Investieren in den freien Cash-Flow nur in Firmen und Unternehmen investieren, deren Geschäftsmodell sie selber kennen. Sie müssen daher klar abwägen können, ob das Geschäft der Aktiengesellschaft zukunftsorientiert ist und dementsprechend auch noch in Zukunft Gewinne und Erträge generiert. Nur dieses stellt sicher, dass sie auch in Zukunft noch Erträge erhalten. Nur dann hat sich nämlich auch das Investieren des freien Cash-Flows für die Firma gelohnt.

Beachtung der Depotkosten

Neben den allgemeinen Regeln, die man mehr oder weniger beachten kann, sollte zudem auf möglichst geringe Depotkosten geachtet werden. Häufig sind die Depotkosten derart hoch, dass diese die Rendite im Nachhinein erheblich verkleinern. Dieses sollte allen voran bei kleinen Unternehmen verhindert werden. Jeden Ertrag, den man mitnehmen kann, sollte man auch mitnehmen. Dementsprechend sollte vorab intensiv nach Anbieter Ausschau gehalten werden, um möglichst nur geringe Depotkosten bezahlen zu müssen. Die Depotkosten unterscheiden sich nämlich sehr stark von Anbieter zu Anbieter. Auf depotvergleich.com erhalten Sie einen genauen Überblick über die Depotkosten der einzelnen Anbieter. Die Recherche ist auf jeden Fall lohnenswert, da man auf diese Art und Weise langfristig Kosten minimieren und Erträge maximieren kann.

Fazit

All diese Punkte sind eine grobe Orientierungshilfe, wenn man sich als KMU dazu entscheidet, den frei verfügbaren Cash Flow in Aktien anzulegen. Die momentane Nullzinspolitik zwingt einen dazu, dass frei verfügbare Geld möglichst zeitnah anzulegen, da es sonst einer starken Geldentwertung ausgesetzt.

Dennoch birgt auch das Handeln mit Aktien Gefahren, da es nicht ganz risikoarm ist. Doch so kann auf dieser Art und Weise wenigstens der Inflationsrate entgegengewirkt werden. Inwieweit sie die Regeln selber anwenden, bleibt Ihnen überlassen. Besonders die erst genannten Punkte sind elementar wichtig. Es soll immer nur das Kapital angelegt werden, dass wirklich nicht für das operative Geschäft benötigt wird. Gleiches gilt dafür, dass das Kapital jeder Zeit zugänglich ist und nicht gebunden ist.


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