Digital Logistics

Logistik 4.0: Chancen und Herausforderungen für das Management

Logistikketten vernetzen sich untereinander und verlangen eine entsprechende Verwaltung. Foto: ©stevanovicigor/Depositphotos.com

Dies verändert zwangsweise die Organisationsebene und damit das Management innerhalb der Logistikbranche.Dezentrale Entscheidungsstrukturen und Automatisierung bestimmen verstärkt die Arbeitsabläufe. Die Herausforderung besteht nun darin, auf diese Veränderungen zu reagieren.

Die Rolle der Digitalisierung für die Logistik

Für den digitalen Einfluss gibt es den englischen Begriff „Digital Logistics“. Dahinter steckt die Integration von Logistikprozessen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien. Damit Sie digitalisierte Prozesse im Einzelnen erfassen können, erfordert es einen Blick auf die einzelnen Logistikbereiche beziehungsweise Phasen des Logistikablaufs. Hierzu gehören die Lager-, Transport-, Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Informationslogistik. Sie alle folgen neuen technologischen Grundlagen. Selbststeuernde und organisierende Prozesse und Objekte sind als Logistiklösungen die Folge davon. Sie tragen die Bezeichnungen „smart“ oder „intelligent“, weil sie imstande sind, unabhängig zu kommunizieren und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Es gibt viele Beispiele für diese intelligenten Systeme beziehungsweise Teile davon. Einige dürften Ihnen vielleicht sogar bekannt sein. Dazu zählen intelligente Roboter, elektronische Beschaffungs- und Logistikplattformen oder verschiedene Datenanalysen. Auch Software-Programme gehören dazu. Angesichts dieser vielen automatisierten Steuerungssysteme stellt sich zu Recht die Frage, welche Auswirkungen dies auf das Management innerhalb der Logistik besitzt.

Die Vernetzung des Wertschöpfungsprozesses

Logistikketten vernetzen sich untereinander und erfordern eine entsprechende Verwaltung. Die Bezeichnung hierzu lautet Supply Chain Management. Diese aktive Gestaltung logistischer Prozesse bildet eine der zentralen Herausforderungen im Bezug auf Logistiklösungen. Eine erfolgreiche Umsetzung bildet die Grundlage, um Leistungen und Service zu optimieren. Um die Vertriebs-, Produktions- und Beschaffungsplanungen aufeinander abzustimmen, bedarf es gut funktionierender Schnittstellen. Transparenz und Informationsaustausch ermöglichen schnelle Reaktionszeiten.

Herausforderungen und Chancen miteinander verbinden

Smart Logistics bedeutet eine drastische Beschleunigung logistischer Prozesse. Die digitale Entwicklung wirft berechtigterweise Fragen auf und damit Besorgnis hervor. Konkurrenz, Kostendruck und fehlendes digitales Know-how innerhalb der Branche bilden die größten Herausforderungen. Besonders Letzteres ist auch ein wesentlicher Grund, warum die digitale Entwicklung in Deutschland noch verhältnismäßig langsam voranschreitet. Damit müssen allerdings keineswegs negative Folgen entstehen, sofern Unternehmen entsprechend reagieren und ihre Chancen wahrnehmen. Denn Smart Logistics steht neben vielen Herausforderungen auch für viele positive Perspektiven. Zu ihnen gehört eine gesteigerte Produktivität mittels neuer umfassender IT-Systeme. Es bietet sich die Möglichkeit, Logistik durch umfassendere Verwaltungssysteme von Logistiksoftwareanbietern, wie beispielsweise das Lagerführungssystem der Ehrhardt+Partner-Gruppe, zu organisieren.

Neue Technologien erleichtern viele Arbeitsabläufe. Beispiele hierfür sind Datenbrillen oder autonome Fahrzeuge. Beides kommt bereits teilweise zum Einsatz. Unternehmen werden imstande sein, ihre Liefersysteme zu optimieren. Das bedeutet mehr Liefertreue und Kundenzufriedenheit, beispielsweise auf der Grundlage von Predictive Analytics. Dabei handelt es sich um Messvorgänge, die Kundenverhalten vorhersagen. Durch die technische Erfassung von Nutzerverhalten lässt sich besser auf Veränderungen bei Kundengruppen reagieren. Transparenz und Kundenbindung gewähren ein erfolgreicheres Kundenmanagement. Auf der Managementebene ist es wichtig, sich auf die Arbeit mit digitalen Systemen einzulassen. Dazu gehört auch die Bereitschaft automatisierte Prozesse zuzulassen und Entscheidungsabläufe aus der Hand zu geben.

