Marketing & Vertrieb

Marken 2010: IBM, Microsoft und Google rangieren beim Markenranking vorne

Auffällig ist das gute Abschneiden der Technologiemarken. „Seit gut fünf Jahren beobachten wir, dass diese Marken im Ranking an Bedeutung gewinnen und nach und nach die Top 10 erobern“, . sagt Nik Stucky von Interbrand. IBM belegt Rang 2, Microsoft Rang 3, Google Rang 4 und Intel Rang 7. Der Internetkonzern steigerte seinen Markenwert um 36 Prozent auf 43,56 Milliarden Dollar. „Das gute Abschneiden der Technologiemarken ist zu einem guten Teil dadurch bedingt, dass die Gesellschaft heute viel technologiegetriebener ist und die Marken im Geschäfts- und Privatleben vieler Menschen tief verwurzelt sind“, erläutert Stucky.

Auch Blackberry schneidet gut ab

Neben Apple und Google gehören Blackberry, JP Morgan, Allianz und Visa zu den Gewinnern des Rankings. Trotz teils negativer Schlagzeilen zur Einführung des iPhone 4 behauptet sich Apple auf Rang 17 und verzeichnet mit einem Plus von 37 Prozent den stärksten Wertzuwachs. Google schiebt sich mit dem zweitstärksten Zuwachs an Markenwert mit +36 % von Rang 7 auf Rang 4. Der Internetkonzern steigerte seinen Markenwert auf 43,56 Milliarden Dollar. Den dritten Platz in der Gruppe der Aufsteiger belegt der kanadische Mobilfunkhersteller Blackberry auf Rang 54 mit 32 Prozent Wertzuwachs. Erfreulich aus deutscher Sicht ist der Sprung nach vorne von Allianz. Der Versicherungskonzern konnte 14 Plätze nach oben klettern und legte von 3,93 Milliarden Dollar um 28 Prozent auf 4,90 Milliarden Dollar zu.

BP fiel aus Ranking heraus

Einige prominente Marken waren 2010 mit Krisen konfrontiert, die ihr Wachstum kurzerhand zum Stillstand brachten, Wertverlust verursachten und im Fall von BP sogar dazu führten, aus dem Ranking zu fallen. „Die Toleranz für Firmen oder Individuen, die das eine sagen und das andere tun, ist seit dem Krisenjahr 2009 rapide gesunken. In einer digitalen Welt, wird „brandwashing“ schnell entlarvt und die Unternehmen dafür mehr denn je abgestraft, erklärt Walter Brecht, CEO von Interbrand Central and Eastern Europe.

Fehlerhafte Teile und Rückrufaktionen waren bei Toyota der Grund zu Werteinbußen von 16 Prozent. Dadurch musste der japanische Autobauer seine Position in der Spitzengruppe aufgeben. Harley-Davidson setzt seine Talfahrt aus 2009 fort, büßt 24 Prozent an Wert ein und ist damit der größte Verlierer des diesjährigen Ranking

Newcomer ist Sprite

Der beste Newcomer von insgesamt zehn Debütanten im Ranking der 100 wertvollsten Marken ist Sprite. Die Getränkemarke belegt mit einem Markenwert von 5,78 Milliarden Dollar Rang 61. Aus Gründen der Transparenzproblematik sind auch Marken wie Prada, Chanel und Wrigley nicht mehr dabei. Andere Marken wie Sprite hingegen sind in ihrer Informationspolitik transparenter geworden und können somit bewertet werden.

Auch Santander sichert sich als Neueinsteiger mit einem Wert von 4,85 Milliarden Dollar einen Platz in den 60ern, genauer Platz 68. Mit Barclays auf Rang 74 und Credit Suisse auf Rang 80 schaffen es zwei weitere Banken neu ins Ranking.

Deutschland ist zweitstärkste Gruppe

Mit zehn vertretenen Marken stellt Deutschland die zweitstärkste Gruppe und liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA, die mit Coca-Cola als Nummer eins, neun Vertretern unter den Top Ten und insgesamt 49 Marken unter den besten 100 nach wie vor das Ranking dominieren. In der deutschen Gruppe überwiegen die Automobilmarken. Mercedes-Benz bleibt mit 25,18 Milliarden Dollar auf Platz 12 die wertvollste Marke Deutschlands. BMW folgt mit 22,32 Milliarden Dollar auf Rang 15. Mit VW auf Rang 53, Audi auf Rang 63 und Porsche auf Rang 72 sind drei weitere deutsche Automobilhersteller im Ranking vertreten.


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