Die Themen Sicherheit sowie Aus- und Weiterbildung

Datenschutz und Datensicherheit zählen zu den vielfach diskutierten Themen im Rahmen der Industrie 4.0. Durch digital vernetzte Systeme und die Transparenz logistischer Prozesse ergeben sich zwangsweise Sicherheitsrisiken. Besonders diesen gilt es künftig mit entsprechenden Logistiklösungen zu begegnen. Dies ist nicht möglich, ohne dabei den Faktor Aus- und Weiterbildung in der Branche mit einzubeziehen. Technologische Neuerungen und IT-Systeme erfordern Fachkräfte, welche diese handhaben können.

Gleiches gilt für die Planung und Umsetzung funktionierender Sicherheitssysteme. Um die Mitarbeiter der Logistikbranche in die digitale Entwicklung einzubeziehen, bedarf es individueller Weiterbildungsmaßnahmen. Hier gibt es bereits viele Angebote für Unternehmen. Die externe Unterstützung kommt teilweise aus der Unternehmensberatung. Diese vermittelt, wie sich digitale Systeme im jeweiligen Unternehmen planen und umsetzen lassen. An anderer Stelle treten Software-Hersteller auf den Plan. Diese bieten Software-Lösungen an, mit denen sich die Vision vom digitalen Netzwerk praktisch umsetzen lässt. Bei allem geht es darum, individuelle Lösungen für Unternehmen zu erarbeiten. Indem diese ihre eigenen Standards erarbeiten, ergeben sich wiederum Chancen. Hier besteht für viele durchaus die Möglichkeit, eine Vorreiterstellung einzunehmen.

Die Herausforderungen für das Management in der Logistikbranche liegen, wie Sie sehen, nicht nur darin, digitale Systeme zu etablieren. Ein erfolgreiches Personalmanagement ist ebenso relevant. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit Unternehmens-, Sicherheits- und IT-Experten beziehungsweise deren Einbildung in Unternehmen. Logistiklösungen bedeuten nicht die reine Ausschöpfung digitalen Potenzials. Sie sind die Verbindung menschlicher Arbeitskraft mit technologischen Innovationen. Die Logistik 4.0 muss sich in die Industrie 4.0 eingliedern. Daher besteht eine weitere Herausforderung darin, wie beides ineinandergreift.

Ein Blick in die Zukunft der Logistikbranche

Viele sehen in künftigen digitalen Technologien und Smart Logistics durchaus Vorteile. Bislang bleibt die größte Schwachstelle das fehlende Know-how im Bezug auf Digitalisierung. Hier müssen Unternehmen ansetzten, um künftig schneller auf digitale Trends zu reagieren. Denn auch der Zeitfaktor spielt für den Erfolg in der Branche eine entscheidende Rolle. Die Einführung intelligent vernetzter Technologien steht in vielen Bereichen noch aus.

Hier gilt es, diesen Prozess voranzutreiben, um die sich bietenden Potenziale auszuschöpfen. Dazu gehört besonders, individuelle Ansätze für Unternehmen zu finden. Dies geschieht auch auf der Basis eines umfassenden Personalmanagements. Die Investition in Aus- und Weiterbildung und damit gut ausgebildete Fachkräfte bildet eine Grundlage. Dadurch lässt sich die digitale Entwicklung praktisch voranbringen. Ergänzend dazu lohnt es sich externe Experten, beispielsweise aus der Unternehmensberatung mit heranzuziehen. Hinzu kommen die Ansprüche, die das Supply Chain Management an die Unternehmen stellt.

Eines ist klar: Logistiklösungen bleiben eine Herausforderung. Es wird sich zeigen, wie zukünftig auf dieser Ebene der Industrie 4.0 damit umgegangen wird.


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